Boizenburg in alten Ansichten Band 3

Boizenburg in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Rudolf Wulff, Erika Will, Otto Jahnke, Helmut Rackwitz und Hermann Topp
Gemeente
:   Boizenburg
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6440-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Boizenburg in alten Ansichten Band 3'

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9 Die Teilansicht der Baustraße Mitte der zwanziger [ahre des 20.Jahrhunderts beweist, daß es damals fast in jedem Haus einen Laden oder einen Gewerbetreibenden gab. Die sechs abgebildeten Häuser waren Domizil für (von links): 1. August Engelhause, Lebensmittelhändler; 2. Friedrich Bock, Schneidermeister; 3. Gustav Ramelow; Manufaktur- und Modewarenhandlung; 4. Moritz Richter, Tabakwarenladen; S. Wilhelm Schulz, Klempnermeister; 6. Ernst Pöhls, Kolonialwarenhandlung. Typisch für die damalige Zeit ist auch das Straßenpflaster aus behauenen Steinen.

lOBlick vom Kirehturm nach den Elbbergen. Weit vermag das Auge über die Baustraße, die sich beinahe unverändert darbietet, hinauszuschweifen. Deutlich zu erkennen ist die landseitige Begrenzung des Stadtgebietes durch die Große Wallstraße und die Bäume der Wallanlage. Dann fällt der Blick hinüber zu den Elbbergen. Noch ist der Hafen kein begradigter Wasserweg, noch ist auf der Nordseite des Hafens keine Industrieansiedlung zu sehen. Die schon bestehende EIbewerft läßt sich nur mit Phantasie ins Bild bringen. Auch den kleinen Turm des Krankenhauses sucht man vergebens. Die Elbberge selbst scheinen noch wenig bewaldet zu sein. Doch die Höhe des Schloßberges und auch die 'Zwólf Apostel'

ragen über dem Höhenzug hervor. Es bietet sich eine Atmosphäre der Verträumtheit dar, wie sie vor ungefähr hundert [ahren bestanden habenmag.

. Boizenburg a. Eibe.

Blick uom Klrchturm nach den Elbbergen.

1 1 Dieses Haus Klinghergstraße SI wurde bereits vor 1870 errichtet. Bevor es um 191 7 abbrannte, befand sich in ihm die Bäckerei von Hugo Küster. Auf dem Schild neben der Leiter ist dieser Hinweis leider nicht mehr zu erkennen. Die Situation des Fotos zeigt die Brandnachsorge, nachdem die Feuerwehr ihrer pflicht nachgekommen war. 1920 hatte der Besitzer Küster durch den Boizenburger Baumeister Konow einen Antrag aufWiederaufbau des Wohnund Geschäftshauses gestellt, der durch das Kriegsamt Altona jedoch abgelehnt wurde. Ein Wiederaufbau wurde später dennoch vollzogen. Am 18. März 1938 beantragte der Boizenburger Architekt Erich Rüters für HerrnAlbertWinne eine wei-

tere Bauerlaubnis. Das heute an dieser Stelle stehende Gebäude war dann die Bäckerei und Konditorei von Albert Wille. Das später darin beheimatete Hafencafé ist gegenwärtig geschlossen.

12 Die Aufnahme aus dem [ahre 1906 zeigt den großen Hofplatz und die Scheune des Grundstücks 'Vor dem Müh!entor' Nr. 13. Hier lebte der Ackerbürger Hermann Albrecht (1874-1961). Er war ein tüchtiger, erfolgreicher Landwirt und errang Preise auf Ausstellungen, unter anderem auf dem Landwirtschaftlichen Kreisfest im September 1913 für Bullen den 3. und für Starken den 2. Preis, eineAnerkennung für die Kollektion von Großzüchtern. Für das beste Sortiment Feldfrüchte wurde Hermann Albrecht mit einer Bronzemedaille und einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Er erhielt einen 2. Preis für Eßkartoffeln, je einen 1. Preis für besten Weizen und für schwerste Futterrüben.

Außerdem pachtete Albrecht viele [ahre das 5 834 Quadrat-Ruten - rund 13,4 Hektar - große Gebiet des städtischen Buschwerders zurWeidenrutengewinnung für Flechtarbeiten.

13 Ein ehemaliger Kolonialwarenladen in der Klinghergstraße Nr. I. Bis Anfang des 20. Iahrhunderts führte Louis Kölbel (18501905) das Geschäft. Als sein Nachfolger Carl Saul pleite war, erwarb der Kaufmann Willy Haupt 1927 das Haus und den Laden. Der heute noch vorhandene Aufzug ist sichtbares Zeichen, daß es sich um ein Kaufmannshaus handelt. Wie seine Vorgänger belieferte Willy Haupt die Bewohner der umliegenden Dörfer, zunächst noch per Pferdewagen, später mit einem Lieferauto. 1949 übernahm der Konsum den inzwischen umgebauten und modernisierten Laden. Heute befindet sich dort ein Schnell-

restaurant.

14 In der Königstraße um 191 0 gab es noch keine Wasserleitung. Aus der Pumpe (links im Bild) holten die Bewohner bis zum [ahre 1925 das lebensnotwendige Wasser. Der Kaufmann Gustav Haupt bot seinen Kunden ein umfangreiches Sortiment von 'Confections-, Kurzwaren, Colonialund Fettigwaren' an, wie aus der Schrift über den Schaufenstern hervorgeht. Bis 1900 befand sich in der Königstraße eine Herberge für die Wandergesellen der Schuhmacher im Hause des Gustav Haupt. Er war der letzte Wirt dieser Einrichtung.

BoJzenburg, Eibe

Kónlgstrasse

1 5 Von der Königstraße Anfang des 20.Jahrhunderts gibt es interessante Aufnahmen. Diese Ansichtskarte trägt den Stempel des Boizenburger Postamtes vom 8. Juli 1906. Auf der rechten Straßenseite sind die Masten mit den Straßenlampen gut zu erkennen. Mitte Oktober 1903 bekam die Boizenburger Altstadt elektrische Straßenbeleuchtung. Den Strom lieferte der Mühlenbesitzer Ludwig Hinselmann. Er ließ 1903 ein Turbinenhaus mit Generator hinter der Außenmühle bauen. Damals fuhren und parkten noch keine Autos auf Boizenburgs Straßen. pferde gehörten zum Straßenbild.

Gruss aus Boizenburg

16 In der Altstadt befand sich von jeher eine Ballung von Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen. Die zentrale Lage und die geringe Motorisierung der Bevölkerung sicherten einen stetigen Besucherstrom, und Kauflustige fanden ein Fülle von Waren vor. Der Uhrmachermeister Otto Heise, Königstraße Nr. 6, präsentierte in seinen Schaufenstern eine breite Palette von Uhren, Schmuck und Gebrauchsgegenständen. Als Blickfang und Werbung für sein Geschäft war über der Eingangstür eine große Uhr angebracht, die für alle Besucher der Straße immer die genaue Zeit sichtbar machte. Heise und weitere Boizenburger hatten im traditionsreichen Großherzoglich-Meck-

lenburgischen Jägerbataillon Nr. 14 gedient. Er war Mitglied im 'Verein ehemaliger Jäger und Schützen zu Boizen burg und Umgebung', einem von 25 Vereinen im Mecklenburger Jägerbund.

17 Fm Böse (1855-1938) und Fm Saxe (links) (1852-1940) waren einst stadtbekannt. Die beiden alten Frauen waren von unterschiedlicher Statur, die eine klein und zierlich, die andere groß und stattlich. Sie fielen auf durch ihre altmodische dunkle Kleidung einschließlich großem Hut. Beide sah man oft bei ihrem gemeinsamen Gang durch die Stadt. Dabei ruhten sie sich gern auf einer der damals noch vor den Häusern stehenden Bänke aus. Manchmal saßen sie auch auf dem niedrigen Sims vor dem großen Schaufenster van Johannes Haupt in der Baustraße. Die leider unscharfe Amateuraufnahme zeigt die Frauen vor dem Schlachterladen von Hermann Krüger in der

Königstraße Nr. 18. Die Boizenburger Malerin Resi Preibisch fand Frau Böse und Frau Saxe so originell, daß sie von den beiden eine Zeichnung schuf.

Zwei "Original" -Boizenburgerinnen auf dem Spaziergang

18 So wurde der Schützenkönig vor seinem prächtig geschmückten Haus präsentiert. Es handelt sich hier um den Gärtnermeister Karl Bruhn (1880-1961), geschmückt mit der Königskette, zusammen mit seinen Adjutanten vor seinem Geschäft in der Königstraße 16. Auf der rechten Seite erkennt man die Familie Dollberg vor ihrem Lebensmittelgeschäft. Das Haus auf der linken Seite gehörte zu dem Textilgeschäft van Johannes Haupt jun. Fast alle Häuser in der Königstraße waren wegen des Hochwassers auf erhöhten Fundamenten gebaut.

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