Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Paul Metzger
Gemeente
:   Bonn am Rhein
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

29. Diese Aufnahme von 1920 zeigt Buchhandlung und Verlag von Ludwig Röhrscheid gegenüber der Universität an der Ecke Am Hof'/Fürstenstraïse; Adolph Marcus hatte sie 1818 gegründet. Die Halbbogenanlage, die sich auf der gegenüberliegenden Seite der Fürstenstraße wiederholt. stammt aus kurfürstlicher Zeit. Sie bildete damals den Tummelplatz der zum Marstall gehörenden Pferde. Das Haus wurde am 18. Oktober 1944 ausgebombt; der Wiederaufbau war erst 1959 abgeschlossen.

30. Hier sieht man im Jahre 1903 in den Universitätsinnenhof, den ehemaligen Schloßhof, wie er bis zur großen Erweiterung von 1926 ausgesehen hat. Der Stumpf des nördlichen Querflügels wurde nach dem Schloßbrand vom 15. Januar 1777 mit einem Giebel abgeschlossen und mit einer geschweiften, von einer Laterne überragten hölzernen Kuppel gekrönt. Die größere Laterne dahinter gehört zu dem stehengebliebenen südöstlichen Turm. Die sparsame Wiederherstellung des Schlosses durch den Architekten Heinrich Roth beschränkte sich auf den Hofgartenflügel, der jedoch anstelle des Mansarddaches ein einfaches Satteldach erhielt.

31. Diese Postkarte zeigt das damals (1930) 'neue Hauptportal' der Universität mit der nunmehr dreigeschossigen Front 'Am Hof', wie sie in kurfürstlicher Zeit geplant war; 1926 hatte man mit dem Aufbau begonnen. Auf der Attika über dem Haupteingang stehen sechs Plastiken des Kölner Bildhauers Prof. Wolfgang WaHner; sie symbolisieren von links Geschichte, Heilkunde, Philosophie, Recht, Glaube und Natur. Den Abschluß der Stadtseite bilden die beiden neuaufgebauten Türme - hier nicht im Bild -, die im Untergeschoß Fußgängerpassagen haben.

32. Vor Kaiser Wilhelm 11. und Kaiserin Augusta fand am 17. Juni 1902 im Hofgarten diese Parade der Bonner Königshusaren statt. Aus allen Fenstern und vom Balkon der Universität betrachten Zuschauer das Ereignis. Der Springbrunnen vor dem Eingang der Hofgartenseite, der fast die Höhe der Regina pacis erreicht, wurde nach 1945 entfernt. Die Königshusaren, in Bonn bekannt als 'Lehm ops', lösten die seit 1816 hier stationierten Ulanen ab. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges mußte das Militär auf das rechte Rheinufer verlegt werden.

33. Der schönste Teil des barocken Residenzschlosses, das Koblenzer (Michaels-) Tor, einst Ehrenpforte für den Kurfürsten - hier in einer Aufnahme von 1904 -, wurde 1755 von Michael Leveilly nach dem Entwurf François de Cuvilliés vollendet. Willem Rottermondt schuf um 1750 die Statue des heiligen Michael, deren Original seit 1956 im ersten Stock des Hauptgebäudes steht, Durch den Bau der Fußgängerpassagen 1866 und 1876 und durch den Durchbruch der zweiten Fahrbahn 1945 wurde das Tor, das die Straßenbahn von 1891 bis 1949 passierte, stilentfremdend verändert.

34. In diesem Haus am Alten Zoll, hier auf einern Foto von 1906, wurde am 29. September 1789 der spätere königlich preußische Gartendirektor Dr. Peter Joseph Lenné geboren. Seine Vorfahren standen seit 1665 als Hofgärtner in Diensten der Kurfürsten von Köln. Nach Lehrjahren in Brühl, München und Paris kam Lenné 1816 nach Berlin. Er starb am 23. Januar 1866 in Potsdam. Sein Geburtshaus wurde nach dem Kriege, jedoch ohne die westlichen Verbindungsbauten zur Universität, die nach 1902 errichtet worden waren, nach den ursprünglichen Plänen wiederaufgebaut.

35. Die Kirche des Franziskanerklosters nahe der Ecke Franziskaner- und Stockenstraße, die wir hier auf einem Foto aus dem Jahre 1898 sehen, wurde nach der Säkularisation in den Außenmauern erhalten; 1806 baute man vier Etagen ein. Die ursprüngliche, 1641 vollendete Anlage war ein einfacher, einschiffiger Barockbau. Die Westseite flankierten große Pilaster, an der Südseite fielen in der Franziskanerstraße die großen, ungegliederten, durch flache Rundbögen verbundenen Strebepfeiler auf. Am 18. Oktober 1944 wurde der Bau vollkommen zerstört.

36. Seit dem Mittelalter ist der Marktplatz als Kreuzung wichtiger Handelsstraßen Mittelpunkt des geschäftlichen und gesellschaftlichen Lebens, wie es auch dieses Foto von 1891 zeigt. Akzente setzen das Alte Rathaus im Rokokostil, das Michael Leveilly 1737/38 baute, der Obelisk aus dem Jahre 1777 und das Hotel 'Zum goldenen Stern', das bis 1895 in mehreren nebeneinanderstehenden Häusern untergebracht war. Auf der rechten Bildseitebilden die Giebelhauser der Stockenstraße, die im Krieg total zerstört wurde, den Hintergrund.

37. Der fünfgeschossige Neubau des 1886 gegründeten Kaufhauses Blömer an der Ecke Marktbrücke, ein Jugendstilhaus aus dem Jahre 1908, dem Entstehungsjahr dieses Fotos, geht ebenso wie der Neubau des Hotels 'Zum goldenen Stern' auf der linken Seite des Marktes über die alte Bebauungshöhe hinaus. Der Bonner Dichter Wilhelm Schmidtbonn, 1876 an diesem 'Dreieckigen Marktplatz' geboren, schildert in seinem gleichnamigen Roman anschaulich den wirtschaftlichen Aufstieg der Gründerjahre mit ihrem Bauboorn, dem viele schmalbrüstige Giebelhäuser weichen mußten.

38. Diese Aufnahme des Römerplatzes mit den Häusern in der Remigiusstraße, damals Nr. 10 (links) und der Ecke Marktbrücke, rechts im Hintergrund, entstand um 1890. Das viergeschossige Haus mit der großen Toreinfahrt in der Mitte ist die Restauration 'Im Römer', Das Giebelhaus links daneben gehörte dem Tuchhändler Oe1bermann. Auf dem Platz, der 1807-1809 durch den Abbruch der alten Remigiuskirche entstanden war, entwickelte sich seit dem 19. Jahrhundert ein reges Marktleben. Der zur Kirche gehörende Friedhof war bereits im 18. Jahrhundert geschlossen worden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek