Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Paul Metzger
Gemeente
:   Bonn am Rhein
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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39. Universität, Hofgarten und Akademisches Kunstmuseum sind auf dieser Grußpostkarte des Jahres 1907 dargestellt. Damals trennte noch ein Eisengitter die Universitätsfront mit der damaligen Anlage des sogenannten 'Kuratorengarten' von der Hofgartenwiese. Das Akademische Kunstmuseum bildet den Abschluß des Hofgartens gen Süden. 1824 unter Einfluß Karl Friedrich Schinkels von Friedrich Waesemann als erste Anatomie erbaut, beherbergt das Gebäude seit 1884 das Museum, das Friedrich Gottlieb Welcker und August Wilhelm von Schlegel gründeten.

40. Dieses Foto mit dem Bliek durch die Straße 'Am Neutor' auf den Ostchor des Münsters entstand kurz vor dem Abbruch des früheren Zollhauses an der linken Ecke, das bereits 1872 durch das neue Geschäftshaus der Mode- und Seidenwarenhandlung Bemberg (siehe Abbildung 41) ersetzt war. Nach 1845, dem Abbruch der Stadtmauer mit dem erst 1808 eröffneten 'Neut or' an dieser Stelle, schloß das hier noch sichtbare Gittertor die Stadt ab.

41. Die nördliche Häuserzeile des Kaiserplatzes, den wir hier auf einem Foto von etwa 1885 sehen, ist wie das Eckhaus 'Am Neutor' (siehe Abbildung 40) nach 1870 errichtet worden. Nach der Öffnung der Stadt durch Beseitigung des Neutores und die gleichzeitige Anlage des Kaiserplatzes auf dem Gelände der ehemaligen kurflirstlichen Orangerie entstand hier in günstiger Lage gegenüber der Universität und der neuen evangelischen Kirche ein elegantes Geschäftszentrum, das 1969 durch die Verlegung des Verkehrs an die Südseite und den Ausbau zur Fußgängerzone neugestaltet wurde.

42. 1905, ein Jahr vor der Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. vor dem Westf1ügel der Universität, dem ehemaligen Buenretiro des kurfürstlichen Schlosses, entstand dieses Foto. Der Bliek vom Kreuzberg über das Poppelsdorfer Schloß und durch die Poppelsdorfer Allee auf den Kaiserplatz und die Universität ist auch heute noch charakteristisch, betont durch einen neuen Blickfang, den roten Marmorbrunnen mit drei Fontänen, der 1974 am oberen Ende des Kaiserplatzes angelegt wurde.

43. Die evangelische Kirche am Kaiserplatz präsentiert dieses Foto des Jahres 1892. 1866-1871 wurde sie nach dem Entwurf des Bauinspektors August Dieckhoff in Kreuzform aus Haustein errichtet. Über den Haupt- und Nebeneingängen wurden 1879 und 1882 Reliefs nach Modellen des Bildhauers Prof. Bernhard Afinger angebracht. 1934/35 wurde die Kirche restauriert; dabei wurden die Hausteingliederungen und die Verzierungen aus Tuffstein völlig entfernt. Am 18. Oktober 1944 brannte das Kirchenschiff aus, im Dezember 1944 fielen erneut Bomben auf die Ruine. Der Wiederaufbau war 1954 abgeschlossen; Restaurierungsmaßnahmen zogen sich jedoch noch bis 1979 hin.

44. Kirche und Kloster der Bonner Niederlassung des Jesuiten-Ordens - hier auf einer Postkarte der Jahrhundertwende - entstanden seit 1862 auf einem Grundstück 'an der Maarfläche', der späteren Hofgartenstraße 9. Der Vikar Johannes Josef Lenné (1772-1858) hatte es dem Orden geschenkt. Die Kirche wurde am 19. Juli 1864 eingeweiht. Infolge des Kulturkampfes mußten die Jesuiten 1872 Bonn verlassen; erst 1919 wurde die Niederlassung neugegründet. Kirche und Kloster wurden am 18. Oktober 1944 dem Erdboden gleichgemacht. Auf ihrem Gelände steht seit 1951 die neue Münsterschute.

45. Im August 1901 bezog die 'Bergisch Märkische Bank', Elberfeld, die seit 1899 in der Kaiserstraße eine Filiale unterhielt, diesen Bau der Gründerzeit am Kaiserplatz 9. Gleichzeitig übernahrn sie das private Bankhaus Goldschmidt und Co., das 1859 gegründet worden war und seit 1876 in diesem Eckhaus sein Bankgeschäft betrieb. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erfolgte der Übergang der Bergisch Märkischen Bank auf die Deutsche Bank, die seitdem hier ihre Bonner Filiale unterhält. Das 1944 zerstörte Haus wurde nach Kriegsende mehrfach um- und ausgebaut und durch Nachbargrundstücke erweitert, bis es 1981 seine heutige Gestalt erhielt.

46. Die Restauration 'Kaiserhalle' - unser Foto von etwa 1930 zeigt sie vom Kaiserplatz aus - wird zum ersten Male im Adreßbuch von 1875 erwähnt, ebenso der Kaiserplatz, der bis dahin Teil der Poppelsdorfer Allee war. Bei Bürgern und Studenten, und in den letzten Jahren auch bei Politikern, war das Lokal wegen seiner großen Terrasse beliebter Treffpunkt. Fliegerbomben zerstörten die Anlage am 18. Oktober 1944. Der 1955 fertiggestellte Neubau mußte 1970 der U-Bahn weichen. Seit 1974 gehört dieser Bereich zum Zentralen Omnibusbahnhof, der mit einer Ladenzeile hier errichtet wurde.

47. Die erste Bahnhofshalle der Eisenbahn, die südlich des heutigen Hauptbahnhofs näher an der Poppelsdorfer Allee stand, ist uns auf diesem Foto überliefert; es entstand vor 1883. Die Halle erfüllt heute noch ihre Funktion in Remagen,~ wo sie nach dem Abbruch in Bonn 1883 wiederaufgebaut wurde. Nach langwierigen Verhandlungen über die Streckenflihrung der Eisenbahn und den Standort des Bahnhofs wurde die Strecke zwischen Köln und Bonn am 13. Februar 1844 feierlich in Betrieb genommen; die Weiterführung nach Koblenz erfolgte nach 1855.

48. In den Jahre 1883/84 wurde das neue Bahnhofsgebäude nach Plänen von Carl Schellen und Franz Unger nördlich des alten gebaut. Diese Aufnahme von 1903 zeigt es von Südosten mit dem damaligen Fürsteneingang im Vordergrund und der großen Freitreppe vor dem Haupteingang. Ausgeführt ist das Gebäude palazzoartig im Stil der italienischen Renaissance. Obelisken und Kaiseradler als Verzierung des Daches - sie wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört - stammten von dem Kölner Bildhauer Degen. 1970 beurteilte der Landeskonservator den Bahnhof als 'technische Architektur' mit Denkmalwert, die zu erhalten ist.

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