Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Paul Metzger
Gemeente
:   Bonn am Rhein
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

79. Die städtische Doppelturnhalle an der Ecke der Kapuzinerstraße und der damaligen Hundsgasse wurde 1897 nach dem Abbruch des Klosters (siehe Abbildung 77) in Anlehnung an die deutsche Renaissance errichtet. Die Außenarchitektur mit den beiden Giebeln und den gerahmten Reliefs, den geschwungenen Fenstern und dem 'mittelalterlichen' Rundturm auf der linken Seite hatte keinen Bezug zu dem Zweck, dem die Hallen und Räume im lnnern dienten. Nach dem 18. Oktober 1944 standen nur noch Teile der Umfassungsmauern; im Zuge der Straßenverbreiterung wurden sie 1949 ganz abgetragen.

80. Im Jahre 1884 war dieser Neubau des städtischen Gymnasiums an der Doetschstraße fertig; das hier abgebildete Foto stammt aus dem Jahre 1920. Der Erweiterungsbau in der Kapuzinerstraße - hier nicht zu sehen - wurde 1899 bezogen. Die Realschule, die 1906 zunächst ebenfalls in dem neuen Gymnasialgebäude den Unterricht aufnahm, erhielt 1909 in der Brückenstraße ein eigenes Haus. Seitdem bilden beide Schulen unter dem Namen 'Städtisches Gymnasium und Realgymnasium mit Vorschule' eine Verwaltungseinheit. Die nach dem Kriege wiederhergestellten und 1952 bezogenen Gebäude wurden 1967 abgerissen.

81. Um die Jahrhundertwende sah die Brückenstraße, die gleichzeitig mit dem Bau der Rheinbrücke ausgebaut wurde, so aus: links sind das städtische Gymnasium und hinter dem Ausstellungspavillon mit der Uhr im Turm die Realschule zu erkennen, schräg gegenüber die spätklassizistische Beethovenhalle mit dem großen Rundbogenportal und Giebel aus dem Jahre 1870. Die Brückenstraße wurde größtenteils zerbombt; diesen Teil nimmt heute, wesentlich verbreitert, die Straße 'Berliner Freiheit' ein. Auf dem Foto sind nur wenige Pferdekutschen zu sehen; vor 1910 war der Verkehr gering: stündlich passierten nur zwei bis drei Autos die Brücke.

82. In dem Haus Wenzelgasse Nr. 25, das aus dem 18. Jahrhundert stammte, verstarb am 17. Juli 1787 Maria Magdalena van Beethoven, die Mutter Ludwig van Beethovens. Die Entfaltung seiner Begabung hat sie noch erlebt, seinen Aufstieg aber nicht mehr. Erst 1932 konnte ihr Grab auf dem Alten Friedhof neu identifiziert werden. Ihr Sterbehaus und das Haus links daneben wurden 1928 niedergelegt; dieses Foto wurde kurz vorher aufgenommen. Neuzeitliche Geschäftshäuser stehen heute an ihrer Stelle.

83. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1890 ist noch die barocke, 1732-1736 errichtete Dreiflügelanlage des ehemaligen Jesuiten-Gymnasiums von der Bonngasse aus zu sehen. Seit 1816 war hier das 'Königliche Gymnasium' untergebracht, das 1896 seinen Neubau an der Adenauerallee bezog. Zur selben Zeit wurde das Jesuiten-Gymnasium teilweise abgebrochen; im Hinterhof des Hauses Bonngasse 17 kann man aber noch Gebäudereste des rechten Flügels erkennen. In den folgenden Jahren wurde die Straßenfront mit Geschäftshäusern geschlossen.

84. Um 1930 ist hier die Bonngasse zwischen dem Beethovenhaus, links im Vordergrund, und dem Markt zu sehen. Die Namen-Jesu-Kirche, deren fûnfstöckigen Glockentürme mit den welsehen Hauben die Häuserzeile links markierend überragen, wurde 1717 geweiht. Barocken Tendenzen entsprechend wurde der Bau, dessen Pläne von dem Architekten Jakob de Candrea stammen, in derselben Flucht wie die übrigen Häuser errichtet. In ihrer Architektur treten romanisierende und gotische Formen fast unvermittelt neben barocke Formen. Im Innern der Kirche ist nach dem Kriege die alte Ausmalung wiederhergestellt worden.

85. In diesem Hintergebäude des Hauses Bonngasse 20, das nahezu unversehrt den Krieg überstanden hat, wurde 1770 Ludwig van Beethoven geboren. Der Initiative Bonner Bürger ist es zu verdanken, daß es 1889 durch die Gründung des 'Vereins Beethovenhaus' vor dem Verfall gerettet werden konnte. Eine zeitgenössische Ausstattung mit Erinnerungsstücken machen es zu einer würdigen Beethoven-Gedenkstätte. Das Nachbarhaus, Nr. 18, beherbergt das Beethovenarchiv, das zum 100. Todestag am 26. März 1927 gegründet wurde. Dieses Foto wurde 1930 gemacht.

? D

86. Das Foto aus dem Jahre 1912 zeigt von der Sandkaule aus das Eckhaus Hundsgasse/Wenzelgasse, einen typischen Bau aus der Gründerzeit mit barock geschwungenem Giebel und klassizistischen Schmuckelementen. Die Statuen in den Nischen stellen die Madonna mit Kind (links) und den heiligen Joseph (rechts) dar. Der Blick geht in zwei schmale Gassen: links die Hundsgasse, rechts die Wenzelgasse der Altstadt, die am 18. Oktober 1944 in Trümmern versank. Nach 1945 wurde ihr Terrain baulich neugeordnet. Diese 'Umlegung der Altstadt' fand 1957 ihren Abschluß.

87. Dieses Foto der Jahrhundertwende zeigt die Sternstraße mit den Häusern 62-66; in der Fassade des Hauses Nr. 66 steht eine Staue des heiligen Antonius. Die Sternstraße, die Verbindung des Marktplatzes zum Sterntor und Friedensplatz, ist eine der wichtigsten Geschäftsstraßen Bonns, in ihrem Erscheinungsbild überwiegend von Giebelhäusern geprägt. Im Gegensatz zu den größeren Häusern der Stiftsherren ist die Bauweise in einer geschlossenen Straßenfront seit dem Mittelalter typisch für Kaufleute-, Gewerbetreibendeund Handwerkerviertel.

88. Das Foto der Innenseite des Sterntores mit der Sternstraße stammt aus der Zeit vor 1888, da in diesern Jahre an der letzten Torburg Bonns aus dem 13. Jahrhundert Schutzdächer gegen herabfallende Steine angebracht wurden; bis zu seinem Abbruch 1898 sah das Sterntor baufällig aus. 1899/1900 wurden nur die Gewände der Toreinfahrt an den mittelalterlichen Rundturm der Stadtmauer in der Vivatsgasse übertragen. Ebenfalls übertragen wurden die Kreuzigungsgruppe - hier nicht zu sehen und die Statue der Madonna mit den sieben Schmerzen, die hier über der Durchfahrt steht; sie stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek