Bordesholm in alten Ansichten

Bordesholm in alten Ansichten

Auteur
:   Paul Steffen
Gemeente
:   Bordesholm
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6429-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bordesholm in alten Ansichten'

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29 Das jetzige Bürgerhaus an derWildhofstraße ist 1927 erbaut worden. Es war seinerzeit das Hauptgebäude der Druckerei H.H. Nölke. Sie bestand von 1883 bis 1939. Im Innern gibt es keine Treppen. Stattdessen wurden die schweren Druckformen und Papierstapel über die schrägen, stufenlosen Gänge transportiert. Die Aufnahme entstand um 1940. Damals gab es hier die Chirurgische Abteilung des Marinelazaretts Bordesholm. Nach 1945 wurde das Haus unter anderem als Möbellager genutzt. Die Bordesholmer Sparkasse brachte das Grundstück 1984 als Schenkung in eine Stiftung ein. Seitdem wird das stattliche Gebäude nach einer Renovierung als Tagungsstätte genutzt.

Verschiedene Gruppen und Vereine halten dort ihre regelmäßigen Veranstaltungen ab. Damit ist das Bürgerhaus zu einem wichtigen öffentlichen Treffpunkt in Alt -Bordesholm geworden.

30 Der Alte Haidkrug (um 1939) war seit dem 17. Jahrhundert der mit Abstand älteste Gasthof in Bordesholm. Die abgebildeten Gebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert. Damals war die Familie Köbke Eigentümerin. Sie hatte auch 1833 den N euen Haidkrug an der KieIer Chaussee eröffnet. Der Gasthof an der Alten landstraße verfügte über Gästezimmer, einem großen Saal sowie an der Südseite über eine lange Veranda. Im Sommer lud der parkartige Garten zum Verweilen ein. Das Grundstück ging 1945 in das Eigentum der Bordesholmer Sparkasse über. Durch Vermittlung von Sparkassendirektor Karl Grünewald wurden hier 1946 die Schleswig-Holsteinische Verwaltungsschule und

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die landesweite Sparkassenschule eingerichtet. Das Institut der Sparkassen bezog 1985 in Kiel-Mettenhofneue Räume. Die heutige Verwaltungsakademie verfügt über einen Neubau, der 1994 eröffnet wurde. Er bietet großzügige Ausbildungs- und Wirtschaftsräume sowie ein Internat für etwa 450 Personen. Verwaltungsdirektor war rund 26 Jahre lang bis 1989 Werner Hoffmann. Seine Nachfolge trat am

1. Oktober 1989 Dr. Dietrich Loeber an. Das Unterrichtsprogramm umfaßt viele Bereiche der öffentlichen Verwaltung und Seminare der Fortbildung.

3 1 Volks- und Mittelschule Bordesholm um 1936. Auf diesem Bild stehen das Hauptgebäude und die Turnhalle noch frei zwischen Schulstraße und Holstenstraße. Jetzt ist das Gebiet vollbebaut. Quer zu den beiden Anlagen steht an der Ostseite der Erweiterungsbau von 1964. Die Schule wurde 1913 I 14 mit Wohnhaus und Turnhalle nach Plänen von Kreisbaurat Johann Garleff (1878-1976) errichtet. Der bedeutende Architekt und Diplom-Ingenieur schuf etliche öffentliche und private Bauten im früheren Kreis Bordesholm. Alle Räume werden jetzt von der Hans-Brüggemann-Realschule genutzt. Diese Einrichtung ist 192 2 gegründet worden. Sie bildet seitdem ein pädagogisches

Zentrum für den gesamten Raum Bordesholm. Schulleiter der MittelIRealschule waren: 192 2-192 7 Friedrich Wendling, bis 1934 Theodor Lage, bis 1946 Johannes Paulsen, bis 1950 Hermann Lobsien, bis 1959 Friedrich Hayn, bis 1964 Friedrich Heitmann, bis 1970 Heinz Mahrenholtz, bis 1982 Hellmuth Starsetzky, seit 1982 Ernst-Peter Müller. Die Schule verfügt jetzt (1997) über rund 250 Schülerlinnen in 12 Klassen und 18 Lehrkräfte.

32 Blick vom Lindenplatz auf den Anfang der Wildhofstraße um 1930. Links der Vorbau der Druckerei Hermann Weber, die 1913 gegründet wurde. Im vorderen Anbau befand sich im oberen Teil bis 1939 das Atelier von FotografHans Gumlich. Die Schafherde zeigt die Beschaulichkeit in der Zeit mit fast keinem Autoverkehr. Hinter der Herberge Zur Heimat folgt das Pastorat der Evangelischen Kirchengemeinde Klosterkirche. Dieses stattliche Haus wurde 1799 von dem Landbaumeister JohannAdam Richter (1733-1813) entworfen. Es befindet sich seit 1807 im Eigentum der Kirchengemeinde. Das rechte Geschäftshaus wird heute mit einigen Wohnungen privat genutzt.

Im unteren Bereich ist die alte Baumreihe erkennbar. Beiderseits der Straße wurden 1997 wieder neue Bäume gepflanzt. Die Wildhofstraße ist im Zuge des Ost-West-Ausbaus im Iahre 1996 modernisiert worden. Neben der alten Bebauung sind neue Eigenheime und Wohnanlagen hinzu gekommen. Dennoch konnte insgesamt der alte Charakter einer Ortsstraße bewahrt werden.

l1orbesf}ofm etn 118f}nf}:Jf "Zum Landhaus", Bes. H. Chr. Bu'tenschön.

Klubsaal mit Klavier.

Klubs, Vereinen u. Ausflüglern bestens emptohten.

33 Das Hotel Zum Landhaus in der Nähe des Bahnhofs zeigt sich hier um 1910 in seiner ursprünglichen Form. Der darüber schwebende Zeppelin ist sicher als Motiv in das Bild einmontiert worden. Der Betrieb wurde im Jahre 1900 von Heinrich Christian Butenschön eröffnet. Der Besitz kam nach dessen Tod (1927) an die Witwe und danach an die Tochter Gretchen Clausen. Späterer Pächter war Paul Trede. Das Grundstück ging 1959 über Elisabeth Koos an Ingeborg und Johannes Heldt. Das Landhaus verfügte über Hotelzimmer, Saal und Clubzimmer sowie über einen Ausspann. Er wurde später als Unterstellplatz für Fahrräder verwendet. Das Hotelrestaurant war viele Jahre

lang eng mit dem dahinter liegenden Sportplatz desVrn Bordeshalm (heuteTSV) verbunden. Die Familie Butenschön/Clausen verpachtete das Gelände für den 1929 erbauten Sportplatz an den Fußballverein. 1964 erwarb die Heimbau das Areal zur Bebauung mit Wohnanlagen. Der Pachtvertrag endete 1970.

34 Der 1906 eingemeindete Ortsteil Eiderstede verfügte schon vor 1900 über eine eigene Gastwirtschaft. Der Betrieb wurde 1899 von Christian Kaack aus dem Besitz des Vorgängers]. Hamann übernommen und vollständig ausgebaut. Hans undAnna Kaack führten die Gastwirtschaft weiter. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges waren hier englische Besatzungstruppen untergebracht. Danach sind die Räume von 1946 bis 1964 als Klassen der Volks- und Sonderschule genutzt worden. Gleichzeitig begann hier der Betrieb von Hans-Joachim Schneider und seiner Ehefrau Käte geborene Kaack seine Arbeit. Die Firma hat sich seitdem im Bereich Schriftenmalerei und Außen-

Gastwirtschaft Hans Kaack Bordesholrn, Fernruf 150

werbung einen weiten Kundenkreis geschaffen. Die hier laufende Eidersteder Straße führt im vorderen Teil ab Dreiecksplatz direkt am See entlang. Sie verbindet den alten Ortsteil mit seinem bäuerlichen Kern über die Halstenstraße mitAlt-Bordesholm.

35 Blick in die Wildhofstraße mit dem Café Schwarz. Es stand ungefähr gegenüber dem Pastorat. Diese Bäckerei und Konditorei mit Cafébetrieb hat genau einhundertjahre von 1863 bis 1963 bestanden. Inhaber war vorher die Familie Petersen. Dann folgte 1863 Detlev Schwarz nach der Lehre bei Joh. Schönwandt in Neumünster und nach Ablegung seiner Meisterprüfung. Im Drei-Kaiser-Jahr 1888 folgte der Sohn Konrad und 1935 dessen Sohn Wilhelm (1899 -19 7 9) mit Ehefrau Helene geborene Hansen, Das Café war mit dem Kaffeegarten ein beliebterTreffpunkt für die Bürgerlinnen und Gäste aus den Nachbarstädten. Es trug damit auch zur Belebung des Fremdenverkehrs bei.

Nach Einstellung des Betriebes wurden die Räume zunächst als Gaststätte Waldklause genutzt. Danach erfolgte 1983 der Abriß und es entstanden zwei Wohnanlagen mit je sechs Eigentumswohnungen.

Gruß aus Bordesholm i. Holst,

36 Das Kaiserliche Postamt am Lindenplatz um 1910. Es steht an der Ecke zur Wildhofstraße. Das noch heute vorhandene hohe Gebäude wurde 1889 von Baunuternehmer Hans-Hinrich Deinert errichtet. Es wird nun als Wohnhaus und für die Bordesholmer Heimatstube genutzt. Der stattliche Bau im Stil des Historismus steht inzwischen unter Denkmalschutz. Es gab schon vorher in Bordeshalm eine nebenamtliche Dienststelle der Post. Von 1863 bis 1884 befand sich ein Postamt im Haus des Malermeisters Wendel, gegenüber dem Alten Haidkrug. Späterer Eigentümer war Familie Dr. Franz von FischerBenzon. Der SohnWilliam (1858-1936) war van 1882 bis Ende 1922

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Leiter des Postamtes Bordeshalm. Am Lindenplatz befand sich die Poststelle von 1989 bis 1920. Dann erfolgte der Umzug zur Halstenstraße. Dieses Haus wurde 1962/63 grundlegend renoviert. Am 12. Ianuar 1987 wurde das Postamt in einem Neubau an der Bahnhofstraße Nr. 56 eröffnet.

37 Das frühere Kaufhaus Schwartz am Lindenplatz ist ein markanter Bau aus der Zeit um 1900. Das Gebäude ist 1993/94 grundlegend renoviert worden. Es wird jetzt als Café und Wohnhaus genutzt. Johann Heinrich Schwartz und dessen Sohn Fritz führten dort das Kaufhaus mit einem Sortiment von Textilien, Schuhen und Lebensmitteln. Zusätzlich gab es hier in den dreißiger Jahren die Schankwirtschaft Deutsches Eck mit einem Veranda-Café. Es wurde neben der Gaststätte Zum Wildhof von Bruno NetzeI betrieben. Im Zweiten Weltkrieg war dort eine Klasse der Mittelschule untergebracht. Außerdem befand sich in der Gaststätte die Verwaltung des Marinelazaretts. Ab November

1948 gab es das Lebensmittelgeschäft von Wilhelm und Herta Brumm sowie den Laden von Bartram und Lange mitTextilien und Schuhen. Das gesamte Geschäft wurde dann von 1970 bis 198 1 von Willi und Herta Lange und danach von deren Tochter Ingrid Sambill bis zum 31. Dezember 1992 geführt. Das Grundstück befand sich über hundert Jahren im Eigentum der Familie Schwartz. Über Marianne Wilke (Tochter von Fritz Schwartz), die im Vogthaus des Gutes Oppendorf wohnte, kam das Anwesen an deren Tochter Maren Tode (Neumünster) und 1993 an die Familie Meining in Meimersdorf

38 Das Alte Kreishaus an der Heintzestraße wurde 1912/13 nach Plänen von Kreisbaurat Johann Garleff errichtet. Es gehört zu den schönsten Amtsgebäuden im Raum Bordeshalm. Hier befand sich von 1913 bis 1932 die Verwaltung des Kreises Bordeshalm. Danach wurde das Haus bis Ende 1975 als Amtsgericht genutzt. Seit 1976 steht das Anwesen unter Denkmalschutz. Das Gebäude befindet sich im Eigentum von Franz und Urte Rohwer. Der Architekt hat auch die sorgfältige Instandsetzung veranlaßt. Es finden in dem Haus seit mehr als fünfzehn JahrenAufführungen der Kleinkunst, Konzerte und Ausstellungen statt. Das Alte Kreishaus verkörpert mit seiner materialgerechten Anwendung

des Backsteins sowie den Giebeln, Erkern und Sprossenfenstern ein hervorragendes Beispiel der Heimatschutzarchitektur in der Zeit ab 1910 bis in die dreißiger Jahre.

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