Bordesholm in alten Ansichten

Bordesholm in alten Ansichten

Auteur
:   Paul Steffen
Gemeente
:   Bordesholm
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6429-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bordesholm in alten Ansichten'

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39 Die untere Bahnhofstraße um 1935. Die Straße führt von der KieIer Chaussee im Bereich Eiderstede zum Bahnhofsgebiet und weiter nach Wattenbek. Der Blick fällt in Richtung Osten. Die Bebauung war damals vor allem auf der Nordseite der Straße weitgehend abgeschlossen. Fast alle Häuser stehen noch heute. Einige Baulücken wurden aufgefüllt. Auch auf der Südseite ist die Bebauung weitgehend abgeschlossen. Unsere Aufnahme zeigt links im Vordergrund die damalige Schlachterei Nötgen. Der Betrieb wurde 1938 von Schlachtermeister Otto Hansen übernommen. Die Firma hat sich seitdem zu einer großen Fleischerei entwickelt, die auch in einer größeren Region

etliche Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte beliefert. Dennoch gibt es weiterhin das eigene Einzelhandelsgeschäft mit einem großen Angebot an Wurst-und Fleischwaren. Der Betrieb wurde seit 1955 von der Ehefrau und Witwe Hildegard Hansen geführt. Inzwischen liegt die Firmenleitung in Händen der beiden Söhne Uwe und Ralf

40 Kirchhofsallee Nr. 3. Das guterhaltene und gepflegte Reetdachhaus der Familie Süphke/Wübbe wurde 1737 erbaut. Es ist damit das älteste noch bestehende Wohngebäude der Gemeinde Bordesholm.

Es befindet sich seit drei Generationen im Eigentum der jetzigen Bewohner. Die Aufnahme entstand um 1906. Sie zeigt die Südseite mit dem Walmdach, Rauchabzug, Fensterfront und dem Garten. An der pforte steht Lena Braasch geborene Süphke, aus Bosau. Insgesamt hatten Zimmermann Friedrich Süphke und Frau Christine geborene Runge elf Kinder. Sie alle haben hier ihre]ugendzeit erlebt. Es handelt sich um ein Kätnerhaus des BordesholmerTyps, das an der Nordseite

über eine Grootdör mit seitlichem Fachwerk und einem verbretterten Giebel verfügt. Zugeordnet war nebenstehend eine Scheune. Hinter dem Haus liegt der trockengelegte Oelendiek. Das Anwesen wurde früher für eine nebenberufliche kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung genutzt. Wie sehr oft, war auch hier der Kätner als Handwerker tätig. Die Familie hatte damit einen anerkannten sozialen Status erreicht.

41 Das Wohnhaus und Betriebsgebäude der Firma Gätje an der Bahnhofstraße im Jahre 1929. Im Hintergrund der Bierverlag Kock. In diesem Bereich befinden sich jetzt das Postamt sowie Supermärkte und weitere Geschäfte. 1922 gründete Zimmermeister August Gätj eaus Langwedel hier eine Baustoff- und Kohlenhandlung. Der Betrieb wurde von 1932 bis 1973 von dem Schwiegersohn Willy Güldenzoph und danach von dessen Sohnjens geleitet. Die Firma wurde 1980/81 in das Gewerbegebiet an der Straße Lüttparten verlegt und dort neu aufgebaut. Der Umzug war notwendig, weil vor allem dasWohnhaus der neuen Straßentrasse für die Unterführung der Bahn weichen mußte.

Das Unternehmen ging dann später in andere Hände über. Wie unser Bild zeigt, mußten seinerzeit die Baumaterialien, Hölzer und Kohlen mit pferd und Wagen transportiert werden. Aber ein Kraftfahrzeug hielt ebenfalls schon auf der Laderampe. An der Tür zum Kontor steht Buchhalter Albert Fock. Er wechselte später als Rechnungsführer über zur Gemeinde Bordeshalm.

42 Der Platz an der Ecke Heintzestraße/ Alte landstraße bietet auf dem Bild den ursprünglichen Zustand mit der Baumreihe und den hohen Stromleitungen. Im Hintergrund liegt der Alte Haidkrug. Links im Bild steht das Haus, in dem sich heute die Galerie Artrium befindet. Die Gesamtanlage wurde früher als Zirkusplatz bezeichnet. Inzwischen wurde die Anlage im Jahre 1996 neu gestaltet. Es gibt nur noch eine Zufahrt an der Ostseite in die Alte landstraße. Der linke Straßenzug ist am Beginn als Blumenbeet gestaltet worden. Aus dem Alten Haidkrug

Alter Huidkrug

wurde die Schleswig-Holsteinische Verwaltungsschule. Hinter dem Parkplatz der Schule folgt die Bebauung mit Eigenheimen, die sich auf der Ostseite mit neuen Baugebieten fortsetzt. Auf der Westseite schließen sich dann freie Naturräume mitWiesen und einem Waldstück an. Diese Flächen ziehen sich vom Klint bis an die Heintzestraße heran und geben damit den Blick frei aufSee und Landschaft.

43 Das Landschulheim Bordeshalm der 13 . Mädchen-Volksschule Karlstal in Kiel-Gaarden. Hier fanden klassenweise die Schülerlinnen aus der Großstadt gute Erholung und viel frische Luft. Dabei kam auch der Unterricht nicht zu kurz.

Zur Ausstattung des Heims hatten die Eltern und Lehrkräfte persönlich durch Spenden und Mithilfe beigetragen. Sie übernahmen weitgehend die Tischlerarbeiten und sorgten für Gardinen, Bett-und Tischwäsche. Das Bild zeigt die Hofseite der 1862 erbauten Lindenschule an der Kirchhofsallee. Anstelle der Veranda steht hier seit 1969 ein privates Eigenheim. Das Landschulheim bestand von 1929 bis 1939. Danach

wurde das Anwesen im Zweiten Weltkrieg als eineAbteilung des Marinelazaretts Bordeshalm genutzt. Ab 1945 fanden hier vier Klassen der Mittelschule eine Unterkunft. 1964 gingen Haus und Grundstück von der Stadt Kiel an die Druckerei Steffen. Sie zog 1964 vom Lindenplatz Nr. 14 in dieses Schulhaus an der Kirchhofsallee.

Gleichzeitig konnten die Schulklassen der Mittelschule neue Räume im Erweiterungsbau an der Holsten-/Schulstraße beziehen.

44 Bordesholmer Liedertafel- Königsfrühstück 1926 am See in Eiderstede. Hier wohnte der damalige König. Die 1868 gegründete Liedertafel verfügt nicht nur über einen qualifizierten und gut besetzten Männerchor. Sie feiert seit 1871 auch ein Vogelschießen im Wildhof Ein besonderer Höhepunkt ist das Frühstück, das vom amtierenden König gegeben wird. Hierzu finden sich zahlreiche Mitglieder und Gäste zu einer fröhlichen Runde zusammen. Seit 1953 gibt es ebenfalls eine Königin. Auf unserem Bild von 1926 sitzen vorn in der Mitte (von links) derVorsitzendeJohann Bielenberg (im Amt von 1919 bis 1945), König Richard Husen und Schützenhauptmann Fritz Schwartz. Die

Tradition des Königsfrühstücks wird bis heute in jedem Iahr fortgesetzt. Am Vortag des Festes findet ein Vogeldinggericht unter der alten Linde statt. Nach dem Frühstück am zweiten Tag beginnt das Schießen auf der Vogelwiese. Dabei wird ein hölzerner Vogel auf einer Stange stückweise heruntergeschossen. DerWettbewerb wird bis zum Königsschuß in den Abendstunden fortgesetzt. Am folgenden Tag findet abends die feierliche Inthronisierung der neuen Majestäten auf einem Festball statt.

45 Die obere Bahnhofstraße um 193 o. Sie führt auf den Bahnhof und die Schranken zu. Wir erkennnen links vorne die Bäckerei Stäker. Dahinter folgen die Bordesholmer Sparkasse und das Hotel Zum landhaus. Das letzte erkennbare Haus in dieser Reihe ist der Friseursalon Riesebeck/Sinn. Der Straßenzug ist inzwischen vollständig ausgebaut worden. In der verkehrsberuhigten Zone haben die Autos und andere Fahrzeuge keinerlei Vorrechte. Es muß hier in Schrittempo gefahren werden. Der Streckenabschnitt ist zur Bordesholmer Einkaufszone mit etlichen Geschäften geworden. Das Bäckereihaus wurde abgerissen und das Grundstück in den 1983 fertiggestellten Erweiterungsbau der

Sparkasse einbezogen. Auf der rechten Seite sind ebenfalls Neubauten hinzugekommen. Andere wurden umgebaut und modernisiert. Die am rechten Bildrand erkennbare Giebelfront gehört zur heutigen Drogerie Ilius.

46 Die alte Kate in Eiderstede um 192 o. Sie stand direkt am Seeufer und war bis zumAbriß eines der ältesten Häuser in der Gemeinde Eiderstede. Das sehr einfache Anwesen mit einem kleinen Grundstück diente früher einer Kätnerfamilie als Unterkunft. Unter dem Reetdach wurden Heu, Stroh und Vorräte aufbewahrt. Einige Haustiere gehörten ebenfalls zum Besitz. Die Kätner zählten zu den sozial schwächsten Schichten der Bevölkerung. Darunter rangierten nur noch die Insten, die normalerweise überhaupt nicht über ein eigenes Grundstück verfügten. Insgesamt lebte diese Gruppe bis weit in das 19. Jahrhundert hinein am Rande der Armut. Zum ausreichenden Broterwerb der meist kinderreichen Familien arbeiteten Kätner oft in einer Lohntätigkeit auf den Höfen und Gütern. Dabei spezialisierten sie sich gelegentlich im

handwerklichen Bereich. Dies führte manchmal schrittweise zur Selbständigkeit. Zur Feldbestellung und Ernte verdienten die Frauen ein notwendiges Zubrot, das teilweise durch ein Deputat abgegolten wurde. Die Voll- und Teilhufner standen als Hofbesitzer in der ländlichen Rangordnung ganz oben. Sie besaßen besondere Rechte in der Dorfgemeinschaft, was zu Konflikten mit den Kätnern und anderen Bürgern führte. Die Gleichstellung aller Einwohner erfolgte weitgehend erst in preußischer Zeit ab 1867.

47 Haus Lammers, Holstenstraße 10. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1905 erbaut. Das Geschäft für Haushaltswaren und Lebensmittel bestand von 1907 bis 1973. Inhaberin war zunächst Anna Lammers geborene Schlotfeldt. Ihr Ehemann war der Postbote Wilhelm. Nachfolger wurde der Sohn Adolf Lammers. Das sehr stattliche Gebäude besticht durch die weißen Putzflächen und den Verstrebungen in Backstein. Die Holzkonstruktionen in den Giebeln und die rechte Fensterfront mit den oberen ovalen Elementen sind Merkmale des Jugendstils. An der linken Seitenfront verläuft die heutige Straße Kattensal. Sie endet als Sackgasse am Stintgraben. Das Lammersche Haus

wurde nach Aufgabe des Geschäfts umgebaut. In den etwas vorgezogenen Geschäftsräumen zog die Gaststätte Klosterstuben der Familie Delfs aus Groß Buchwald ein. Der Betrieb wurde 1991 von einer jugoslawischen Familie übernommen und das Grundstück käuflich erworben. Die Gaststätte Belgrad bietet beste Spezialitäten vom Balkan und aus Holstein in einer gemütlichen Atmosphäre.

48 Diese Ansichtskarte wurde im Jahre 1897 geschrieben. Die Motive zeigenAlt-Bordesholm von ihrer idyllischen Seite. Wir erkennen den See, die Klosterkirche, die Linde und den Alten Haidkrug. Der mittlere kleine Ausschnitt wirft einen Blick auf die obere Heintzestraße mit der prächtigen Allee in Höhe des heutigen Alten Kreishauses. Das obere Bild zeigt die Klosterkirche mit dem Haus des späteren Besitzers Ewald Jantzen. Daneben steht das Haus von Dr. med. Friedrich Kaestner. Rechts im Vordergrund die alte Linden-Apotheke. Der linke obere Ausschnitt wurde von der Eidersteder Seite aufgenommen. Gut erkennbar sind die Insel im See und die Südseite der Klosterkirche. Die

Ansicht des Lindenplatzes erfolgt von Süden. Die Karte ist am 27. Mai 1897 in Bordesholm-Ort abgestempelt worden. Das Porto betrug fünf Pfennige. Empfänger war der Postbote]. Kähler in Glückstadt. Bereits am nächsten Tag erreichte die Karte entsprechend dem Eingangsstempel den Empfänger.

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