Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3

Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Borna
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5974-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3'

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9. Borna als Garnisonsstadt hatte insgesamt drei Militärvereine. Einer davon war der 'Königlich-Sächsische Militärverein Borna', dessen 50jähriges Bestehen auf der abgebildeten Ereigniskarte gewürdigt wird. Der Verein wurde am 15. April1853 gegründet. Wir sehen den sächsischen König und das Staatswappen sowie die Vereinsfahne, umgeben von bekarmten Bornaer Denkmälern. Der Vorstand des Vereins war um 1900 der Sparkassierer Karl Louis Becker, sein Stellvertreter war der Messerschmiedemeister Kar! Wilhelm Landgraf. Der Verein hatte eine Begräbniskasse, der auch die Frauen als Mitglieder beitreten konnten. Das Begräbnisgeld betrug je nach Dauer der Mitgliedschaft 10 bis 20 Mark für männliche und 12 bis 40 Mark für weibliche Mitglieder.

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10. Wir blieken in den Kasernenhof des Königlich-Sächsischen Karabinier-Regiments in Borna. Auf der Rückseite dieser Karte teilte der Schreiber seinem Freund die Parole '24 Stunden' mit. Ob er damit seine Entlassung aus dem Militärdienst oder den Drill auf dem Kasernenhof ankündigte, ist nicht mehr nachvollziehbar. Anhand der langen Schatten, die wir auf dem Foto sehen, erkennt man. daß hier 'Frühsport' betrieben wird. Dieser mußte, entsprechend den Dienstvorschriften im Drillichanzug und mit 'Käppi' (Feldmütze) absolviert werden.

11. Wir sehen hier das Königlich-Sächsische Karabinier-Regiment bei seiner Rückkehr von einer Besichtigung. Diese Besichtigungen wurden oftmals durch den Chef selbst, Generalleutnant Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, durchgeführt. Wie auf der Karte von 1914 zu erkennen ist, erreicht gerade die Spitze des Musikzuges. der aus der Reichstraße in Borna kommt, den Marktplatz. Kinder begleiteten oft den Zug voller Aufregung vom Exerzierplatz bis in die Unterkunft der Reiter. Links im Bild sehen wir das Kolonialwarengeschäft von Viktor Becker, Marktplatz 13. In mehreren Schaufenstern bot er Landesprodukte, Sämereien, Tabak und Zigarren sowie Spirituosen und Weine an. Als Spezialität gab es bei ihm Braunschweiger Gemüsekonserven des Hoflieferanten Grahe.

Einladung

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zum Königsschießen

der privil, Schützengilde zu Borna

in der Zeit

vom 1. Juni bis mit 8. Juni .1913

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1)as Direktorium

Walter Schröter EmiÏ Barthel

Kommandant Vorsitzender

12. Bornas reiches Vereinsleben wird auf der hier abgebildeten Einladung zum alljährlichen Königsschießen belegt. Die Schutzengilde bestand aus dem Stab und zwei Kompanien Schützen. Auf der Einladung erfahren wir umseitig das Festprogramm:

Nach dem Zapfenstreich am 31. Mai 1913 erfolgte bereits 5.30 Uhr der Weckruf mit Kanonenschüssen. Bis zum 'Königsschuß' am 8. Juni 16.00 Uhr hatten die Schützen vollauf zu tun. So erfolgten Treffen mit den Vereinen Thalia, Edelweiß, Vaterländischer Arbeiterverein, Fecht- und den Turnvereinen 1848 und 'Vater Jahn', Es wurden Kinderbelustigungen, Schützenball und Feuerwerk geboten. Das Programmangebot endet mit dem Satz: 'Für Unterbringung der Fahrräder ist gesorgt.'

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13. Auf der historischen Ansichtskarte aus den zwanziger Jahren sehen wir den Anbau an das Königliche Lehrerserninar, der von 1911 bis 1913 entstand und als Seminarübungsschule genutzt wurde. Diesem Bau mußte die alte Turnhalle weichen, die an der Süd-Ost-Seite des Schulhofes wieder errichtet wurde und noch heute genutzt wird. Der Anbau erhielt später den Namen des Schweizer Pädagogen Pestalozzi, wurde während des Zweiten Weltkrieges teilweise als Lazarett benötigt. Heute ist darin das Pestalozzi-Gymnasium untergebracht. (Graph. Verl.-Anst. GmbH., Breslau.)

14. Dieses Foto wurde Ende der dreißiger Jahre von Max Pertermann aus der Altstadt Borna 'geschossen'. Es zeigt die vorweihnachtlichen Auslagen im Schaufenster des Kolonialwarenladens von Oskar Seifert in der Reitzenhainer Straße 33 (heute Lcipziger Straße/B 95). Zu sehen sind kulinarische Geschenke für jedes Alter: Backwaren. Süßigkeiten, verschiedene Spirituosen, Zigarren und vieles anderes mehr - alles, was der Weihnachtsmann in Sachsen so brachte und auch heute noch bringt.

15. Diese historisch äußerst wertvolle fotografische Aufnahme entstand vor 1886. In dem Bürgerhaus am Königsplatz in Borna, das wir im Blickpunkt sehen.Iebre in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts Dr. med. Friedrich Ernst Reinhold Biermann. Er war Marine-Stabsarzt d. Res. und praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer, Seminar-, Bezirkssiechenhaus- und Kassenarzt der Gemeinsamen Ortskrankenkasse Borna und letztlich Direktor des Bezirkssiechenhauses. Die Scheune rechts im Bild gehörte zum Grundstück. Sie wurde abgerissen und an ihrer Stelle entstand 1886 der Schulneubau für die Realschule, aus der das Realgymnasium hervorging. Links neben dem Arzthaus kann man die Gaststätte und Fleischerei Vollrath erkennen. Heute ist an dicser Stelle ein höheres Gebäude. (Foto, Besitz von K.H. Thomas.)

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16. Das ist der Königsplatz mit der Königseiche um 1910 in Borna. Direkt hinter der Eiche blieken wir auf die Restauration von Gottlob Krasel- 'Zur Königseiche'. Rechts daneben befanden sich das Polstermöbelmagazin und die Werkstatt von Sattlermeister Ernst Bruno Kertzscher. Heute bietet hier Raumausstatter Horst Reich seine Dienstleistung an. In dem markanten Bürgerhaus rechts befand sich zu jener Zeit die Bäckerei Lang. Das Geschäft wurde Anfang der dreißiger Jahre von Bäckermeister Thomas übernommen und wird heute durch seinen Sohn Karl-Heinz Thomas erfolgreich weitergeführt. Hinter der Eiche ist die Einmündung zur Hausgasse zu erkennen, die noch heute diesen Namen trägt. (Deteco- Verlag, Leipzig, Nr. 12.)

Rötbaerstr. mil Schule

17. Witznitz, ehemals 3 km nördlich der Stadt Borna gelegen, wurde 1943 der Braunkohle 'geopfert'. Heute erstreckt sich an dieser Stelle der Witznitzer See, ein Tagebaurestloch. In Borna erinnern heute noch das stillgelegte Witznitzer Braunkohlenwerk und die Witznitzer Straße an die einstige Gemeinde. Um 1910 lebten hier dreihundert Einwohner. Die Dorfgemeinschaft führte ein reges Vereinsleben. so im Gesangsverein, im Verein 'Einigkeit' und im Radfahrerverein, der den sinnigen Namen 'Kehrewieder' trug. Auf der Ansichtskarte sehen wir rechts die Durchgangsstraße nach Rötha, mit stattlichen Häusern. In der Schule links im Bild unterrichtete Kantor Paul Stelzner. In der Dorfkirche, die wir auf dem linken Foto sehen, predigte Pfarrer August Häselbarth. (Graph. Kunstverlag Merkur, Leipzig.)

18. Diese Karte von Lobstädt wurde 1915 verschickt. Wir sehen oben links den Neumarkt. Er erhielt sein Gesicht bis in die heutige Zeit. Im Hintergrund ist die Kirche des Ortes zu erkennen, die 1620 erbaut und 1839 entsprechend der damaligen Zeit umgestaltet wurde. Um 1910 predigte hier Pfarrer Otto Hempel. Rechts sehen wir die Bahnhofstraße, die zum Stationsgebäude führte, das heute noch an der Strecke NeukieritzschBorna steht. Unten links ist ein Foto des Rathauses (heute Gemeindeamt), das 1914 errichtet wurde. In ihm gab es eine Arrestzelle sowie Räume für Obdachlose und Wanderburschen. Dann sehen wir eine Ansicht des Gasthofes 'Stadt Altenburg (heute 'Kastanienhof"). Neben dem Gasthof ist die Lobstädter Schule zu sehen, die von Ernst Schädel gestiftet wurde.

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