Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3

Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Borna
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5974-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Borna (Borna und Umgebung) in alten Ansichten Band 3'

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39. Das ist Böhlen vor der Jahrhundertwende. Die heutige Stadt zeigt damals noch dörflichen Charakter. Jahrhundertelang zählte man nur zwei Dutzend Bauernstellen auf dem Rittergut. Einen entscheidenden Impuls verdankt die Entwicklung Böhlens dem Bau der Eisenbahnstrecke Leipzig-Hof. Auf den Lithographien sehen wir eine Gesamtansicht des Ortes, links den Dorfgasthof und rechts das Bahnrestaurant. Vom ländlichen Charakter war spätestens mit dem Abriß des Schlosses 1979 nichts mehr zu spüren. 1964 erhielt Böhlen das Stadtrecht. (VerI.v. H. Schirmer, Nachf. R. Springer, Kaffee-Großhandlg. und Rösterei, Leipzig, Grimmaische Straße 32.)

40. Bereits 1918 kaufte der Sächsische Staat die braunkohleträchtigen Flächen um Böhlen bis hin zum Dorf Zeschwitz. Der Abbau der Kohlefelder erfolgte ab 1924 durch die Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW). Eine Milliarde Dollaranleihe Mitte der zwanziger Jahre erlaubte den rasanten Ausbau der Betriebsanlagen. Das Werk, das wir auf dem Luftbild sehen, gehörte in der damaligen Zeit zu den größten deutschen Wärmekraftwerken. Rechts sind drei hölzerne Kühltürme. In der Mitte des Fotos befinden sich die Gebäude für die Dampfturbinen und Generatoren. Links erkennt man die Anschlußgleise und Kohleverladung. Schwere Luftangriffe anglo-amcrikanischer Verbände brachten irn März 1945 die Produktion zum Erliegen. (Brockhaus Luftbild 614.)

41. Wir sehen hier den Dammbruch der Aschespülkippe der Sächsischen Werke AG Böhlen, der sich am 24. Juni 1927 ereignete. Die Ausmaße der Katastrophe sind auf dem abgebildeten Foto nur schwer nachvollziehbar, weil das naheliegende Lippendorf teilweise zerstört wurde und deshalb ein Teil der Bevölkerung nach Böhlen evakuiert werden mußte. Die vorhandene Technik konnte nur bedingt eingesetzt werden, da die Geräte in dem durchnäßten und unterspülten Boden versanken. So mußten die Bergarbeiter durch Muskelkraft, in zäher aufreibender Arbeit die Gleise neu befestigen. Der Tagebau konnte zum Teil nur mit Brechstangen und Kettenzügen beräumt werden.

42. Wir blieken auf Ansichten des Ortes Zeschwitz, der sich an nördlicher Grenze des ehemaligen Kreises Borna befand und bereits 1953 durch die Großgeräte des Tagebaus von der Landkarte getilgt wurde. Das Dorf lag etwa 2 km nordwestlich des Bahnhofs Böhlen und 2,5 km südöstlich von Zwenkau. Bis zur Hardt waren es nur wenige Minuten Fußweg. 1925 schworen dreitausend Teilnehmer einer Demonstration in Zeschwitz heilig auf den Schutz des Hardtwaldes, der in den fünfziger Jahren überbaggert wurde. Der Gasthof des Dorfes, der auf dieser Karte gezeigt wird, war ein beliebtes Ausfiugsziel der Leipzigcr. Böhlener und Röthaer Bevölkerung. (Kunstverlag Carl Drechsler. Leipzig-Stö.)

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43. Auf der Lithographie sehen wir Details der Stadt Rötha um 1900. Links oben ist der bekannte Gasthof 'Drei Rosen', der unter anderem Fremdenzimmer bot und dessen Besitzer damals 0. Arnold war. Links unten ist die St.-Georgen-Kirche, die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand. Am 8. November 1721 erklang hier erstmals die von Gottfried Silbermann und dessen Altgesellen gebaute Orgel, die der Reichsfreiherr von Friesen gestiftet hatte. Das Schloß des Freiherrn sehen wir oben in der Bildmitte. Der Laubengang. der rechts daneben abgebildet ist, befand sich im Heinrichsgarten und existiert nicht mehr. Die Wettinlinde. die wir rechts neben der Kirche sehen, wurde 1888 zu Ehren des sächsischen Königs gepflanzt.

44. Wir sehen hier eine seltene Straßenansicht in Rötha in den zwanziger Jahren. Es ist das Rosental mit Bliek in Richtung Theka, ein Ort. der bereits 1839 eingemeindet wurde. Links ist das Haus der Bergarbeiterfamilie Freier, die es von Familie Kansier übernahm. Hinter der Gaslaterne. die inzwischen elektrifiziert wurde, befand sich das Bauerngut Lanzendorf, das heute nicht mehr existiert. Auf der Straße befindet sich ein Landmann mit einer Mistkarre. Rechts im Bild ist das Grundstück der Familie Brause. Heute steht hier das Einfamilienhaus von Horst Brauße. Im Anschluß daran befand sich damals das erste Rundfunkgeschäft der Stadt.

45. Wir sehen hier auf einer Luftbildaufnahrne von 1930 das Dorf Geschwitz. Es wurde 1924 zu Rötha eingerneindct. Schule und Kirche sowie Amtsgericht und Gendarmeriestation wurden von den Geschwitzern in Rötha genutzt. Festlichkeiten wie Erntedankfest, Kirmes oder Hochzeiten wurden im Gasthof Liebe und dessen Tanzsaal gefeiert. Über die Region hinaus waren Rosenthals Baumschulen bekannt. Hier erfolgte auch die Züchtung von Beeren und Obstbäumen. Eine bekannte Sorte war 'Rosenthals Schwarze' (Johannisbeere). Die Ortschaft wurde 1953 durch den Tagebau von der Landkarte getilgt. Eine Straße in Rötha erinnert an den Namen des Dorfes.

46. Kurz vor Großdeuben, dort wo heute die B 2 von der B 95 abzweigt, lag einst das Dorf Stöhna, von dem Details auf der abgebildeten Karte zu sehen sind. Nur noch einzelne Burger der umliegenden Orte wie Rötha, Gaschwitz oder Großdeuben erinnern sich vielleicht an den Gasthof mit Saal auf dem linken Foto oben. Auf dem unteren Bild ist zu erkennen, daß Stöhna vorwiegend aus bäuerlichen Wirtschaften bestand. Nach dem Bau der Sächsischen Werke Böhlen nahm auch die ökonomische Bedeutung der Gegend zu. Besonders jüngere Leute zog es in die Fabrik. Auf dem mittleren Foto rechts sehen wir eine Mühle, die durch das Wasser der Pleiße angetrieben wurde. Sie befand sich am östlichen Ortsausgang. einem Feldweg, der nach Rüben führte. Beide Orte wurden im Rahmen des fortschreitenden Braunkohleabbaus 1957 devastiert.

47. Wir sehen hier das Rittergut Rüben im Jahr 1903. Sowohl der Ort als auch das Herrenhaus befanden sich einst auf dem heutigen Tagebaugelände rechts der B 95, nachdem man, aus Richtung Borna kommend, die Stadt Rötha passiert hat. Wir erblicken einen Bau, der uns eine gelungene Verbindung zwischen architektonischem Können und Zweckmäßigkeit vermittelt. Die kunstvoll beschnittenen Bäume vor dem Haus betonen die schlichte Fassade. Links auf dem historischen Foto können wir Leiter- und Kastenwagen erkennen. Rechts sehen wir einen Göpel, der dem Antrieb der Dreschmaschine und Kleiemühle diente. Das Dorf Rüben und das Rittergut mußten 1957 der Braunkohle weichen.

48. Als diese Ansichtskarte 1905 aus Espenhain in das Städtchen Wurzen verschickt wurde, war der ländliche Charakter des Dorfes kaum angegriffen, 'Café Lorenz' war noch ein typischer Dorfgasthof, der öfters wechselnde Wirtsleute hatte. So war er auch als Café Dom, Café Apitz oder Gasthof Hantschel bekannt. Zuletzt genannter Wirt übernahm später den Gasthof in Thierbach. Heute ist die Gaststätte als 'Aspe' wohl allen im Umkreis beheimateten Bürgern geläufig. Die Kirche auf dem rechten Foto wurde 1709 erbaut und ist bis heute mit Resten des ehemaligen Gutshofes von Altespenhain erhalten geblieben, das den Charakter eines Angerdorfes hatte. Unten links sehen wir die damalige Grube Margarethe, die im Tiefbau Kohle förderte. Bereits in demzwanziger Jahren wurde die Produktion eingestellt.

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