Borna in alten Ansichten Band 2

Borna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Borna
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5657-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Borna in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Restaurant Sachsenburg, Bo r n

Bez. Letoz ig c

Nähe de. Bahnhof. ;.:- Veranda Schattiger Garten :. aeuecter Ausflugso

49. Wir sehen das Restaurant Sachsenburg, das am Westrand der Stadt am 1. Januar 1905 seine Pforten öffnete. Damit war an der Luckaer Straße ein weiteres Ausflugsziel für die Bornaer Bürger entstanden. Seine Lage in der Nähe des Bahnhofes war äußerst günstig. Nach der Jahrhundertwende war der Besitzer Friedrich August Buschmann. Er versprach seinen Gästen einen angenehmen Aufenthalt im schattigen Garten mit Veranda bei Speisen und Getränken. Durch den Bau der neuen Altenburger Straße verbesserte sich die Geschäftslage der Gaststätte weiter. (Oswald Schäbitz, Leipzig-Co, Photographische Anstalt u. Handlung.)

Borna, Bez. Leipzig.

50. Auf dieser Ansichtskarte von 1913 sehen wir das Bezirks-Siechenhaus in der Luckaer Straße. Bereits im Jahr 1880 vom Bezirksverband der Amtshauptmannschaft gegründet, diente es der Unterbringung und Beschäftigung arbeitsscheuer und sonst der Ortsarmenversorgung zur Last fallender Personen. Am 1. Mai 1907 wurde dem Bezirks-Siechenhaus eine Abteilung für Geisteskranke angegliedert. Anstaltsdirektor war damals Dr. med. Reinhold Biedermann. Als Hausinspektor fungierte R. Perlbach, der durch die Pfleger und Aufseher H.M. Dämmig, E.R. Märker, K.L. Hentschke und F.E. Dathe unterstützt wurde. Außerdem war eine Schwester der Diakonissenanstalt Leipzig tätig. Die Versorgten arbeiteten auf den sich an die Anstalt anschließenden Feldern. In späteren Jahren wurde das Gebäude gesprengt.

51. Wir sehen drei Bornaer Braunkohlenwerke um 1910. Sie gehörten damals zur Gewerkschaft Braunkohlenwerke Borna. Zur damaligen Zeit wurden sie auf den modernsten technischen Stand gebracht. So fanden wir zum Beispiel im Wilhelmsschacht bereits eine elektrische Zentrale, in der drei Dampfmaschinen 552 KW Gleichstrom erzeugten. Von drei Wasserhaltungsmaschinen wurden unter Tage zwei mit Dampf und eine elektrisch angetrieben. Unterirdisch befand sich eine Seilbahn zur Beförderung. Am 29. Oktober 1916 erfolgte die Umwandlung der Gewerkschaft in die 'Braunkohlenwerke Borna Aktiengesellschaft'. (Verlag: Otto Veit, Borna.)

52. Wir blieken auf das Witznitzer Kohlenwerk, welches 1910 durch die deutsch-österreichische Berkwerksgesellschaft Teplitz-Schönau gebaut wurde. Es gehörte in der damaligen Zeit zu den modernsten Industriebauten. Da die Tagebau mit den Großgeräten immer mehr die Tiefbautechnik ablösten und durch die Brikettierung die Naßpreßsteine wegfielen, war die Standortlage am Rande des Tagebaus äußerst ökonomisch. Auf dem Foto erkennen wir deutlich die Nähe der Grube. Mit fast unveränderter Technik und Technologie wurden bis vor zwei Jahren Briketts gepreßt. Die hohe Umweltbelastung durch das Werk am nördlichen Stadtrand führte unter anderem zur Einstellung der Produktion. (Trinks & Co., GmbH, Leipzig.)

Gasthof, Inh. HUGO LIEBE

0ITz~mz b, Borna

Bez. Lpzg. n: 1" ~ ~.

"7-'

53. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Bornaer war der Gasthof von Hugo Liebe im nahegelegenen Ort Witznitz, der 1940 eingemeindet wurde. Auf der Karte, die 1907 verschickt worden war, sehen wir die Lokalität, die bereits 1943 gemeinsam mit dem Dorf - als erster Ort des Kreises Borna - dem Braunkohlenabbau weichen mußte. An seiner Stelle befindet sich heute der Witznitzer Stausee. (Verlag:

Emil Schück, Lithograph. Anstalt, Leipzig.)

54. Wir sehen auf der Postkarte, die am 1. April 1918 verschickt wurde, die Kriegsbaracken des Reservelazaretts Borna. Im Laufe des Ersten Weltkrieges zeigte sich, daß das Lazarett des Karabinier-Regiments in der Bahnhofstraße nicht mehr die nötige Kapazität hatte, um all das Leid zu mildern und zu heilen, was der Krieg hervorbrachte. (Verlag: Otto Veit, Borna.)

55. Während die Bomaer 'zivilen' Schützen für ihr sportliches Schießen die Anlage auf dem Schützenberg benutzten, befand sich der Militärschießstand im Großen Fürstenholz. Auf zwei Schießständen, die in nordöstlicher Richtung verliefen, führte das Bornaer KarabinierRegiment seine Übungen durch. Es wurden neben dem Einzel- und Gruppenschießen auch Übungen im Rahmen der Schwadron durchgeführt. Alle Anschlagsarten konnten auf dem Stand, den wir im unteren Teil der historischen Karte sehen, trainiert werden. Für schlechtes Wetter war ein Wetterschutz errichtet, wie man ebenfalls auf dem Foto erkennen kann.

Schiessstand des Karao-Reg, Borna b:!;eipzig r:;:?

2!d~~~~~ /.Z-~_~~~~

56. Stolz präsentiert sich hier der letzte Kesselpauker des Königlichen Karabinier-Regiments, Trompeter-Sergeant Hermann Bruno Schlegel, auf seinem Pferd 'Ernst'. Der Kesselpauker ritt an der Spitze des Musikkorps und gab den entsprechenden Takt an. Die besondere Kunst bestand darin, daß die Zügel an den Steigbügeln befestigt waren, damit der Kesselpauker seine Hände für das Instrument frei hatte. Nicht nur bei militärischen Anlässen trat der Kesselpauker in Erscheinung, sondern auch bei Volksfesten in Borna und Umgebung gab er durch seinen Auftritt die entsprechende Würze. (Buchhandlung G. Schnabel, Borna-Leipzig.)

57. Hier ist eine von unzähligen Karten, die den Ruhm Bornas als Stadt der Zwiebelzucht und -kultur in alle Welt verkündeten. Lustige Verse wurden auf die unersetzliche Zwiebel gemacht, wobei sich die 'Dichter' gegenseitig zu übertrumpfen versuchten. Hier eine 'Kostprobe' dessen: Nach reichlich Zwiebel-Genußl Macht dir die Liebe viel Verdruß.I Denn kommst du in Ekstase.I Entweichen oft die Gase. (Trinks & Co., GmbH, Leipzig.)

58. Wir sehen die Bornaer Bürgerin Pauline Aurich, geborene Räßler, im ehrwürdigen Alter von neunzig Jahren. Sie stand Modell für die Plastik der Bornsehen Zwiebelfrau am 1936/37 erbauten Zwiebel-Haus in der Bahnhofstraße Ecke Angerstraße in Borna. Die aus rötlichem Kunststein gefertigte Figur zeugt von der fleißigen Arbeit der Bornaer Bürger. Sie selbst arbeitete jahrelang als Kinderfrau bei Familie Oswald Schade in der Lausigker (Lausicker) Straße und half, wie auf dem Foto zu sehen ist, den Feldgärtnern der Altstadt beim Zwiebelschneiden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek