Borna zu Großvaters Zeiten

Borna zu Großvaters Zeiten

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Borna
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6559-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Borna zu Großvaters Zeiten'

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Einleitung

Während der Entstehungsphase des vorliegenden vierten Bandes 'ßorna in alten Ansichten' gibt es Meinungsäußerungen sächsischer Politiker, den Kreissitz des Landkreises Leipziger Land aus der Leipziger Innenstadt wieder zurück in die ehemalige Kreisstadt Borna zu verlegen. Dadurch würde sie eventuell ihren früheren Status zurückerlangen.

Auch in diesem Buch verfolgen die Autoren das Ziel des Verlages, 'cin fotografisches Bild aus den [ahren, in denen Gas, Elektrizität und fließenden Wasser noch eine Besonderheit waren, das Straßenbild noch bestimmt wurde durch Spaziergänger, Karren, Fahrräder und dann und wann durch einAutomobil ... Außer Abbildungen von Häusern, Straßen, Kirchen, Läden, Mühlen, Bauernhöfen sowie Stadt- und Dorfansichten sind ... auch Schulklassen, Vereine, bekannte Persönlichkeiten usw. abgebildet.' Das geschieht in einer Zeitspanne um die Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg.

Wenn die Europäische Bibliothek bisher etwa 1 600 Titel von Städten und Gemeinden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz herausgegeben hat, so sind die Autoren der Meinung, daß das im südlichen Revier der Messestadt Leipzig gelegene Borna ein Recht und die Pflicht hat, ihre Historie ebenfalls vorzustellen.

Die behandelte Zeit zählt zur jüngeren Geschichte unserer Städte und Gemeinden und soll für nachfolgende Generationen bewahrt

werden. Denn das heutige Geschehen kann morgen schon verblaßte Historie sein. Eventuell erkennt manch Leser sich selbst als Kind oder, was wohl wahrscheinlicher ist, seine Eltern bzw. Großeltern in ihrem Umfeld.

Zahlreiche Bilddokumente und Hinweise, besonders die älterer Bürger, machten den Autoren Mut, ein weiteres Buch zu genannterThematik entstehen zu lassen und zielgerichtet nach Vergangenem zu forschen. Sammler- und Trödlermärkte waren eine ideale Fundgrube für historische Postkarten sowie Literatur über 'Zwibbclborne' in Sachsen. Die besten Anregungen und wertvolles Bildmaterial stellten jedoch heimatverbundene Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Ihnen gilt an dieser Stelle der besondere Dank.

Mundartliche Ausdrücke, wie sie sich über einen längeren Zeitraum herausgebildet haben, sind im Text durch An - und Ausführungsstriche gekennzeichnet. Die Bildfolge ist lose gewählt, wobei eine Zuordnung zu einzelnen Stadtgebieten angestrebt wurde. Namen zu Personen sind in der Regel von links nach rechts und oben nach unten benannt. Unbekannte Namen werden mit NN bezeichnet. Der Platz unter der Bildbeschreibung gibt, soweit bekannt, Auskunft über Herkunft bzw. Besitzer des historischen Dokuments.

1 Mit dieser Art von Postkarten konnte man sich früher seinen eigenen Atlas für beliebige Landesteile zusammenstellen. Im Maßstab von

1 :200000 wurden sie vom Wona- Verlag, Königswartha, herausgegeben und von Liebhabern gesammelt. Die numerierten Ränder dienten zur Orientierung zu den angrenzenden Gebieten. Auf der Rückseite dieser Karte erfahren wir, daß mehrere solcher Exemplare durch gummierte Leinwand- oder Papierstreifen zu einer zusammenfaltbaren Landkarte vereinigt werden konnten. Auf der hier gezeigten Ansicht 76717 69 erkennen wir den einstmaligen südwestlichen Raum um Borna. Ehemalige Bergwerke sind ebenso eingezeichnet wie die Haltepunkte der Eisenbahnverbindung nach Kohren-Sahlis. Östlich von Borna sind das Gut Bockwitz,

die Abtei und das Fürstenholz zu erkennen.

(Wona- Verlag, Kartogr. Anstalt, Königswartha.)

2 Wir sehen hier eine Mikroskop- Karte von Borna. Sie wurde 1904 in ähnlicher Form durch die Magdeburger Firma Carl H. Odemar für viele Ortschaften gestaltet.

Die großen Buchstaben enthalten charakteristische Ansichten, die nur durch Betrachten mit einer Lupe zu erkennen waren. Die hier verwendeten Bilder wurden im einzelnen bereits in Großaufnahmen in den vorliegenden Bänden 'Borna in alten Ansichten' beschrieben. Die Aufnahmen und die Drucktechnik der winzigen Fotos waren damals eine fototechnische Meisterleistung.

3 Es bedeutete eine hohe Ehrung für einen Bewohner der Stadt Borna, das Bürgerrecht durch einen sogenannten Bürgerschein bestätigt zu bekommen. Solch ein Schein ist hier zu sehen. Er gehörte dem Reserve-Lokomotivführer August Friedrich Louis Richard Küssing und billigte ihm somit das aktive und passive Wahlrecht zur Stadtverordnetenversammlung zu. Unterzeichnet wurde er am 14. November 1913 durch Bürgermeister Löscher.

Derartige Bürgerscheine gab es seit dem Mittelalter unter dem Rechtssatz: 'Stadtluft macht frei.' Dies wurde in den darauffolgenden [ahrhunderten mehrfach revidiert. Der hier abgebildete Schein entspricht im Original etwa dem heutigen A 4-Format.

4 Der Eingang zum Rathaus präsentiert sich auf dieser Aufnahme in der ganzen Pracht seines säulengeschmückten Portals. Nach dem großen Stadtbrand von 1668 mußte auch das Rathaus erneuert werden. So entstand das für die Renaissance typische Rundbogenportal mit den zwei 1 676 vorgesetzten Porphyrsäulen. Im Vordergrund kann man die Pflasterung aus demjahre 1858 erkennen. Diese Art pflaster finden wir heute noch an einigen anderen Stellen, so zum Beispiel am Königsplatz oder im Hof der Dinterschule. Auf unserer Karte erkennen wir, daß das Rathaus die Nr. 1 trägt. Unmittelbar unter dem Schriftzug 'Rathskellcr' sieht man noch das Schild der alten einheitlichen Hausnumerierung. Damals trug das Rathaus, auch Stadthaus genannt, die Nr. 911/2.

(Rich. Hauenstein, Altenburg, S.-A.)

5 Auf dieser historischen Ansichtskarte wurde der Besuch Sr. Maj. des Königs Friedrich August von Sachsen festgehalten. Dieser Höhepunkt für viele unserer Großeltern fand am lü.April19ü7 statt.Eigens dafür zeigt sich das Rathaus im festlichen Girlandenschmuck. Unter dem Baldachin salutiert Seiner Majestät dem vorbeidefilierenden Schützenkorps. Ihm zur Seite, neben seinen Adjutanten, stehen mit schwarzen Zylindern und Gehröcken die Honoratioren der Stadt. Wie man auf der Rückseite der Karte erfihrt. reiste ein Vertreter der Photographischen Anstalt Emil Schick aus Leipzig-Stötteritz an, um das Foto aufzunehmen.

6 Diese im Jugendstil gestaltete Ansichtskarte wurde arn 20. April 1909 postalisch verschickt. Wir verdanken sie dem Bornaer Buchbindermeister Friedrich Bernhard Heinicke. Neben dem Verkauf von Schreib- und Zeichenutensilien betrieb er einen Selbstverlag. Auch als Stadtverordneter war B. Heinicke an der Entwicklung Bornas beteiligt. Der auf der Karte zu sehende Rathausturm ist von Jugendstilornarnenten umgeben, die sinnigerweise aus Zwiebelpflanzen hervorgehen. Eine Frau hält in ihrem linken Arm das Stadtwappen. Mit der rechten Hand weist sie einladend auf den Stadtnamen 'ßorna' hin.

7 Wir werfen hier vom Markt aus einen Blick in die historische Wassergasse. Vorn rechts im Gebäude 'Zurn blauen Hecht' befand sich im Erdgeschoß das Schuhgeschäft von Paul Tittel. Im verblichenen Glanz des Gebäudes kann man die Schrift noch entziffern. Um die [ahrhundertwende gehörte dieses Geschäft dem Tuchschuhfabrikanten Wilhelm Pinkert. Links daneben sehen wir die ursprüngliche historische Gaststätte 'Zum blauen Hecht', deren Inhaber, wie zu erkennen, Max Schilling war. Er übernahm diese von Friedrich Hermann Schilling, der den Titel 'Herzogl. Sächs. Altenb. Hoftraileuer' trug. Das Gebäude stand unter Denkmalschutz. Leider klafft an dessen Stelle nach dessen

Abriß seit [ahren eine unansehnliche Baulücke, die den historischen Stadtkern nicht gerade attraktiv macht.

(Rich. Hauenstein, Altenburg, S.-A.)

BORNA Bez. Leipzig

8 Hier werfen wir einen Blick in den Gastraum des ehemaligen Hotels 'Zurn blauen Hecht' zu Beginn der dreißiger [ahre. Typisch für dieseArt Einrichtung in damaliger Zeit war die Trennung einzelnerTische bzw. Tischgruppen durch hölzerne Wände, die gleichzeitig zur Ablage von Hut und Garderobe dienten. Modern wirkten die großen weißen elektrischen Kugellampen. Der Spiegel im Hintergrund vergrößerte den Raum optisch, eine Tradition, die bis ins [ahr 1668 zurückreicht. Die Wände zierten Abbildungen der vier einstigen Stadttore Bornas. Das ehemalige vornehmste Verkehrslokal am Platz diente mit Vereinszim-

mer und Autogaragen unter Besitz von Walter Schilling als Reisehotel.

(Graph. KunstverlagW MOHR, Leipzig)

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