Bornhöved in alten Ansichten

Bornhöved in alten Ansichten

Auteur
:   Harald Timmermann
Gemeente
:   Bornhöved
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4515-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bornhöved in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Es ist dem Verlag Europäische Bibliothek hoch anzurechnen, daß er so vielen Ortschaften die Anregung gegeben hat, ihre Ansichten aus Großvaters Zeit zu sammeln. Gerade Bornhöved als bedeutender zentraler Ort um die Jahrhundertwende hat eine solche Menge an Bildmaterial zu bieten, daß etwa nur die Hälfte verwertet werden konnte, da dieses Buch auf 38 Bilder bemessen ist,

Während es seit 1953 für Bornhöved eine Ortschronik gibt, fehlte es bisher an gedruckten Bildern aus den Anfängen der Fotografie. Hiermit soll eine sinnvolle Ergänzung zur Chronik vorgelegt werden. Wertvolles Bildmaterial, das ungehoben in den Schatzkammern privater Sammlungen lagert, sollte vor Zerstörung und Zerstreuung bewahrt werden - für die ältere Generation als Erinnerung an die 'gute alte Zeit', für die Jüngeren als Vermächtnis und zum Kennenlernen. Die Bilder sollen Freude schenken, Gespräche über frühere Zeiten anregen, das Gemeinschaftsund Familienleben stärken und die Heimatgeschichte pflegen.

Gerade jetzt, da Ortskernsanierung und Städtebauförderung zu Reizwörtern der Kommunalpolitik wurden und viele baufällige Häuser weichen mußten, ist eine Besinnung auf das geschlossenere alte Ortsbild angebracht, in der Hoffnung, daß einzelne Bauelemente wiederbelebt oder sinnvoll weitergeführt werden. Das Dorfleben, wie es auf den Bildern vor 1930 wiedergegeben ist, kennen nur noch wenige ältere Bürger aus eigenem Erleben. Reizvoll erscheint ein Vergleich der alten Ansichten mit dem heutigen Erscheinungsbild von Straßen und Plätzen.

Als vor über dreißig Jahren Bornhöved meine Wahlheimat wurde, habe ich Bilder und Berichte aus der Heimatgeschichte gesammelt und größtenteils als Reproduktionen aufgehoben. An dieser Stelle danke ich meiner Frau Erika und meinem Schwager Helmut Stenner für die liebevolle Unterstützung sowie den vielen Bornhövedern, die bereitwillig Ansichten zur Verfügung stellten. Stellvertretend seien genannt Frau Grete Tietgen( t) und ihre Enkelin Irmgard, Fritz Sammann, Hans Marquart und die Familien Hauschildt und Rauert-Kallenberg.

Dieser Sammlung liegt folgende Ordnung zugrunde: 1. Straßen und Plätze; H. Kirche und Gasthöfe; HL Geschäfte und öffentliche Gebäude; IV. Privathäuser; V. Vereine und Schule; VI. historische Ereignisse.

Ein kurzer geschichtlicher Exkurs soll die Reichhaltigkeit an Erinnerungsstätten in Bornhöved erklären. Als höhergelegenes Siedlungsgebiet zwischen Niederungen, Flußläufen und Seen hat das Sventanafeld zu allen Zeiten als Kreuzungspunkt wichtiger Verbindungswege gedient. Aus dem Mesolithikum und Neolithikum gibt es eine Menge von Steinwerkzeugen und Topfscherben. Von den zweihundert Hünengräbern, die noch vor 1900 erhalten waren, sind leider alle bis auf eins eingeebnet. Gold- und Bronzefunde im Landesmuseum in Schleswig zeugen von der Bedeutung des 'schönen Stils' von Bornhöved, und auch heute findet man ständig Scherben, Abschläge und gelegentlich Artefakte.

Historisch bezeugt ist die Schlacht bei Sventana (slawische Bezeichnung für den Ort = heiliges Feld) im Jahre 798, in der wendische Obotriten im Dienste Karls des Großen die heidnischen Sachsen besiegten. Bis ins 12. Jahrhundert verlief der Limes Saxoniae, die Grenze zwischen Sachsen und Slawen, durch das Bornhöveder Gebiet. Die Weihe der Kirche durch Vicelin im Jahre 1149 ist urkundlich belegt. Am Maria- Magdalenen- Tag des J abres 1227 besiegten die holsteinischen Fürsten unter Führung Adolfs IV. den Dänenkönig Waldemar II. entscheidend bei Bornhöved. Vermutlich war Bornhöved in der Zeit zwischen 1299 und 1486 eine Stadt; davon zeugen ein alter Siegelabdruck und Urkunden, die hier ausgestellt wurden. Der Landesälteste Marcrad wohnte auf der Bomhöveder Ebene, und die Ständeversammlungen des holsteinischen Adels fanden bis 1480 auf dem Langberg am Vier, einer Erhebung zwischen Bornhöveder und Schmalensee, statt.

Das Dorf war früh Zentralort mit stattlichen Gewerbebetrieben, Handelshäusern und Gastwirtschaften; um Bomhöved gab es mehrere Glashütten. Am 7. Dezember 1813 ereignete sich vor Bornhöved ein Nachhutgefecht, in dem schwedische Husaren die nach der Völkerschlacht bei Leipzig fliehenden dänischen Truppen überrannten. 1892 wurde das große Kirchspiel geteilt, indem Wankendorf selbständig wurde.

Die verschiedensten Vereine waren Zeichen des intakten gesellschaftlichen Lebens. Weit und breit bekannt war der dreitägige Bornhöveder Jahrmarkt um den 22. Juli herum.

Als berühmte Persönlichkeiten, die aus dem Kirchspiel Bornhöved stammen, seien hier genannt: Pastor Oertling (1757-1837); die Brüder Charles Ross (1816-1858), Landschaftsmaler; Ludwig Ross (1806-1859), Archäologe; und Gustav Ross (1818-1861), der Gründer des Nordseebades Westerland; sowie der niederdeutsche Dichter Iven Kruse (1856-1926).

Harald Timmermann

1. Das Luftbild aus dem Jahre 1929 zeigt viele Gebäude, die heute nicht mehr existieren. Zum Beispiel wurde der Adolfplatz, an dem damals die alte Meierei und das Feuerwehrgerätehaus standen, völlig neu gestaltet; die große Scheune in der Mühlenstraße steht nicht mehr; die Winkelscheune auf dem Hof von Hauschildt ist abgebrannt; Kieier Tor hat ein neues Gesicht.

Dagegen war die Bahnhofstraße damals noch fast unbebaut. Auffällig ist der Reichtum an Bäumen auf dem Kirchhof, in der Lindenstraße, auf dem Kuhberg und im Kieier Tor.

Der Ort Bornhöved (= Quellenhaupt ) liegt als Quellgebiet für Schwentine, Schwale und Eider auf der Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee.

2. Für das Gasthaus Stadt Kiel erhielt Bendix Lantau am 1. Mai 1743 den 'Krug-Häuer-Contract'. Seit 1923 gehört das Gebäude der Familie Pries, während die Ländereien nach und nach parzelliert wurden. Von 1885 bis 1910 war das Lokal unter dem Namen 'Suhrs Gasthof bekannt. Um die Jahrhundertwende war Gastwirt Suhr auch Amtsvorsteher. Unter anderem hatte der Radfahrerverein hier sein Vereinslokal.

Die hübsche kleine Postkarte der 'Mühlenstraße' wurde von Drucker Kar! Sammann gestaltet.

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3. Eine Ansicht der Straße Kieier Tor aus dem Jahre 1928. Auffällig sind das Kopfsteinpflaster, die zwei Reihen hoher Linden und das Türmchen auf dem Möbelhaus Dose.

Der Bliek in Richtung Kiel zeigt den inzwischen zur Schwentinequelle ausgesiedelten Hof von Herbert Steenbock an der Stelle, die jetzt das Hochhaus einnimmt.

4. Der Kaufmann Heinrich Peters (heute Fa. Tietgen) auf dem Kuhberg war gleichzeitig Höker und Reepschläger. Mit einem Gesellen und einem Lehrling arbeitete er auf der Reeperbahn, einer ziegelbedachten Seilerwerkstatt, die vom Kuhberg bis zur Feldstraße reichte. Die jungen Leute aus dem Dorf flanierten abends auf der 'Reeperbahn' , wie Frau Grete Tietgen, geborene Peters, erzählte.

Auch der Kuhberg war von zwei Reihen Linden umsäumt; im Hintergrund die seit zweihundert Jahren in der Familie befindliche Schmiede von Artur Küchenmeister.

Bornhövelf J. Horst.

Kolonia'waren~ .-'.

geschäft ~

v. Helnr. Peters

5. Der Stahlstich aus Meyers Univerum für 1861 zeigt die Bornhöveder Kirche noch mit dem Bretterturm, der 1866 durch den neuromanischen Backsteinturm von Moldenschardt ersetzt wurde. Mit dem Bretterturm und dem alten Friedhof (1912 eingeebnet) stellten sie auch Pastor Oertling auf einer Karte des Kirchspiels von 1812, Wilh. Beseler im Jahre 1853 und ein weiterer Stahlstich mit einer Taufgesellschaft um 1860 dar (s. Chronik von 1977).

Das Gotteshaus gehört zu den Vicelinkirchen. Im Jahre 1149 wurde sie dem heiligen Jacobus geweiht. Es wird angenommen, daß an gleicher Stätte vorher eine Missionskapelle aus ottonischer Zeit gestanden hat (1000jähriges Holstendorf),

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