Brake in alten Ansichten

Brake in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Folter
Gemeente
:   Brake
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3716-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brake in alten Ansichten'

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49. Gallerie Holländer Windmühle zu Brake. Erbauen ließ sie im [ahre 1854 Christian Ahrens an der Ecke der jetzigen Bach- und Halbeinstraße. Im [ahre 1858 erwarb Reelf Rüther die Mühle, der sie 1870 an seinen Sohn Friedrich Rüther, Hammelwardermoor, vererbte. Der Müllermeister Gerhard Müller wurde 1885 neuer Eigentümer. Die Mühle mit einer Bäckerei betrieb er bis 1905, da erwarb sie sein Kollege Surendorf aus Quakenbrück, der auch Müller der Mühle zu Klippkanne war. Aber schon nach drei [ahren verkaufte Suhrendorf, im Iahre 1908, anAnton Mehrens weiter. Der ging jedoch mit seinem Betrieb schon einjahr später in Konkurs. Der Fuhrunternehmer Friedrich Fasting kaufte die Mühle und einen Hektar Land aus der Konkursmasse. Die Mühle verpachtete Fasting 1913 an den jungen Müllermeister Ehmke, der als Soldat im Ersten Weltkrieg fiel. Die Mühle wurde 1918 abgebrochen. Auf dem Land stehen heute das von FRIBÖ gebaute Privathaus, einige Hallen und Mehrfamilienhäuser an der Bachstraße.

Brake.

SO. FRIBÖ. Der Name stand für die Technischen Werkstätten des Ing. Fritz Böning.Als Sohn des Schlachters Elimar Böning wuchs er in Brake auf und lernte Maschinenbau. Später heuerte er auf dem Großsegler Carl Vinnen an, machte sein Ingenieurexamen und arbeitete in Berlin. 1941 nach Brake zurückgekehrt, übernahm er von Frau Wefer den Betrieb ihres verstorbenen Mannes mit vier Lehrlingen und einen Gesellen. Es war der Grundstein für die FRIBÖ-Betriebe, die 1948 schon fünfzig Mitarbeiter hatten. Das Bild zeigt Fritz Böning inmitten seiner Belegschaft um diese Zeit. Mit der Vielfalt verschiedener Handwerkszweige unter einem Dach, wuchs die Zahl der Mitarbeiter auf 170. Ein 'geht nicht' gab es nicht für ihn. Das bewies er einmal mehr mit dem Bau des 16 m hohen, 13 t schweren Anker, der in acht Wochen hergestellt und in einem Stück auf den nunmehr 61 m. hohen Turm der katholischen Kirche gesetzt wurde. Das Wohl seiner Vaterstadt lag ihn sehr am Herzen, er hat sich darum verdient gemacht. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er zum Ehrenbürger ernannt.

51. Anton Friedrich Lübbers baute 1859 vor Brake eine Bierbrauerei. Das für die Herstellung des Gerstensaftes benötigte Wasser wurde aus den Gräben genommen. 1897 übernahm Fritz Hermann Fröhlke, im Bild mit Sohn und Belegschaft, den Betrieb. 1906 wurden Brauhäuser, Maschinenhaus, Stallungen, Lagerräume und Eiskeller neu gebaut. Eine Gaststube mit Ausschank wurde Ziel vieler Ausflügler an den Wochenenden. Eine Besonderheit stellten auch die Bierflaschen dar. Fröhlkebier wurde in dickwandigen Glasflaschen mit einem Hartgummi-Stopfen geliefert. Name und Biersorte war im Glas der Flaschen eingegossen. Der Schraubverschluss erlaubte es, angebrochene Flaschen wieder luftdicht zu verschließen. Die Brauerei musste 1917 wegen schlechter Wasserqualität schließen. Brauhäuser und Eiskeller wurden abgebrochen. Ein Wohnhaus behielt Fröhlke, andere Gebäude wurden verkauft. Das große Wohnhaus mit Nebengebäuden kaufte der Müllermeister Georg Bielefeld, der dort eine Dampfmühle einrichtete.

HERM. FRÖHLKE:, BRAUEREI VOR BRAtIE ~

52. August Kaphengst, hatte einen Kraftfahrzeug-Betrieb am Vorhafen, er beschäftigte dort bis zu sechzig Mitarbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Erich Röll, mit dem zusammen er seine Meisterprüfung noch vorm Krieg abgelegt hatte, bei ihm als Betriebsleiter tätig. Sie bauten aus Restbeständen der Wehrmacht und anderen alten Fahrzeugen und Teilen, Autos zusammen. Neue Autos gab es noch nicht, die Nachfrage nach einen fahrbaren Untersatz jedoch war groß und so wurde dies ein gutes Geschäft. Dann kam Kaphengst günstig an das Grundstück vor Brake und baute 1948 die Tankstelle, die im Bild zu sehen ist. Nach rund zehn [ahren verkaufte Kaphengst die Tankstelle an Erich Schwetmann, dessen Vater schon seit 1923 eine Werkstatt mitTankstelle in der Kirchenstraße hatte. Erich Schwetmann übernahm die Esso- Tankstelle am 1. Juli 1959 und baute sie zu ihrer heutigen Größe aus. August Kaphengst hat, nachdem er alles aufgelöst hatte, Brake verlassen und ist ins Rheinland gegangen.

53. Erich Schwetmann eröffnete am 1. Juli 1959 die hier abgebildete, von August Kaphengst erworbene Esso- Tankstelle mit Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt. Sein Vater Georg Schwetmann hatte schon 1923 in seinem 1909 gegründeten Kraftfahrzeug-Betrieb die Vertretung für Opel-Fahrzeuge übernommen, die er an seinen Sohn Erich übertrug, der einen autorisierten Opel-Dienst einrichtete. Im Laufe der [ahre wurden Werkstatt-, Büro-, Lager- undAusstellungsräume neu gebaut. Die Tankanlagen wurden modernisiert und eine Waschanlage wurde hinzugefügt. Es entstand ein moderner Kraftfahrzeug-Großbetrieb so wie wir ihn heute kennen, natürlich gewachsen und den Anforderungen der Zeit fortwährend angepasst. Schwetmanns fingen mit einem Gesellen und zwei Lehrlingen an und erhöhten die Zahl der Beschäftigten auf 15 zuzüglich sechs Auszubildende. Rückblickend auf die schweren aber auch schönen Anfangsjahre, kommt man nicht umhin, Hermann Birke zu erwähnen, der seinem Schwager immer hilfreich zur Seite stand.

54. Der Gärtnermeister [ohann Meyerdierks hatte es mit viel Fleiß, Sparsamkeit und Ausdauer geschafft, sich in der Nähe der Kaje ein Grundstück zu kaufen. Er eröffnete dort am 1. Februar 1908 seine Gärtnerei, baute sein erstes Gewächshaus und stellte einen Gehilfen ein. Im Mai des gleichen [ahres heiratete er; seine Frau war ihm eine große Hilfe beim Aufbau des Betriebes. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im [ahr 1949 übernahm sein Sohn nach einer umfangreichen Ausbildung, die mittlerweile gut gehende Gärtnerei. Auch Heinz Meyerdierks baute zusammen mit seiner Frau den Betrieb kontinuierlich aus. Von Ihren drei Söhnen wurden zwei Gärtner. Der jüngste Sohn Gerold führt nunmehr schon in der dritten Generation die Gärtnerei und auch für ihn ist seine Frau die wichtigste Mitarbeiterin. Mehrfache Erweiterungen, auf 2 000 Quadratmeter unter Glas, ermöglichen die Anzucht von 80 Prozent aller Topfpflanzen und einen großen Teil der Schnittblumen, die im Laden oder auf Wochenmärkten verkauft werden.

SS. Im [ahre 1909 eröffnete Georg Schwetmann in Brake in der Harrierstraße eine Reparaturwerkstatt für Fahrräder und Nähmaschinen. Er erkannte die zukunftsträchtigen Aufstiegschancen des Automobils und richtete sich rechtzeitig darauf ein. Er erweiterte 1923 seinen Betrieb mit einer Kraftfahrzeug -Werkstatt an der Ecke Harrierstraße- Kirchenstraße und baute eine Tankstelle der Marke 'Leuna' . Die Tankstelle war für damalige Verhältnisse sehr modern und zukunftsorientiert gebaut worden. Zu der Zeit gab es noch sehr wenige Automobile, Tankstellen wie wir sie heute kennen gab es nicht. Mehrere Kaufleute, der unterschiedlichsten Branchen versuchten das Geschäft mit Kraftstoffen. Auch in der Breiten- und Bahnhofstraße, standen jeweils einzelne Benzinsäulen vor mehreren Läden am Straßenrand. Georg Schwetmann übernahm den Service für Automobile der 'AdamOpel' -Werke in Rüsselsheim, die Vertretung wurde 1959 seinem Sohn Erich übertragen, der die Esso- Tankstelle von August Kaphengst gekauft hatte.

56. Im Bild, von links: Geselle E. Heyne, Geselle und spätere Meister H. Grammel, Geselle K. Miedtank, ]. Pung, Schwager des Chefs, und erster Lehrling Walter Folter aus Ovelgönne. In dieser von Mietwagen Hans Horstmann neu errichteten Halle eröffnete am 1. Februar 1949 der Kraftfahrzeug-Meister Erich Röll eine Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt. Röll wurde 1945 von August Kaphengst eingestellt. In dem Kraftfahrzeug- Betrieb am Vorhafen ( 60 Mitarbeitern) stieg er zum Betriebsleiter auf. Von dort gingen die Gesellen B. Brandt, H. Grammel und E. Heyne mit. Röll baute seinen Betrieb ständig aus. Er kaufte das Nachbarhaus und errichtete dort eine zweite Halle. Zur Kraftfahrzeug-Werkstatt kam eine Schiffsmotoren-Reparatur-Abteilung, ein Zoll-Freilager für Wisura-Öle sowie der Automobilhandel. Aus diesem Stammbetrieb gingen im Familienverbund drei neue, zeitgemäße Kraftfahrzeug-Betriebe hervor. Der EhrenObermeister Erich Röll genießt hohes Ansehen im Handwerk, das ihm besonders am Herzen lag und um das er sich in hohem Maße verdient gemacht hat.

S7. Hans Horstmann, Sohn eines Bauern, heiratete 1928 Else Mehrens und eröffnete in der Harrierstraße eineAutovermietung mit einem Bus für Gesellschaftsfahrten. Im [ahr 1938 kaufte Horstmann das Haus mit Weinhandlung, Ecke Mitteldeichstraße, und erweiterte sein Unternehmen um zwei weitere Taxen: Mercedes 260 D und einen Opel Super 6. Horstmann wurde samt Bus zum Kriegsdienst eingezogen. Sein Bus brannte aus, er selbst erlitt schwere Verbrennungen. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, drei starben als Baby. Zwei Söhne wuchsen im Elternhaus auf. Der ältere, Günther, fiel im Krieg mit 19 [ahren. Sohn Helmut blieb nach einer Lehre im Betrieb. Zwei Läden und eine Werkhalle wurden verpachtet, die Tankstelle selbst betrieben. Durch Anheben und Untermauern des Dachstuhls über seinen Garagen baute Herr Horstmann auf die nicht alltägliche Art eine neue Wohnung für sich. Das Unternehmen, bestehend aus drei Taxen, zwei Leihwagen und einem Überführungsfahrzeug für Bestattungen, wurde 19 S 7 verkauft.

58. Nach heutigen Stand derTechnik und Medizin steht die medizinische Erstversorgung durch Rettungsdienste mit modernen Notarztund Krankentransportwagen im Vordergrund. So mag dieses Bild, das den Krankenwagen mit einem Monteur der Firma Röll vor der Werkstatt zeigt, den Betrachter heute nachdenklich stimmen. Doch auch dieser Ford Taunus (Buckeltaunus) Krankenwagen, war zu seiner Zeit ein Produkt auf dem neuesten Stand der Technik. Er wurde von der Firma Erich Röll an das Kreiskrankenhaus geliefert. Käufer war der Landkreis Wesermarsch. Es war die erste Neuanschaffung eines Krankenwagens nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Tür der rechten Seite war größer, eine Trage konnte seitwärts auf Schienen eingeschoben werden. Das Fahrzeug, ohne Chromteile in Standard-Ausführung, war so für liegendeTransporte ausgerüstet. Hinter dem Fahrersitz war ein zweiter Sitz für eine Begleitperson. Besondere Ausrüstungsgegenstände wurden auf einem Dachträger mitgeführt.

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