Brandenburg an der Havel Band 2

Brandenburg an der Havel Band 2

Auteur
:   Katharina Kreschel und Heike Köhler
Gemeente
:   Brandenburg an der Havel
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6754-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brandenburg an der Havel Band 2'

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18 Steinstraße 9. I960er Jahre

Das aus dem 18. Jh. stammende Haus hat sein ursprüngliches Aussehen erheblich verändert. 1965 wurde die Stuckfassade entfernt. Als 'Klubhaus des Handels' an der Ecke des Durchganges zum Katharinenkirchplatz 1957 eingerichtet, wird es noch vielen Brandenburgern als Treffpunkt für Volkskunstschaffende bekannt sein. Beliebt war auch die Eisdiele im Erdgeschoß. Vor 1945 nahm es stets mehrere Geschäfte mit unterschiedlichem Warenangebot und Gaststätten auf. Es diente auch als Vereinshaus, z.B. 1928/29 dem ImkerVerein, 1931/32 dem Verein der Aquarien-, Terrarien- und Naturfreunde und in den

193 Oer [ahre dem Volkschor Brandenburg als Probenräume. Seit [ahren steht das Gebäude ungenutzt und ist damit dem Verfall preisgegeben. Hier wohnte auch einst der Kaufmann [ohann Kleinekorte. Diesen Namen benutzte der gebürtige Brandenburger und Schriftsteller C. U. Wiesner zwischen 1965 und 1995 für seine satirischen Monologe 'Frisör Kleinekorte' .

19 Steinstraße 8. Um 1936

Das viergeschossige Geschäftshaus wurde 1893/94 neu erbaut. Seit Mitte der 193 Oer [ahre betrieb die Firma Süßkind hier eine Wein- und Spirituosenhandlung. Davor beherbergte das Gebäude die Weingroßhandlung und die Weinstuben der Gebrüder Cramer. Dazu gehörte das mit der postalischen Anschrift 'Katharinenkirchplatz 10' versehene Weinlagergebäude aus roten Ziegelsteinen, dass noch heute zu den prägenden und den Katharinenkirchplatz säumenden Häusern gehört. Vielfach sind historische Baudetails des Gebäudes erhalten. Nur die Schaufenster wurden in der DDR-Zeit verändert. Die 'Wäschetruhe', ein Fachgeschäft des Konsums, führte

in ihrem Geschäft Bettwäsche, Kissenbezüge, Oberbetten, Kopfkissen, Handtücher und sogar Schlafdecken aus echtem Kamelhaar.

Nach wie vor sind hier Geschäfte angesiedelt.

20 Steinstraße4. Um 1936

Bevor die 'Elektra', die elektrotechnische Installations- und Vertriebsgesellschaft m.b.H., um 1936 in dieses Haus einzog, besaßen die Gebrüder Reichstein hier seit 1892 ein Verkaufslager, besonders für die begehrten BrennaborFahrräder. Seit 1906 betreute Karl Voigt die Fabrikniederlage der Brennabor- Werke.

8 [ahre später belebte die von Carl Stahl betriebene Verkaufsstelle die Geschäftsstraße. Das Haus ist ein Bau aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und existiert nicht mehr.

21 Steinstraße 1. Um 1914/15

Dominant im Bild ist die östliche Seite des Kurfürstenhauses das postalisch die Hauptstraße 91 war. Das Gebäude ließ 1543 die angesehene Bürgerfamilie Storbeck erbauen. Der reich verzierte Renaissancegiebel prägte entscheidend sein Aussehen. 1913 schenkten die Erben des Mitinhabers der Brennabor- Werke Hermann Reichstein das Haus der Stadt. 1922 wurde es umgebaut, im April 1945 durch Kampfhandlungen zerstört. Der Eckbereich zur Hauptstraße ist seit den 195 Oer [ahren mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut.

Im benachbarten Haus Steinstraße 1, ein Gebäude aus dem

18. Jh., befand sich 1914/15 bis 1919/2 0 eine Filiale der Berliner 'Annoncen-Expedition' von RudolfMosse. Die Firma Mosse, gegründet 1867 in Berlin, gehörte im 19. Ih. zu den erfolgreichsten

Unternehmen im Bereich der Anzeigenwerbung.

22 Steinstraße 66/67.1937

Das neu erbaute Verwaltungsund Geschäftshaus des Elektrizitätswerkes wurde 1929 eröffnet. Zuvor standen hier zwei Gast-und Geschäftshäuser aus dem 18. [ahrhundert. Über dem Eingangsbereich symbolisieren drei allegorische Steinfiguren die durch Strom zu erreichenden Wirkungen: Licht, Kraft und Wärme. In den 193 Oer [ahren standen besonders auch Radiogeräte zum Verkauf in den Schaufenstern. Gegenwärtig befinden sich hier die Stadtinformation und eine Servicestelle der Verkehrsbetriebe Brandenburg sowie ein Reisebüro.

23 Katharinenkirchplatz 10. Um 1900

Das im neogotischen Stil errichtete viergeschossige Weinlagerhaus der Gebrüder Cramer und Ludwig Mitscher entstand 1894. Die Vorderseite des Ziegelsteingebäudes zeigt zur Steinstraße und beherbergte den repräsentativen Ladenbereich der Weinhandlung. Bis 1893 befand sich an gleicher Stelle ein Budenhaus. Schon seit 1866 führten die Brüder Cramer sowie Ludwig Mitschker in Brandenburg eine Weinhandlung. Sie waren auch Hoflieferanten des Fürsten zu SchaumburgLippe. Das Ziegelsteinhaus ist äußerlich bis heute fast unverändert erhalten geblieben.

24 Kirchgasse 5 und 6. Um 1910

Der Blick auf die beiden Häuser eröffnet sich dem Betrachter vom Katharinenkirchplatz aus. Während die Nr.Sschon aus der ersten Hälfte des 19. Ih. stammt, wurde das Haus Nr. 6 um 1867 errichtet. Zu dem Zeitpunkt erhielten beide Gebäude durch die gleichartige Putzfassade ein einheitliches Aussehen. Von 1825 bis 1867 befand sich hier eine Elementar-Knabenschule. Die Bau- und Möbeltischlerei Gubitz war seit den 1880er [ahren bis ca. 1923 ansässig. Die Umstellung auf den elektrischen Betrieb war zu der Zeit so bedeutsam, dass damit am Haus Reklame gemacht wurde.

Heute befindet sich hier eine Sozialstation der Volkssolidari tät.

25 Omnibus-Stadtlinie Neustädtisches Rathaus Dom - Kummerlé-Straße. Um 1929

Zusätzlich zum Straßenbahnbetrieb wurden seit dem 1. Mai 1928 drei Kleinbusse der Marke 'Brennabor' , die leihweise von den BrennaborWerken der Gebrüder Reichstein der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt wurden, im 1 5-Minuten- Takt zwischen 5.30 und 21.30 Uhr im Brandenburger Nahverkehr eingesetzt. In einem Bus hatten 1 3 Fahrgäste Platz. Die Linie Neustädtisches Rathaus - Dom - Kummerlè-Straße (einst Wilhelm-Bahms-Straße, heute Caasmannstraße) wurde seit 1.Juli 1928 bedient. 1929 gab es insgesamt 5 Omnibuslinien, die aber schon

ab 1. Mai 1930 wegen fehlender Wirtschaftlichkeit wieder eingestellt wurden.

26 Neustädtisches Rathaus. Haltestelle der Straßenbahn. Um 1930

Der Straßenbahntriebwagen Nr. 33 wurde 1913 in AmmendorflHalle gebaut. Seit IS. Mai 1930 begann und endete die Blaue Linie in der Stadt. Neue Endhaltestelle war statt Fouquéstraße der Neustädtische Markt. Die Linie beförderte im 20-MinutenTakt Fahrgäste ab Neustädtischem Markt durch die Steinstraße Bauhofstraße - Nicolaiplatz Magdeburger Straße und dann ab Fouquéstraße über den Görden bis zur Landesanstalt und zurück. Auf der Suche nach optimalen Linienführungen wurde die Strecke besonders auch in den 193 Oer [ahren immer wieder in Details verändert.

DieserTriebwagen fuhr noch mit zwei Straßenbahnbediensteten, dem Fahrzeugführer und einem Schaffner. Ab 1. Februar 1930 galt als Einheitstarif auf den Linien der Straßenbahn und der Omnibuslinien

0,20 RM. Dieser löste den bis dahin gültigen Streckentarif ab.

27 Neustädtischer Markt 37. Um 1900

Unweit des Neustädtischen Rathauses - der rückwärtige Giebel ist links im Hintergrund zu erkennen - hatte der Tuchfabrikant Wilhelm Kahle in Nachfolge der Firma W Lindemann seit den 1880er [ahren hier sein Domizil. Von 1896 bis 1909 führte Sohn Ernst die Tuchfabrik und -handlung, dem ein Lager für Billard- und Uniformtuche angegliedert war. Die Tuchherstellung gehörte seit dem Mittelalter zu den wichtigsten wirtschaftlichen Erwerbszwei gen in Brandenburg, deren Bedeutung seit der 2. Hälfte des 19.Jahrhundertabererheblich abnahm. Die gesamte Häuserzeile wurde im April 1945 bei den letzten Kampf-

handlungen im Zweiten Weltkrieg zerstört.

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