Brandenburg an der Havel Band 2

Brandenburg an der Havel Band 2

Auteur
:   Katharina Kreschel und Heike Köhler
Gemeente
:   Brandenburg an der Havel
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6754-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Brandenburg an der Havel Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

38 Hauptstraße, ]ugendmode-Kaufhaus. 1969

1969 entstand im Eckhaus Hauptstraße/Juliot -CurieStraße (heute Große Münzenstraße) ein Einkaufzentrum für die Brandenburger Jugend. Am 8. Februar wurde die 'Jugendmode' feierlich eröffnet. Einen Monat später erhielt das Geschäft den Namen 'Sonnidee' . Als 'Jugendobjekt' der Konsumgenossenschaft wurde es zum Jugendmodezentrum mit 34 Mitarbeiterinnen ausgebaut. 1974 kamen neue Räume des ehemaligen Herren -Konfektionsgeschäftes Neumann hinzu. Nach zwei [ahren zog hier das Kinderbekleidungsgeschäft 'Elke und Peter' ein. Im Zusammenhang mit dem Neubau des

am 11. März 2004 eröffneten Einkaufs- und Bürokomplexes wurde 2002 das Haus abgerissen.

39 Hauptstraße 9, HotelRestaurant 'Weißer Schwan', 19S0erJahre

Das zu den ältesten Bürgerhäusern Brandenburgs gehörende Gebäude entstand im 18.Jh.Von 1817 bis 1958 befand sich an der Ecke zur Großen Münzenstraße die Gaststätte 'Zum weißen Schwan'. Überliefert ist, dass an dieser Stelle zur Zeit des Markgrafen Joachim 1. die markgräf1iche Münze gestanden haben soll. Reste einer mittelalterlichen Kelleranlage sind bis heute erhalten geblieben. 1927 nahm zweimal der Droschkenkutscher Gustav Hartmann (1859-1938) aus Berlin auf seiner Protestfahrt von Berlin nach Paris und zurück gegen die zahlenmäßige Zunahme von Automobilen

hier Quartier. Er ist als 'Eiserner Gustav' sogar in die Literatur und Filmgeschichte eingegangen. 1968/1969 erfolgte die Renovierung des Hauses, wobei die Schaufenstereinbrüche beseitigt wurden. Anfang

der 1990er [ahre zog nach umfassenden Umbauarbeiten ein Bankinstitut in das denkmalgeschützte Barockhaus.

40 Hauptstraße 90. Um 1915

Die aus Böhmen stammende Familie Riedel siedelte sich 1780 mit einer Schleiferei und Siebmacherei in Brandenburg an und erwarb 1 840 das Haus in der damaligen Neuen Thorstraße 426, in Nachbarschaft des Kurfürstenhauses. Das Haus wurde schon 1 740 errichtet. Die Wiedereröffnung des neu- und umgebauten Geschäftsareals, einschließlich am Katharinenkirchplatz, erfolgte 1915. In diese Zeit fällt auch die vollständige Ausrichtung des Geschäftes auf den Verkauf von Kurz-, Weiß- und Wollwaren. Später gehörten auch Raumausstat tungsmaterialien zum Verkaufssortiment. Das Gebäude gibt es heute nicht mehr.

41 Hauptstraße 80. Um 1885/90

Viele kleine Geschäfte prägten die Haupteinkaufsstraße Brandenburgs seit der 2. Hälfte des 19. [ahrhunderts. Das Haus Nr. 80, das um 1800 dem Goldschmied Börning gehörte, ging 1835 an den Goldschmied Wutzkowsky. 1883 eröffnete Adolf Bittner seinen Zigarrenladen. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm das Haus ein anderer Besitzer. Es wurde bald abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. In den 193 Oer [ahren befand sich hier eine Feinkosthandlung, heute ein Kaffeegeschäft. Der Standort des Hauses ist annähernd nachvollziehbar, denn im Hintergrund ragt die Kirchturmspitze der Katharinenkirche hervor.

42 Hauptstraße 70/71, Conditorei und Café Graf. 1927

An exponierter Stelle im Stadtzentrum an der Ecke zur Kurstraße befand sich seit 1805 die Konditorei von Georg Helmcke. SO Iahre später wurde das Grundstück verkauft, das alte Gebäude abgerissen und 1859 das hier abgebildete dreigeschossige Wohnund Geschäftshaus errichtet. Seit 1900 betrieb Otto Graf die Konditorei und das Café Graf.

Zu DDR-Zeiten war es das Stadtcafé für gemütliche Kaffeenachmittage und abendliche Tanzveranstaltungen. In den 1990er [ahren wechselten sich einige Gaststättenbetreiber ab, bis es im [ahr 2002 geschlossen wurde. Seit

September 2004 ist hier wieder ein Restaurant geöffnet.

43 Hauptstraße 70/71, Conditorei & Café Graf. 1907

Früher wurden relativ selten Inneneinrichtungen von Gaststätten und Cafés fotografiert. Die hier abgebildete Einrichtung zeigt den Prunk und die vielseitigen Auslagen im Café Graf. Das Bedienungspersonal und sicherlich der Chef haben sich zur Aufnahme hinter den Tresen und der Kasse postiert. Wer hier einkehrte, muss begütert gewesen sein. Die Tanzabende bei Grafs waren sehr beliebt, so manches Paar lernte sich hier kennen. Die Postkarte wurde 1907 'bei Grafs' geschrieben und war eine Einladung an eine Brandenburgerin zu einer Feier.

44 Hauptstraße 19, F. Gallin Sohn, Wäscheausstattungen. 1925/26

Ein Fahrzeug des Wäscheausstattungsgeschäftes der Firma Gallin wurde stolz präsentiert. Die Fa. Gallin, gegründet 1858, betrieb seit 1885 in der Hauptstraße 28, van 1897 bis Anfang der 193 Oer [ahre in der Hauptstraße 19 ein Wäschegeschäft, in dem Wäsche aller Art, Leinen- und Baumwollwaren, Trikotagen, Strümpfe, Wollwaren und Herrenartikel angeboten wurden. Das Lieferfahrzeug besaß noch einen Lenker auf der rechten Wagenseite und eine außen liegende Kulissenschaltung.

4S Hauptstraße 19. Um 1938

Kaufmann Eugen Macco betrieb bis 1953 ein Fachgeschäft für Strumpfwaren, Herrenartikel, Trikotagen, Wollwaren und Strickwaren im Haus Hauptstraße 19. Zuvor, vom 27. September 1897 bis 1937 verkaufte in der Hauptstraße 19 noch die jüdische Kaufmannsfamilie Gallin ihre Wäschewaren. Die Firma Gallin wurde 1858 in Brandenburg gegründet. Eugen Macco hatte in der Firma Gallin gelernt und übernahm das Geschäft 1 93 7. Über dem Wäschegeschäft führte die Versicherungs-A.G. der Volksfürsorge eine Geschäftsstelle. Nach 1956 übernahm die Konsum-Genossenschaft die Verkaufsräume im

Erdgeschoss und richtete ein Damen - Exquisitgeschäft ein. Bald nach der 'Wende' wurde es eine Boutique. Seit der Rekonstruktion 1999 beherbergt das Erdgeschoss die Filiale einer Drogeriekette.

46 Hauptstraße 18.1930er Jahre

Das sich seit 1990/1991 wieder an gleicher Stelle befindende Schuhwarengeschäft "Iack' war 1908 von der Steinstraße 8 hierher umgezogen, wo es um 1902 eröffnet worden war. Die Schuhfabrik Conrad Tack entstand 1883 in Burg (bei Magdeburg) und entwickelte sich zu einem der größten und bedeutendsten Schuhproduzenten Deutschlands. Es wurde ein breites Netz von Vertriebs- und Verkaufsstellen aufgebaut. So auch in Brandenburg. 1905 schied die Familie Tack aus dem Unternehmen aus. Bis zur Enteignung 1946 bestand der Betrieb weiter. Eine Filiale gab es in Brandenburg bis zur Wendezeit nicht mehr.

Die Handelskette wurde 1999 an eine französische Firma verkauft, führt aber ihren alt bewährten Namen weiter.

47 Hauptstraße 11. Um 1906

Der imposante Ziegelbau im neogotischen Stil aus dem [ahr 1899 ist noch heute ein Blickfang im Straßenverlauf. Von Beginn an gehörte das Manufaktur- und Modenhaus von Paul Schrepffer zu den Geschäften besonders für die anspruchsvollen Käuferinnen. Seit 1903 zählte auch der Juwelier und Goldschmied Franz Köppen in diesem Haus zu den guten Adressen im Brandenburger Geschäftsleben. Heute verkauft hier ein ansässiges Modegeschäft exklusive Herrenkleidung.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek