Brandenburg an der Havel Band 2

Brandenburg an der Havel Band 2

Auteur
:   Katharina Kreschel und Heike Köhler
Gemeente
:   Brandenburg an der Havel
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6754-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brandenburg an der Havel Band 2'

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68 Neustädtische Heidestraße 54. Um 1909

Das 1 737 - an der Fassade ist noch das [ahr als römische Zahl sichtbar - errichtete Haus gehört zu den wenigen erhaltenen Gebäuden aus der Regierungszeit Friedrich Wilhelm 1. Bauliche Veränderungen wurden nach 1927 durch das Verlegen der Eingangstür an die rechte Hausseite und den Ausbau eines zweiten Obergeschosses vollzogen. In diesem Gebäude kam 1863 der Chemiker Friedrich August Raschig, Sohn des Leistenfabrikanten August Raschig, zur Welt. Der Chemiker machte sich durch verschiedene Erfindungen im Bereich der Teerproduktion weltweit einen Namen. Er verstarb 1928. Die Maschinen-

bau- und Reparaturwerkstatt des Schlossermeisters Albert Schwarzlose hatte seit 1909 hier ihren Sitz. Das zu den Werkstatträumen führende Durchfahrtstor existiert vermutlich seit 1929 nicht mehr.

Das Erdgeschoss wurde einige [ahre von der Gaststätte 'Zum Anker' genutzt, später vom Lokal 'Zur Goldenen Kugel'. Nach wie vor ziert der Spruch 'SOLI DEO GLORIA' ('Allein dem Gott der Ruhm") das Gebäude.

69 Deutsches Dorf 13, Gaststätte 'Zum lustigen Kleeblatt'. 1930er jahre

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Peter Sürth aus dem Rheinland nach Brandenburg und ließ sich in der Havelstadt mit der Eilboten-Zentrale 'ßlirz" nieder. Seit Anfang der 1920er [ahre betrieb er gemeinsam mit dem einstigen Garderobenwärter und nun als Händler tätigen Emil Weber eine Gaststätte unter dem Namen 'Zum lustigen Kleeblatt' sowie eine Likörfabrik und Weinhandlung. Besonders gut sollen die selbst destillierten pfefferminzund Kaffeeliköre geschmeckt haben. In der DDR-Zeit wurde das Wohnhaus an die Stadt abgegeben. Heute wird es nicht mehr genutzt und steht leer.

70 Potsdamer Straße 1-2. 1941

Nach demAbbruch des Gasthofes 'Zum Goldenen Stern' im [ahre 1937, zuletzt im Besitz der Familie Nicolai, entstand im Kreuzungsbereich der Potsdamer/Carl-Reichstein-1St. Annenstraße ein repräsentatives Wohn - und Geschäftshaus nach den Entwürfen des Architekten Seeger. Ein Teil des einstigen Grundstückes wurde für die Erweiterung des Straßenbereiches, der zum Verkehrsknotenpunkt Richtung Potsdam wurde, genutzt. Im Volksmund heißt der Bereich noch immer 'Bermuda-Dreieck'. Ursprünglich diente der Vorgängerbau als Ausspanne und Herberge für Fuhr- und Kaufleute. Hauptnutzer der großen neu-

en Ladenräume waren seit 1938 Franz und Fritz Gensler, die hier Fahrräder und Motorräder verkauften, eine Reparaturwerkstatt für Fahrräder der Marken Corona, Brennabor, Excelsior, Dürkopp, Dia-

mant und N.S.U. betrieben und als Allein- Vertreter der

N eckarsulmer -Fahrzeugwerke A.G. sowie der Corona-Fahrradwerke Brandenburg fungierten.

71 Potsdamer Straße 41 , Landwirtschaftliche Maschinen Gustav Hanisch. Um 1908

Die Industrialisierung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts führte auch zum Entstehen von Fabriken zur Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen, von Reparaturwerkstätten und Verkaufshandlungen für landwirtschaftliche Maschinen. Das Lager und die Werkstatt von Gustav Hanisch wurde 1887 gegründet und bestand bis Ende der 1930 / Anfang 1940er [ahre. Zur gleichen Hausnummer gehörte auch eine Einkehrmöglichkeit für rastende Radfahrer und andere Gäste von Ernst Benke. In jener Zeit entwickelte sich das Fahrrad zu einem beliebten Fortbewe-

gungsmittel für die Fahrt ins Grüne und zur Arbeit. Heute dient das sanierte Haus als Geschäftshaus.

72 Schützenstraße 1. Um 1925

Im Eckbereich der damaligen Schützen-Straße (192 7 CarlReichstein-Straße, seit 1948 Geschwister-Scholl-Straße) und Potsdamer Straße, Richtung St. Annenstraße, ließ um 1885 Richard Eckstein das imposante Wohn- und Geschäftshaus durch Baumeister Max Leue aus Brandenburg errichten. Im Seitentrakt betrieb die Familie Eckstein über Generationen eine Kolonialwaren-Großhandlung in Nachfolge vonA.WE. Gutschow. Dieser führte zuvor an gleicher Stelle einen Laden in einem eingeschossigen Gebäude, das dann abgerissen wurde. Durch Heirat der Witwe Gutschow mit dem seit 1843 in Brandenburg an-

gesiedelten F.A.E. Eckstein gelangte das Geschäft 1851 in den Besitz der Familie Eckstein. Von ihr wurde es bis 1935 betrieben. Danach kaufte der Posamentenfabrikant Rönnefahrt das Anwesen. In

der DDR-Zeit war es das Haus der Organisationen und der Presse. Heute steht das Gebäude ungenutzt.

73 Am Stadtkanal, Heizwerk der BrennaborWerke.1930erJahre

Der Blick von der St. Annenbrücke über den Stadtkanal auf das Heizwerk der ehemaligen Brennabor- Werke der Gebrüder Reichstein mit seinem markanten Schornstein ist heute nicht mehr möglich. Einst war er - aus der Ferne bereits sichtbar - ein typisches Symbol für die Industriestadt Brandenburg. Nach dem Abbau des Wasserbehälters 1995 erfolgte der vollständige Abriss des 65 m hohen Schornsteinsim]ahre 1999. Das betriebseigene Heizwerk wurde durch den Brandenburger Architekten und Maurermeister Karl ]urth 191 1 errichtet und diente in den weiträumigen großflächigen

Fabrikgebäuden in der Schützen- und Kirchhofstraße der Erzeugung von Antriebs- und Heiz

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