Brandenburg an der Havel in alten Ansichten

Brandenburg an der Havel in alten Ansichten

Auteur
:   Katharina Kreschel und Heike Köhler
Gemeente
:   Brandenburg an der Havel
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6202-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brandenburg an der Havel in alten Ansichten'

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69 St.-Katharinen-Kirche Hoch über die Dächer der Stadt aufragend, steht die St.Katharinen-Kirche im Zentrum der Neustadt. Die den Heiligen Katharma, Amalberga und Nikolaus geweihte pfarrkirche der Neustadt gehört zu den bedeutendsten Meisterwerken der norddeutschen Backsteinarchitektur. Sie steht auf der Stelle einer älteren Kirche, die schon vor 1200 erbaut worden war. Der Stettiner Heinrich Brunsberg wird als Baumeister der dreischiffigen Hallenkirche im spätgotischen Stil, datiert 1401 , genannt. Seine Bautätigkeit begann 1395. Die hier sichtbare an der Südseite gelegene Schöppenkapelle muß um 1410 erbaut worden sein.

Zahlreiche Bäume - 1809 ließ die Stadtverwaltung den Kirchplatz, der bis 1 788 als Begräbnisplatz diente, mit Linden und Kastanien bepflanzen -lassen hier nicht den ungehinderten Blick auf das prächtige Gotteshaus zu, obwohl auch das ein reizvolles Motiv ist!

Brandenburg a. H.

Katharînen,- Klrche,

70 Innenansicht St. Katharinen

Das Innere der Kirche St. Katharinen ist dreischiffig und wird von 16 mächtigen Pfeilern getragen. Die Postkarte läßt einen Blick in den Kirchenchor werfen, wo seit 1855 die 3,30 m hohen Modelle der zwölf Apostelfiguren, die der Bildhauer Iulius August Wredow (18041891) seiner Vaterstadt geschenkt hat, stehen. Nach diesen Modellen schufen die BildhauerWredow, Bläser, Berger und Schievelbein im Auftrag des Kaisers Nikolaus von Rußland aus Zinkguß die Apostel für die Kirche im finnischen Helsingfors.

Die Apostel von St. Katharinen flankieren hier noch den Weg

zum geschnitzten Flügelaltar. Sie wurden vermutlich Mitte der vierziger Iahre unseres Jahrhunderts entfernt.

71 Neustädtisches Gymnasium

Am Katharinenkirchplatz gelegen, ist das frühere Neustädtische Gymnasium das stattlichste barocke Gebäude in Brandenburg. Die Ersterwähnung als Stadtschule geht aufdas]ahr 1386 zurück. 1571 wurde ein Renaissanceneubau errichtet, dem folgte 1797 das auf der Postkarte abgebildete und heute noch existierende Gebäude.

Auf Grund einer königlichen Verfügung von 1798 war diese Schule zu einemGymnasium unter dem Namen 'Altund Neustädtisches Gymnasium' erhoben worden. Die Kartusche über dem Mittelrisalit, vor dem Mansardendach, stellt das vereinigte

Stadtwappen der Alt- und Neustadt dar. Heute hat unter anderem das 'Standesamt' hier sein Domizil.

72 Kurstraße

Die Kurstraße, die von der Hauptstraße zur Steinstraße bzw. dem Steintorturm fûhrt, hieß bis zum Beginn des 1 8. [ahrhunderts noch Kuhstraße, ein Hinweis auf den Austrieb des Viehs außerhalb der Stadt-

mauern.

In repräsentativen Bürgerund Mietshäusern aus dem 18. bis 20. [ahrhundert haben sich Handels- und Gewerbetreibende niedergelassen. Im Haus Kurstraße 7 arbeitete zum Beispiel die Buch- und Kunstdruckerei ]. Wiesike, die seit 1809 den 'Brandenburger Anzeiger' herausgab.

73 Kurfürstenhaus

Im Mittelpunkt steht das Kurfürstenhaus mit dem herrlichen Blendmaßwerkgiebel, im Hintergrund derTurm der St. - Katharinen - Kirche. Rechts: der ehrwürdige Roland (1474) vor dem Rathaus der Neustadt. In seinem Schutz bieten Händlerinnen Korbwaren verschiedener Ausführungen an: Wäscheund Einkaufskörbe, Kiepen u.a. Passanten beleben die Kreuzung.

1945 wurde das Kurfürstenhaus stark zerstört, der beschädigte Giebel 1946 abgetragen. Postkarte datiert 1907.

74 Kurfürstenhaus, um 1925

Das 1534 für Bürgermeister Klemens Storbeck erbaute Kurfürstenhaus mit seinem reich verzierten Renaissancegiebel erfuhr 1922-1924 nach einem Entwurf Moritz Wolfs bauliche Veränderungen.

Die geringe Straßenbreite in diesem Kreuzungsbereich (8,70 m) erforderte die Anlegung eines Durchganges für Fußgänger, der mit seinen Spitzbogenäffnungen an dort bereits im Mittelalter vorhandene Arkaden erinnern sollte. Hinter dem Kurfürstenhaus ragt derTurm der Katharinenkirche hervor, rechts sind eine

Ecke des Neustädtischen Rathauses und der Roland zu sehen.

7S Hofdes Kurfiirstenhauses

Im Innenstadtbereich Brandenburgs verfügten zahlreiehe repräsentative bürgerliche Wohnbauten über dazugehörende Höfe mit Stall- und anderen Nebengelassen. Auch dem Kurfürstenhaus war ein uns ländlich anmutender,

aber auch idyllisch wirkender Hof angegliedert. Seinen besonderen Reiz erhielt das

Hof terrain durch die offene Holzgalerie, die die Fachwerkwände überragt.

Das Kurfürstenhaus wurde 1945 zerstört und 1946 der Restgiebel abgetragen.

76 Steinstraße mit Rathaus

Diese einprägsame Stadtansicht gehört zu den häufigsten Motiven. Der Blick von der Steinstraße zum Rathaus der Neustadt, wo seit 1715 die vereinigte städtische Verwaltung residierte und seit

1 71 6 der Roland das Haus schmückte.

Links: das Patrizierhaus Storbeek (1543), auch Kurfürstenhaus genannt. DieserTeil der Steinstraße mit seinen reich verzierten Häuserfassaden ist eine Geschäfts- und Wohnstraße des begüterten Bürgertums gewesen. Das Rathaus und Haus Storbeck wurden 1945 durch die sinn-

losen Verteidigungsversuche zerstört. Postkarte datiert: 1907.

Havel - Btelnetraese mil Rathaus

77 Das Neustädtische Rathaus, um 1890

Am Schnittpunkt der wichtigsten Straßenzüge der Neustadt (Hauptstraße, St.-Annen-Straße, Steinstraße) liegend, stellte das Rathaus der Neustadt auch den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens Brandenburgs dar. Es diente den Zusammenkünften des Rates und der Bürger, als Gerichtsstätte und Gefàngnis, als Kaufhaus und Ratswaage, als Festhaus und Kegelbahn, im 18. Iahrhundert auch als Exerzierhalle des Militärs.

Das Gebäude war ein stattlicher frühgotischerBacksteinbau aus der Zeit um 1320. Durch entscheidene An - und Umbauten vom 15. bis 18. [ahrhundert gingen die ur-

sprünglichen mittelalterli ehen Formen fast vollständig verloren. Die sirmlosen Verteidigungsversuche Brandenburgs im April 1945 führten zur Zerstörung.

78 Der Brandenburger Roland vor dem Rathaus der Neustadt, vor 1 918

Der Brandenburger Roland, 147 4laut Inschrift auf dem Stützpfeiler errichtet, gehört zu den imposantesten Rolandstandbildern in Deutschland.

Dieser 6 m hohe 'Riesc' (inklusive Sockel) aus Sandstein, löste seinen Vorgänger aus Holz (1402) ab. Seit 1 7 1 6 stand er vor dem Rathaus der Neustadt. In der Kriegszeit (1941) mußte er sichergestellt werden. Seit 1946 wird er vor dem Rathaus der Altstadt bewundert (das Rathaus der Neustadt wurde 1945 zerstört). Die Figur wurde mehrfach renoviert bzw. restauriert (1556,1709,1930,

1988). Stets ist der Roland eine schöne Staffage für Gruppenbilder. Sogar der Wurstmaxe ist dabei.

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