Brandenburg an der Havel in alten Ansichten

Brandenburg an der Havel in alten Ansichten

Auteur
:   Katharina Kreschel und Heike Köhler
Gemeente
:   Brandenburg an der Havel
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6202-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brandenburg an der Havel in alten Ansichten'

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79 Blick zum NeustadtMarkt, vor 1905

Links: der Renaissancegiebel des Neustädtischen Rathauses und Bliek zum Offiziers-Kasino (Finanzamt). Rechts: das 'Finanzzentrum' : die Reichsbank (Dresdner Bank) sowie das Geschäfts- und Wohnhaus der Firma Paul Sonntag.

In dem stattlichen Eckhaus (Ecke Neustadt-Markt/St.-Annen-Straße) befand sich bis 1905 das Kaufhaus 'Siegmund Haagen, Inhaber Heinrich Liebenthal' . Bereits seit 1 876 wurde eine Filiale des Berliner Stammhausesin der Provinzstadt Brandenburg in verschiedenen Häusern in der Hauptstraße geführt. Die Ge-

schäftsräume mußten seit 1876 und nach 1905 mehrfach gewechselt werden.

BRANDENBURG a. H.

Neustadt· Markt

80 Neustadt-MarktWochenmarkt, um 1890 Wochen- und [ahrmárkte haben in Brandenburg eine jahrhundertelange Tradition. Sie waren seit dem Mittelalter alleiniger Handelsplatz und Verkaufsstelle für heimische und auswärtige Handwerksprodukte und sonstige Handelsgüter.

Entlang des gesamten Neustädtischen Marktes -links das Rathaus der Neustadtboten auch noch um 1890 vor allem Kleinhändler ihre Waren feil; fast ungestört von irgendwelchem 'Großstadtverkehr' , den es bisher nur in Form von pferdefuhrwerken gab.

, Frledländer, BrandenbuTII a. H.

Gruss aU5 ßrandennuFg a. Ii

81 Molkenmarkt, vor 1914

Der Blick geht von der Ecke Hauptstraße in Richtung Mühlendamm bzw. Mühlentorturm. Das Gebäude mit schmucker Fassade und Loggien in der Mitte der linken Häuserzeile stammt aus dem frühen 20. [ahrhundcrt und wird seit 1947 als Hauptpost genutzt.

Am Ende des Platzes steht das traditionsreiche 'Schuhhaus Schreiber'. Das in das 17. Iahrhundert datierte Fachwerkhaus wurde im Laufe der Zeit (19. [ahrhundert bis 1992) mehrfach baulich verändert.

82 Offizierskasino, um 1910

Mit der Errichtung der verschiedenen Kasernenkomplexe entlang der Magdeburger Straße Ende des 19. [ahrhunderts sollten besonders für die zahlreichen Offiziere Vergnügungsräumlichkeiten geschaffen werden. 1 872 kaufte der Militärfiskus das Grundstück an der Stirnseite des Neustädtischen Marktes und baute es 1873 zu einem Offizierskasino aus. In dieser Form existierte es bis 1 9 1 9. Das rechts im Bild erkennbare Wohn- und Geschäftshaus mit großerToreinfahrt stammt schon aus dem 18. Jahrhundert. Das übernächste

Haus beherbergt, genau wie heute, den Gasthof'Zum schwarzen Roß'.

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Offizier-Casino.

J. Prtedlüuder, tu-andenburg.

83 Reichsbank, NeustadtMarkt 10

Der wirtschaftliche Aufschwung seit der Gründerzeit brachte für die Unternehmer und Gewerbetreibenden Geldgewinne und Reichtum. Bank- und Wechselgeschäfte wurden hier in der Reichsbank (Reichs bankstelle, Dresdner Bank) erledigt.

Das Bankhaus mit herausragender Sandsteinfassade und den Treppengiebeln wurde 1901/1902 zum Teil im neogotischen Stil erbaut. Beteiligt war daran Max Hasak (Berlln).

Links: Klein und unscheinbar, dennoch historisch wertvoll, ist das Bürgerhaus (NeustadtMarkt 11) aus dem 18. Iahrhundert.

Reiohabanlc, ~FUSS nus dDtrandenbullg u, }p.

84 Mühlentorturm der Neustadt

DieserWehrturm (24 m hoch) gehörte zur Stadtbefestigung der Neustadt und diente zusätzlich als Gefängnis. Hier führte einst die Handels- und Fernverkehrsstraße Magdeburg über Plaue bzw. Ziesar in Richtung Brandenburg-Neustadt - Dominsel nach Berlin entlang. An diesem reich gegliederten und in norddeutscher Backsteinbauweise ausgeführten Turm fallen die Maßblendwerke auf und erinnern an einen Kirchenbau.

Der Turm wurde 1411 von Meister Nikolaus Craft aus Stettin erbaut. Dies weist eine Tontafel an der Südweste aus. Aus verkehrstechnischen

Gründen mußte 1864 aus dem rechteckigen ein achtekkiges Fundament' gezaubert' werden.

jvlühlthor.

J3randenburg a. .rL

85 St.i-Annen-Straße, um 1900

Die St.-Annen-Straße um die Jahrhundertwende war mit einerVielzahl von Wohn- und Geschäftshäusern der unterschiedlichsten Baustile beidseitig bebaut.

Seit 1893/94 überragte das seit 1841 an dieser Stelle existierende Postamt (Bildmitte ) mit seinem imposanten Neubau und dem bis 1933 genutzten 40 m hohen Fernsprechturm die gesamte Häuserzeile.

Nur das Kaufhaus Sigmund Haagen an der Ecke zum Neustädtischen Markt halt einem Vergleich stand. Das Neustädtische Rathaus dagegen wirkt aus dieser Perspektive sehr bescheiden.

86 St.-Annen-Straße

Bliek von der St.-AnnenBrücke auf die St.-AnnenStraße in Richtung Neustädtischer Markt. Rechts im Hintergrund das Rathaus der Neustadt (Baubeginn: 14. [ahrhundert) und die Reichspost, erbaut 1893/94 im märkischen neogotischen Backsteinbaustil. Links hinter der Brücke: die sogenannte Weiße Villa, auch Stadt-Villa genannt. 1890 erwarb der Fabrikant Carl Reichstein

(1847 -1931). Mitbegründer und Mitinhaber der Brenriabor-Werke, dieses Gebäude. Danach begannen wesentliche Umbauten.

Der Straßenzug und damit

alle genannten Gebäude wurden 1945 durch die Kampfhandlungen sinnlos zerstört.

87 St.-Annen-Straße, 19/20, Poststempel 1916 Dieses Gebäude und die im neogotischen Backsteinbaustil errichtete Reichspost bestimmten die linke Seite der St.-Annen-Straße. Hier befand sich seit 1912 die Druckerei und derVerlag OUo Sidow & Co. Zahlreiche Publikationen der Arbeiterparteien, vorwiegend der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, sowie Heimatliteratur wurden 'bei Sidow' gedruckt.

Seit 1891 erschien die 'Brandenburger Zeitung', das Presseorgan der Brandenburger SPD. Nur Reste der Hofgebäude überstanden 1945 die Kriegszerstörungen.

Im Erdgeschoß befanden sich unter anderem eine Buch-

handlung sowie Geschäftsräume des Konsumvereins 'Vorwärts' .

88 St.-Annen-Straße, nach 1912

Diese Straße hat eine wechselvolle Geschichte. Häufige Umbenennungen, zuerst und [etzt wieder St.-Annen-Straße, vorübergehend A.-Hitler-Straße, dann Friedensstraße, weisen auf den jeweiligen Zeitgeist hin.

Breit, repräsentativ, ja ruhig wirkt sie gegenüber der heutigen Zeit, wo sich eine 'Blechlawinc' und die Straßenbahn allmählich fortbewegen. Hier konnten einst Droschken und Fuhrwerke neben der Straßenbahn fahren!

Die interessant gestalteten elektrischen Leitungsmasten mit Blumenkörben bestanden seit etwa 1911.

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