Brannenburg in alten Ansichten

Brannenburg in alten Ansichten

Auteur
:   H. Pabst
Gemeente
:   Brannenburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4882-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brannenburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Wann die ersten Menschen ins hiesige Voralpenland kamen, ist nicht gewiß, aber daß sie in der Steinzeit schon hier waren, ist durch Funde im Landkreis gesichert. Die Kelten trafen hier auf die Volksstämme der Veneter und Illyrer. Im Jahre 15 v. Chr. erfolgt ein Feldzug der Römer, der die Kelten niederwirft und das Land westlich des Inns als Provinz Rätien ins Römische Reich eingliedert. Nach dem Jahre 500 kommt der Stamm der Bajuwaren. Die Ureinwohner werden dabei nicht völlig verdrängt, was erhalten gebliebene keltische und römische Flurnamen bezeugen.

Es beginnt die geschichtliche Entwicklung des Herzogtums Bayern, das in Gaue eingeteilt war. Unsere Gegend gehörte zum Sundergau. Die nächstkleinere Gliederung waren die etwa vierzig bis fünfzig Grafschaften. Unser Gebiet war Teil der Mangfallgrafschaft. Der am frühesten nachgewiesene Graf für dieses Gebiet war offensicht-

lich Adalhart (778-783), der in einer Akte über Rupilinga (Raubling) vorkommt.

Eine Urkunde über ein Adelsgeschlecht in Brannenburg stammt von 1113 aus dem Kloster Tegernsee, in der ein Gottschalk von Prantenberg als Zeuge bei einer Schenkung unterschreibt. Später erscheinen die Prantenberger als Ministeriale des Grafen Siboto von F alkenetein .

Mit dem Aussterben der· örtlichen Adelsfamilie fiel Brannenburg an Herzog Ludwig IV. Es wurde ein Pflegamt, das ist ein Verwaltungsamt, ähnlich einem ganz kleinen Landratsamt. Zwei Jahrhunderte verwalteten herzogliche Beamte den Ort. Dann verlieh Herzog Albrecht die Hofmark an den 'Goldenen Ritter' Caspar Winzerer als erbliches Lehen. Später folgten in Amt und Besitz die Familien Pienzenauer, die Freiherren von Hundt und die Grafen von Preysing, schließlich Arco-Zinneberg bis mit der Revolution von 1848 die Geschich-

te von Brannenburg als Herrschaftssitz endete. Die Nachfolgenden waren nur noch als hiesige Bürger Besitzer des Schlosses und der zugehörenden Liegenschaften.

Nachdem Bayern Königreich geworden war, wurden 1808 die Steuerdistrikte eingeführt. Bis 1818 wurden daraus die politischen Gemeinden. Wie in fast allen Landgemeinden war auch bei uns bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die Landwirtschaft der fast ausschließlich den Ortscharakter bestimmende Faktor. Eine Ausnahme bildeten bis dahin die wenigen Bediensteten in Schloß und Brauerei und einige kleine Handwerksbetriebe. Die erste Veränderung kam mit den Steinbeis'schen Unternehmungen Dampfsäge, Wegebau, Tunnelbau, Holzwirtschaft, die Zuzug von Arbeitern brachten und das Gewerbe belebten. Die zweite Veränderung kam mit dem beginnenden Fremdenverkehr, vor der Jahrhundertwende noch reiner

Sommerfrischlerbetrieb. Die Wendelsteinbahn schließlich machte Brannenburg weithin bekannt. Eine Sonderentwicklung kam durch den Bau der Kaserne mit dem Zuzug vieler auswärtiger junger Familien.

Die große Bauwelle in den fünfziger und sechziger Jahren brachte nochmals dem örtlichen Gewerbe weiteres Wachstum und der Landwirtschaft Einengung. Schließlich im Rahmen der Gebietsreform von 1971 kam es zum Zusammenschluß der drei Dorfgemeinden Brannenburg, Degerdorf und Großbrannenberg.

Wer mehr über die Geschichte des Ortes wissen will, möge nachlesen in 'Das Buch von Brannenburg' von Helmut Pabst, 2. Auflage 1977, 240 Seiten, erhältlich beim Verkehrsverein Brannenburg.

1. Die erste Brücke über den Inn entstand 1889 von Februar bis April für 29 500 Mark. Man zahlte zehn Pfennig pro Person Maut (bis in die dreißiger Jahre), dreißig Pfennig für Einspänner, fünfzig für Zweispänner.

2. Sie war deutlich höher gestellt, da noch Schiffs- und Floßverkehr ging, der aber mehr und mehr durch die Eisenbahn abgelöst wurde. 1938 ging die letzte Floßfracht mit 6 800 Ster. Am Nußdorfer Ufer sieht man das Mauthäusl. Die zweite Brücke stand bis 1970, die dritte wurde 1980 wegen der Staustufe um vier Meter gehoben.

3. 'Zur Erinnerung an den Ausmarsch des Bayr. Feld-Infanterie Bataillons Nr. II, 3. Kompanie am 1. September 1915 Kirmayer Anton.' Für wieviele die letzte Fahrt?

4. Königlich Bayerisches Postamt 3. Klasse in gemieteten Räumen des damals Steinbeis gehörenden Gebäudes. Ein Vorsteher, ein Expedient 2. Klasse und Postgehilfen um 1911.

5. Diese 'Freilufthalle' stand ursprünglich beim 'Bad WendeIstein' , heute Postheim. In den zwanziger Jahren kaufte sie der Sportverein für 1 580 Reichsmark und stellte sie auf dem von Dr. Steinbeis gestifteten Grundstück auf. Seit 1959 steht dort die wiederum von Steinbeis geförderte neue Turnhalle.

6. Die Bahnhofstraße vor dem Ersten Weltkrieg. Links vor dem Spalier an der Villa Dr. Glaser erkennt man mit der Lupe Brannenburgs erstes Auto von 1909.

7. Die Bahnhofstraße, dort wo jetzt links das Christophorusheim steht, um 1906. Links die Dampfsäge - später Holten, heute Lindner - rechts die alte Post mit Zustellbereich einschließlich Kirchdorf, Holzhausen und Flintsbach.

8. Brannenburg 1911. Der Bräuhauskamin raucht, das Schloß ist noch nicht zugewachsen. Die erste Kanalisation als Graben neben der Straße endet frei im Feld an der 'Viehgasse'. Der Bad Anger ist keine Siedlung, nur freie Wiese. Der Baumbestand am Schrofen ist - auf späteren Bildern gefällt - der Vorgängerbestand vom jetzigen.

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