Breisach am Rhein in alten Ansichten

Breisach am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Gebhard Klein
Gemeente
:   Breisach am Rhein
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2823-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Breisach am Rhein in alten Ansichten'

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9. Orgelempore und Fresken Martin Schongauers, Martin Schongauer, der Colmarer Maler und Kupferstecher, siedelte 1488 nach Breisach über und starb 1491 als Bürger dieser Stadt. Auf drei Wandflächen im Westbau des Münsters malte er von der Decke bis zum Boden reichend das Weltgericht mit Christus als Weltemichter. Mehrfach im Verlauf der Jahrhunderte wurden die Wände neu getüncht, Schongauers Gemälde überstrichen und 1811 eine Orgelempore an der Westwand erbaut. 1931 wurden die Fresken freigelegt und eine neue Orgelempore in der Westhalle frei aufgestellt. Sie wurde 1960 wieder entfernt, um den Bliek auf das Gemälde freizugeben. Das 'Jüngste Gericht' Martin Schongauers im Breisacher Münster ist die Krönung und Vollendung seines Lebenswerkes und gehört zum Großartigsten der spätgotischen Wandmalerei nördlich der Alpen.

10. Geplanter Westturm. In Zusammenhang mit den Instandsetzungsarbeiten des Münsters in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war auch die Errichtung des Westtunnes ins Auge gefaßt worden. Die Bürgerschaft unterstützte den Plan mit größtem Nachdruck. Man gründete 1885 einen Münsterbauverein, die 'Breisacher Bauhütte', um die erforderlichen Gelder zu beschaffen. Architekt Baer vom Erzbischöflichen Bauamt in Freiburg hatte eine flüchtige Skizze mit einem niedrigen Kuppeltunn in spätgotischem Stil als Haupttunn im Westen gefertigt, die ohne sein Wissen als Vignette auf den Aufruf des Münsterbauvereins abgedruckt wurde. Bauliche Untersuchungen ergaben jedoch, daß weder die Fundamente noch das Mauerwerk den vorgesehenen Tunn zu tragen vermochten. So mußte der Plan, einen Westtunn zu errichten, aufgegeben werden.

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H. Ölberg und Hagenbachtürmchen an der Westfassade des Münsters. Das Aquarell zeigt das Münster vor der Renovierung in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. An der Westfassade stand zu beiden Seiten des Hauptportals unter Pultdächern geschützt eine spatgotische Ölberggruppe aus lebensgroßen Sandsteinfiguren. Eine Totenleuchte, das sogenannte Hagenbachtürmchen, die die Bäckerzunft im Jahre 1476 zu Ehre Mariens auf dem Friedhof beim Münster hatte errichten lassen, wurde nach der Aufhebung des Friedhofs 1648 vor dem Ölberg aufgestellt. Im Verlauf der Instandsetzungsarbeiten kamen die Figuren des Ölbergs 1886 auf den alten Friedhof bei der Josefskirche. Die Totenleuchte wurde an der Südseite des Radbrunnens aufgestellt und 1983 auf die Nordseite versetzt,

12. Krypta. Um 1300 begarm der Umbau des romanischen Münsters mit der Errichtung des Chores in hochgotischem Stil. Da das Gelände nach Osten abfállt, erstellte man eine nach außen offene Unterkirche mit einem reich verzierten Sterngewölbe, deren Bögen auf einem Mittelpfeiler aufliegen. Das ganze Mittelalter hindurch scheint sie dem Totenkult gedient zu haben. Um 1890 wurde ein Ölberg mit Holzfiguren aufgestellt, die heute noch erhalten sind, Seit einigen Jahren schmückt die Krypta ein Dornenkranz aus Sandstein, der die Leiden des Krieges versinnbildlichen soll, Der Corpus am Mittelpfeiler sind die Reste des ehemaligen Kreuzes vor dem Hauptportal des Münsters.

13. Im Sommer 1924 wurden die Breisacher Festspiele auf dem Münsterplatz aufgenommen. Der Freiburger Dichter Wilhelm Fladt hatte das Heimatstück 'Peter von Hagenbach' für die Breisacher Freilichtbühne geschrieben. Harry Schaefer, der ehemalige Spielleiter des Freiburger Theaters, hat mit großem Wagemut die Regie übernommen. 323 Breisacher haben voll Begeisterung und ohne Entgelt alle Sonntage zwischen Mai und Oktober mitgewirkt, sie spielten in ihrer heimisehen Mundart ihre eigene geschichtliche Vergangenheit und legten ein Bekenntnis zu ihrer Heimat ab. Tausende kamen zum Teil aus entfernten Orten und erlebten ein Spiel voll Spannung und Harmonie.

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14. Portale in der Oberstadt. Die Radbrunnenallee verläuft in Längsrichtung des Münsterberges und ist in staufischer Zeit um 1200 als geräumige Marktstraße angelegt worden. Hier standen die städtischen und kirchlichen Gebäude, hier wohnten Ritter und Kaufleute, hier stiegen Könige und Kaiser ab, hier war der Mittelpunkt der Stadt, Nach der Zerstörung von 1793 blieb die Oberstadt fast unbesiedelt, hinter den Mauerresten der zerstörten Patrizier- und Bürgerhäuser wurden Obst- und Rebgärten angelegt. Das Leben verlagerte sich in die Unterstadt. Die Zeichnung zeigt das bei der Zerstörung von 1793 erhaltengebliebene Portal des alten Rathauses von 1536 und das Portal des Herrenzunfthauses 'Zur roten Kuppe'.

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15. Radbrunnen. Die Ansicht aus dem Jahre 1898 zeigt den Radbrunnen in der Oberstadt in seitlich verzerrter Form, Er ist ein Bauwerk der Zähringer aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Der Brunnenschacht ist mehr als 41 Meter tief zum Teil in Felsen gehauen und reicht bis auf den Wasserspiegel des Rheins. Der Turm hatte ursprünglich eine Höhe von 54 Metern, nach der Zerstörung im Jahre 1793 wurde er bis auf 18 Meter abgetragen und mit Zinnen versehen. In diesem Turm wurde in alter Zeit Rat gehalten und 1474 Peter von Hagenbach gefoltert. Nach Norden war die Hauptwache angebaut, die bis in den Zweiten Weltkrieg hinein der Feuerwehr als Spritzenremise diente.

16. Hölzernes Tretrad. Das ganze Mittelalter hindurch mußten die Bewohner der Oberstadt über ein Tretrad im Radbrunnen das Wasser in Eimern aus fast 42 Metern Tiefe nach oben schöpfen. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts ersetzte man das hölzerne Tretrad durch ein Rad aus Eisen, das von Hand gedreht werden mußte. Das heutige hölzerne Tretrad stammt aus dem Tiefbrunnen des Klosters Sankt Ursula und wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg im Radbrunnen eingebaut. Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde in Breisach die zentrale Wasserversorgung gebaut, und auch die Oberstadt erhielt ihr Wasser über eine Ringleitung.

17. Hagenbachtürmchen. Herzog Sigmund von Österreich verpfándete 1469 die Stadt Breisach an Herzog Karl den Kühnen von Burgund, Sein Landvogt Peter von Hagenbach fiihrte ein Schreckensregiment, er erhob rechtswidrig Steuern, belegte die Stadt mit Truppen und verging sich an Frauen. Am Ostermontag 1474 wurde er in Ketten gelegt, im Radbrunnen gefoltert, zum Tode verurteilt und vor dem Kupfertor mit dem Schwert hingerichtet. Die Totenleuchte vor dem Ölberg wurde als Hagenbachtürmchen angesehen, das die Witwe 1476 zu seinem Gedenken habe errichten lassen. Die Stiftungskommission wollte kein Denkmal vor dem Münster dulden, das an einen gemeingefährlichen Menschen erinnere. So wurde die Totenleuchte 1886 auf der Südseite des Radbrunnens zwischen gotischen Architekturteilen und dem Pranger aufgestellt,

18. Pforrsches Patrizierhaus. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1901 und zeigt den Bliek vom Radbrunnen über die Rebgärten in der Oberstadt. Das Eckhaus rechts mit dem Türmchen ist das 1511 erbaute Pforrsche Patrizierhaus vor der Renovierung im Jahre 1903. Hier weilte Kaiser Karl VI. bei seinem Aufenthalt in Breisach, hier war nach der Beschießung der Stadt im Jahre 1793 die Stadtverwaltung untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus zerstört und später im alten Stil wieder aufgebaut. Im zweistöckigen Gebäude links mit dem hohen Dach war von 1901 bis 1918 die ehemalige Militärbrieftaubenstation untergebracht. 1927 haben die Lehrfrauen von Sankt Ursula das Haus erworben und das Ursulinenkloster eingerichtet.

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