Breisach am Rhein in alten Ansichten

Breisach am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Gebhard Klein
Gemeente
:   Breisach am Rhein
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2823-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Breisach am Rhein in alten Ansichten'

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49. Rheintor. Als Breisach nach dem Westfálischen Frieden 1648 eine französische Stadt geworden war, ließ Ludwig XIV. die Festung nach allen Seiten hin erweitern und verstarken. An der Stelle des alten Rheintores entstand um 1670 das dreigeschossige barocke Rheintor, Der Durchgang von der Rheinbrücke zur Stadt konnte durch schwere Tore geschlossen und durch Fallgitter gesichtert werden. Das Bauwerk ist als ehemaliger rechtsrheinischer Brückenkopf Frankreichs und als repräsentative Eingangspforte zur Stadt nach der Rheinseite hin architektonisch reich gestaltet. Es hat monumentalen Charakter und ist ein Kunstwerk von bedeutendem Rang. Das Rheintor diente abwechselnd der Torwache als Unterkunft, es war Militärlazarett, Kaserne, Mietshaus, Zigarrenfabrik, Tapetenfabrik, Armenhaus und Museum.

50. Kaiserstuhlmuseum. Im Spätjahr 1927 wurde durch die Bemühungen Breisacher Bürger, unter ihnen insbesondere Eugen Zanger, und der Stadtverwaltung im Rheintor das Kaiserstuhlmuseum eröffnet. Als Heimatmuseum sollte es Gegenstände aus Breisach und dem Kaiserstuhl aufnehmen, um die kulturelle und geschichtliche Entwicklung des engeren Heimatgebietes aufzuzeigen. Ausgestellt waren holzgeschnitzte Figuren, handgeschmiedete Grabkreuze und Wirtshausschilder, Ofenplatten, Möbel und Handwerkszeug aus alter Zeit, Münzen und Siegel der Stadt, Zunftbücher und alte Stiche, Steinfiguren des ehemaligen Ölbergs am Münster, ein römischer Brunnen aus Hochstetten und Funde aus der Ur- und Frühgeschichte. Die wertvollsten Gegenstände wurden 1939 bei Kriegsbeginn ausgelagert, anderes wurde bei Kriegsende zerstört, nur weniges ist heute noch erhalten,

51. Einsturz der Mauer am Langen Weg 1896. Im Sommer 1896 mußte ein Teil der unteren Stützmauer am Langen Weg wegen Baufälligkeit abgetragen und neu aufgeftihrt werden. Während der Zeit der Bauarbeiten war die Straße für Fuhrwerke gesperrt. Als die Mauer fertiggestellt und für den Verkehr wieder freigegeben war, stürzte sie am 15. Oktober spät abends unter heftigem Krachen ein, riß ein unbewohntes Haus mit, überschüttete ein danebenstehendes und bewohntes Haus mit Steinen und Erde und drückte den Dachstuhl ein. Die Bewohner, die schon zur Ruhe gegangen waren, konnten sich mit knapper Not retten. Die schlechte Bauausführung, das frisch aufgeftillte Erdreich hinter der Mauer in Verbindung mit Erschütterungen und anhaltendem Regen waren offensichtlich die Ursache für den Einsturz der Mauer.

52. Felsenfestung Breisach, Die Darstellung aus dem Jahre 1871 zeigt die hoch über dem Rhein auf einem steilabfallenden Felsen gelegene Oberstadt. Breisach war 1185 als Kaufmannsstadt gegründet, entwickelte sich aber immer mehr zu einer Festung. Der innere Festungsgürtel war das Zähringerschloß mit Graben und Zugbrücke. Vom Rheintor führte der Zugang zur Oberstadt durch das Kapftor. Auch die Unterstadt war ummauert und ist mehrfach erweitert worden. Sie war gesichert durch Türme und Tore, durch Bastionen, Gräben und Brücken. Breisach war die stärkste Festung am Oberrhein, sie war des Heiligen Römischen Reiches Ruhekissen und für Frankreich die Brücke, das Tor und der Schlüssel zum Reich.

53. Das Kapftor wurde um 1200 erbaut und gehört zu den oberen Anlagen der mittelalterlichen Festung Breisach. Es schützte den Zugang zur Oberstadt von der Rheinbrücke und vom Langen Weg her. Über dem Torbogen ist eine Sandsteinplatte mit dem Breisacher Sechsbergewappen und der Jahreszahl 1454 angebracht. Darüber ragt eine erkerartige Pechnase vor. Das Tor war durch ein Fallgitter zu schließen. Der Name leitet sich vom mittelalterlichen 'Kapfen' ab und bedeutet 'schöne Aussicht', Von hier aus überschaut das Auge mit einem Bliek die ganze Ebene zwischen Rhein und den Vegesen.

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54. Kupfertor. Bei der Erweiterung und Verstärkung der Festungsanlagen in der französischen Zeit ist das neue Kupfertor erbaut worden. Es war das Eingangstor zur Festung im Nordosten der Stadt vom Kaiserstuhl her, es hatte Unterkunftsräume und zwei Wachlokale für Offiziere und Soldaten. Bei der Beschießung der Stadt im Jahre 1793 wurde das Kupfertor zerstört und 1830 abgetragen. Nur die beiden Wachlokale blieben erhalten. 1981 wurde das Tor in neuer Form wieder aufgebaut und beherbergt seit 1982 die Narrennester A1gerio und Hofnarren. Das alte Kupfertor stand etwa 100 Meter weiter westlich in der Einmündung der Rheintorstraße auf den Kupfertorplatz im Zuge der Festungsmauer vom Spector zum Rhein.

55. Die Aufnahme zeigt die Judengasse mit der Synagoge - das große Haus links - nach einem jüdischen Gottesdienst. Schon um 1300 wohnten Juden in Breisach in der ehemaligen Judengasse, der heutigen Rheintorstraße, in einem Ghetto. 1550 wurde wohl der erste Friedhof angelegt. 1681 gab es eine kleine Synagoge und seit 1710 einen Rabbiner in der Stadt, Im letzten Jahrhundert nahm die jüdische Bevölkerung ständig zu und machte 1855 mit 558 jüdischen Einwohnern 17 Prozent der Bevölkerung aus, 1827 entstand eine jüdische Volksschule. Von 1827 bis 1885 war Breisach der Sitz eines Bezirksrabbinats. Zwischen 1830 und 1840 wurde die alte Synagoge durch einen Neubau ersetzt und 1900 ein neuer Friedhof angelegt.

56. Bercherbrauerei. Der aus Burkheim stammende Franz Josef Bereher gründete 1844 in der Kupfertorstraße eine Bierbrauerei. 1886 wurde der Betrieb vollständig umgebaut und modernisiert. Bis 1890 konnte der Absatz auf 30000 Hektoliter pro Jahr gesteigert werden. Die Auslieferung erfolgte über Bierniederlagen und in eigenen Wirtschaften ins badische Oberland bis Lörrach und in das nahe Elsaß bis Thann und Schlettstadt. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten mußte die Brauerei 1909 den Betrieb schließen, Im Jahre 1920 hat die Stadt das Grundstück erworben, um Wohnungen zu errichten. Die Kellerräume der früheren Brauerei werden heute von der Sektkellerei Deutz & Geldermann und von der Zentralkelierei Badischer Winzergenossenschaften genutzt.

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57. Kasernen. Als Breisach 1893 wieder eine Garnison erhielt, steilte die Stadt die Goldfabrik, eine ehemalige Reiterkaserne in der Kupfertorstraße, zur Verfügung. Als sie den Anforderungen nicht mehr genügte, erstellte die Militärverwaltung auf städtischem Gelände in der Hohenzoilernstraße neue Kasernen. Die Offiziersmesse wurde im Dezember 1901 eingeweiht, das 14. Fußartillerieregiment zog 1902 ein. Es wurden Wohnungen ftir unverheiratete Unteroffiziere gebaut und 1913 die Kasernen erweitert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden staatliche Behörden untergebracht und Wohnungen ftir Beamte und Elsaß-Flüchtlinge eingerichtet. Die Weberei Obrecht erhielt Fabrikationsräume und Wohnungen für die Arbeiter. Seit 1945 beherbergen die Kasernen die französische Garnison.

58. Die Josefskirche wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaut, als 1648 der Friedhofvom Münsterplatz an die Muggensturmstraße in der Unterstadt verlegt worden war. Dieses Gelände war durch die Erweiterung der Festung freigeworden, Bis zur Aufhebung des Friedhofs im Jahre 1858 diente die Josefskirche als Friedhofskapelle. Der Eingang führt durch eine Vorhalle, die früher nach drei Seiten offen war. Der Glockenturm besteht im unteren Teil aus den Resten des Schwedenturms, eines ehemaligen Wachturms der mittleren Festungsmauer. Zahlreiche, zum Teil wertvolle Grabsteine schmücken den alten Friedhof. Die evangelische Kirchengemeinde feierte von 1868 an bis zur Einweihung der eigenen Kirche im Jahre 1904 ihre Gottesdienste in der Josefskirche.

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