Breisach am Rhein in alten Ansichten

Breisach am Rhein in alten Ansichten

Auteur
:   Gebhard Klein
Gemeente
:   Breisach am Rhein
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2823-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Breisach am Rhein in alten Ansichten'

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59. Altgasse mit Speeter. Das Spector oder Gutgesellentor ist schon im Jahre 1319 erwähnt. Es sicherte den südlichen Aufstieg zum Münsterberg und war als Teil der ehemals äußeren Festungsmauer gebaut, die von Süden bis Norden den Münsterberg umfaßte, Eine Pechnase und ein Fallgitter sicherten das Tor. Sein Name kommt vom lateinischen specula - Beobachtungsposten, Warte, Gutgesellentor leitet sich wohl von einem Wachhabenden des Tores mit dem Familiennamen 'Gutgesell' ab. Im letzten Jahrhundert war das Spector das Wachlokal der Polizei und des Nachtwächters. Seit 1936 ist es die Zunftstube der Narrenzunft. Im Oktober 1944 wurde das Tor zerstört und 1954 nach altem Vorbild wieder aufgebaut.

60. Das Windbruchtor, auch Bürgerturrn und fàlschlicherweise nach dem burgundischen Landvogt Hagenbachturm genannt, ist im 13. Jahrhundert erbaut worden. Es sicherte die Münsterbergstraße oberhalb der Schänzletreppe, Bei der Beschießung der Stadt im Jahre 1793 ist das Tor ausgebrannt und erst 1840 notdürftig wiederhergestellt worden. Es diente damals als bürgerliches Gefängnis, wovon auch der Name 'Bürgerturm' abgeleitet ist, Nach der fast völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1951 nach alten Zeichnungen wieder aufgebaut. Die danebenliegende Jugendherberge benutzt das Windbruchtor als Schlafräume.

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61. Gutgesellentorplatz. Die Ansicht zeigt das Gasthaus zum Hirschen am Gutgesellentorplatz und im Hintergrund die Spitalkirche, In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts kamen in Breisach die Fahrräder auf, 1892 fuhr der Breisacher Arzt Dr. Eberle als erster in der Stadt ein Automobil von Karl Benz aus Mannheim. Durch Gäste, die mittags oder abends aus Epinal, Mülhausen und anderen Orten des Elsasses nach Breisach kamen, um die guten Forellen und Rheinfische zu essen, nahm der Automobilverkehr nach 1900 immer mehr zu.

62. Der Neutorplatz hat seinen Namen vom barocken Neutor, das 1637 hier erbaut, 1793 zerstört und 1830 abgetragen worden ist. Eine vierzeilige Kastanienal1ee führte vom Bahnhof her auf den Platz. Zwei Straßen gehen ab in die Stadt, die Rheinstraße, ehemals Lammgasse, zum Marktplatz, und die Neutorstraße, ehemals Neugasse, zum Marktplatz und zum Gutgesellentorplatz. Hier waren die Schweinemärkte und zeitweise auch der Gemüse- und Wochenmarkt. Ende Oktober beim großen Jahrmarkt waren hier das Karusell und die Schießbuden aufgestellt. Um den Platz lagen bekannte Bierund Weinlokale: 'Der Salmen' mit seinen Fischspezialitäten, die Brauerei Franz in der Rempartstraße, auf dem Bild links die Brauerei Dienst mit dem Gasthaus 'Zum Kreuz' und dahinter die Restauration Selz, das spätere Gasthaus Stadt Freiburg. Abgegangen ist die Wirtschaft 'Zum wilden Mann' im ehemaligen Haus des Malermeisters Chavoen.

63. Neugasse um 1900. Die Neugasse, die heutige Neutorstraße, führt vom Neutorplatz zum Spector und zum Marktplatz. Sie ist seit dem Wiederautbau der Stadt nach 1793 die Hauptgeschäftsstraße mit Ladengeschäften jeder Art. An ihr lagen die von Einheimischen und von Gästen gerne besuchten Gasthäuser 'Zur Kanone', der heutige 'Eckartsberg', 'Der Salmen', heute ein Lebensmittelgroßmarkt, 'Der Bayerische Hof', 'Der Schlüssel', das Gasthaus 'Sankt Lorenz', das im Krieg zerstört und als Niederlage der Brauerei Ganter aufgebaut wurde, das Hotel 'Deutscher Kaiser', das spätere Hotel 'Post', und beim Spector 'Der Elsässer Hof'. Gegenüber 'Dern Schlüssel' war die Buchdruckerei Carl Späth, die 1906 Karl Maier übernommen hat. Er hat die Breisacher Zeitung, die 1883 gegründet und wegen Beziehermangel eingegangen war, wieder neu herausgegeben.

64. Brauerei Franz, Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1898 zeigt das Bräuhaus und die Wirtschaft der Brauerei Franz am Neutorplatz. Sie wurde von Josef Franz im Jahre 1896 gegründet und Ende 1897 in Betrieb genommen. Die modernen Kellereianlagen waren für eine Produktion von 14 000 Hektolitern pro Jahr eingerichtet. Durch Gesellschafterbeschluß wurde die Brauereigesellschaft im Oktober 1913 aufgelöst. Nach mehrfachem Besitzerwechsel ging das Grundstück 1938 durch Kauf an die Stadt, die es dem Landkreis Freiburg zur Errichtung der Kreisgewerbeschulen zur Verfügung stellte. Heute steht auf dem Grundstück das Internat der Kreisgewerbeschule Breisach.

65. Evangelische Kirche. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat der evangelische Anteil an der Breisacher Bevölkerung stark zugenommen, vor allem durch Angehörige norddeutscher Regimenter der Garnisen. Am 1. Juni 1868 war der erste evangelische Gottesdienst in der Josefskirche auf dem alten Friedhof. Im Jahre 1896 kam ein Pastoratiensgeistlicher nach Breisach, 1911 wurde die Pfarrei errichtet, Auf einem alten Festungswall, dem 'Kirchbergle', wurde 1904 die evangelische Kirche in neugotischem Stil mit einem schlanken Glockenturm erbaut und im Dezember unter großer Beteiligung feierlich eingeweiht. Anfang 1945 erhielt die Kirche bei einem Fliegerangriff einen Volltreffer und wurde zerstört. Gerettet wurden der Taufstein, zwei Apostelbilder und die kleine Glocke, die bei Kriegsbeginn nicht abgeliefert werden mußte.

BREJSACH.

Evang. Kirche.

66. Glockenweihe 1928. Im Ersten Weltkrieg mußte die evangelische Kirchengemeinde ihre Glocken abliefern. 1927 haben die Konfirmanden ein ganzes Jahr lang für neue Glocken gesammelt. 1928 konnten die drei Glocken 'Glaube', 'Hoffnung' und 'Liebe' beschafft werden. Unter Musikgeleit durch den Musikverein hat Rudolf Haag sie am Abend des 22. Mai mit einem Pferdewagen am Bahnhof abgeholt und zur Kirche gefahren, Bei der Feier der Glockenweihe im Juni 1928 sprachen auch der katholische Stadtpfarrer und der jüdische Rabbiner. Die beiden größeren Glocken mußten im Zweiten Weltkrieg wieder abgeliefert werden. Die kleinere Glocke wurde trotz der Zerstörung der Kirche gerettet und gegen die Glocke, die 1952 im Türmchen der Notkirche aufgehängt wurde, in Zahlung gegeben,

67. Grundiermaschine und mechanischer Trockenhang um 1880. Die Tapetenfabrik Erismann & Cie wurde 1838 gegründet und hat die Produktion im Rheintor aufgenommen. Als die Räumlichkeiten zu eng geworden waren, wurde der Betrieb 1858 in das eigene, neuerrichtete Gebäude auf dem Gelände an der ehemaligen Altgasse verlegt, auf dem er sich heute noch befindet, Immer mehr wurde die Tapetenherstellung mechanisiert, und immer leistungsfähigere Maschinen wurden angeschafft. Schon 1897 mußte die Fabrikanlage durch einen neuen Drucksaal erweitert werden. Um die Jahrhundertwende war Erismann & Cie eine der leistungsfähigsten Tapetenfabriken in Deutschland. Vor dem Ersten Weltkrieg war sie die Erwerbsquelle für etwa 120 Familien,

68. Grundsteinlegung der Elsässer-Häuser 1921. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen zahlreiche Familien und Einzelpersonen nach Breisach, die aus dem Elsaß ausgewiesen worden waren. Sie fanden Unterkunft in den ehemaligen Kasernen, die zu Wohnungen hergerichtet worden waren. Die Stadt stellte 1921 in der verlängerten Zeppelinstraße billiges Baugelände zur Verfügung, um für die Flüchtlinge acht sogenannte Elsässer-Häuser zu erbauen.

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