Bremer Straßenbahnen 1892-1992 /100 Jahre elektrischer Linienbetrieb

Bremer Straßenbahnen 1892-1992 /100 Jahre elektrischer Linienbetrieb

Auteur
:   Andreas Mausolf und Wilhelm Esmann
Gemeente
:   Bremer Straßenbahnen 1892-1992
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5283-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bremer Straßenbahnen 1892-1992 /100 Jahre elektrischer Linienbetrieb'

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Von den Eigenbau- Triebwagen der Baujahre 1900 bis 1907 (Nr. 33-179) wurden 1938 mehrere Exemplare umgebaut. Die Skizze zeigt den Zustand dieser Fahrzeuge (Nr. 18411 bis 19411) nach dem Umbau. (Zeichnung: Slg. Mester.)

BREMER KARTE

Bremen: 1) Land Freie Hansestadt B.; 404 km2 (kleinstes Land der Bundesrepublik mit den Städten B. (Hptst.) u. Bremerhaven, 654.000 E; Sceklirna; liegt in fruchtb. Marschldsch.; 2) Hafenst. an der Weser, Hptst. v. 1), 522.000 E; Staatsgerichtshof, OLG, LG; Univ.; Handelskammer, Börse; berühmter Marktplatz (Dom, Rathaus,

olandsäule); zwei größ er See- der

BRD, Umschlag für Wolle, Baumwolle, Tabak, olz, Kaffee; Schiflbau, Au omobilbau, Luft- und Raumfahrtindustrie, E ektroindustrie, Hochtechnologie, Stahl, Eisen-, Blech-, Silberwarenirrdustrie, Nahrungs- und Genußmittel; ~. - Gesch.: Bistum B. noch unter Kar! d. Gr. entstanden; 965 Marktrecht; 1303 Aufzeichnung des Stadtrechts; 1358 Mitgl. der Hanse; 1522 Reformation; 1646 freie Reichsstadt; ] 806 souveräner Stadtstaat; 1827 Anlage i Bremerhavens.

Die Bremer-Karten der BSAG mil unterschiedlichsten Motiven erschlossen neue Fahrgastpotentiale. Die Bremer Umweltkarten zum Preis von 40,- berechtigen bei voller Übertragbarkeit zur [reizügigen Nutzung von Bahn und Bus [ûr einen Monat. Sie sind darûber hinaus längst zu einem begehrten Sammlerobjekt geworden. Die abgebildete Bremer- Karte vermittelt wissenswerte Daten aus der Geschichte der Hansestadt.

100 Jahre elektrische Straßenbahnen im Linienverkehr in Bremen

Am 4. Juni 1876 hatte auf der Strecke vom Herdentor zur Vahrster Brücke die Pferdebahn Einzug in das Stadtbild der Hansestadt gehalten und sich in den folgenden Jahren ausgedehnt. Die Betreibergesellschaft nannte sich 'Bremer Pferdebahn'. Sie erhielt 1890 eine Konzession für einen vorübergehenden elektrischen Betrieb aus Anlaß der Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung zwischen der Börse in der Innenstadt und dem Veranstaltungsgelände am Bürgerpark. Damit verkehrte europaweit die erste elektrische Straßenbahn mit Stromabnahme über Stange und Rolle nach dem System Thornson/Houston. Nach Ende der Ausstellung verschwand die Elektrische zunächst wieder.

Knapp zwei Jahre später - am 1. Mai 1892 - fuhren die ersten elektrischen Straßenbahnen im Linienverkehr auf

der Strecke zwischen Horn und Börse. In den Folgejahren wurden auch die übrigen Strecken vom 'Hafermotor' auf elektrischen Betrieb umgestellt,

Aus der 'Bremer Pferdebahn' war zwischenzeitlich die 'Bremer Straßenbahn' geworden: Sie übernahm 1899 die Anlagen der 'Großen Bremer Pferdebahn', einer 1879 gegründeten Konkurrenzgesellschaft, die sich vergeblich um eine Konzession für den elektrischen Betrieb auf den von ihr berriebenen Pferdebahnstrecken bemüht hatte.

Neben der Elektrifizierung von Pferdebahnstrecken wurden natürlich auch neue Linien und Erweiterungen vorhandener Strecken eingerichtet. Die einzelnen Linien waren zunächst durch farblich unterschiedliche Kreistafeln auf dem Dach der Fahrzeuge gekennzeichnet. Erst 1908 erhielten sie Nummernbezeichnungen. In Bremen hat es insgesamt vierzehn Straßenbahnlinien gegeben. Im Jahre 1939 bestand die größte Anzahl von Linien mit den Nummern 1-16; die Linie 9 war allerdings bereits eingestellt; die Linien 13 und 14 waren geplant, wurden jedoch nie ausgeführt.

Ein Bild aus den Anfangstagen des öffentlichen Personennahverkehrs in Bremen: Noch lange nach Einführung der' Elektrischen' verkehrten in Bremen die 1876 erstmals eingesetzten Pferdebahnen. Unser Bild aus dem Jahre 1896 zeigt einen Pferdebahnwagen in der Obemstraße. Im Hintergrund ist der Turm der St.Ansgari-Kirche zu sehen, der mit 112 m Bremens höchster Kirchturm war. Rechts unten sind Teile des Blumenmarktes auf dem Liebfrauenkirchhof zu erkennen. (Slg. Beckmann.)

Nach Kriegsende fuhren trotz schwerster Schäden am 13. Juni 1945 in der Neustadt bereits wieder Straßenbahnen; in der Altstadt war dies zehn Tage später möglich. Doch erst Ende 1947 konnte die Straßenbahn nach Wiederherstellung der Großen Weserbrücke Neustadt und Altstadt wieder verbinden.

Die heute aus städtebaulicher und umweltschützerischer Sicht nur als Fehlleistung zu wertende autogerechte Stadtplanung der fünfziger und sechziger Jahre führte zu umfangreichen Streckenstillegungen bei der Straßenbahn (1949: Linie 8; 1952: Linie 12; 1964: alte Linie 5, nicht zu verwechseln mit heutiger Linie 5; 1965: Linie 7; 1967:

Linie 6, nicht zu verwechseln mit heutiger Linie 6; 1970:

Linie 11; 1972: Linie 4). Dem standen lediglich zwei Neubauprojekte gegenüber: Ab 1967 wurde schrittweise die neue Linie 1 und bis 1976 die Linie 6 ausgebaut. Seither hat das Bremer Straßenbahnnetz keine Erweiterungen mehr erfahren.

Inzwischen hat sich das Bewußtsein von Bürgern, Planern und Politikern gewandelt. Immer deutlicher wird, daß nur im Vorrang des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vor dem motorisierten Individualverkehr der Ausweg aus dem drohenden und allzu oft bereits vorhandenen Verkehrsinfarkt besteht.

Es steht nun fest, daß ab 1995 eine neue Linie 4 die dicht besiedelten Stadtteile Horn und Borgfeld erschließen wird, wobei ihre Weiterführung über die Landesgrenze angestrebt ist, Auch Universität und Technologiepark werden Anschluß an das Stadtbahnnetz erhalten; zahlreiche weitere Projekte befinden sich in der Planung. Die weltweit erste Gelenk-Straßenbahn mit durchgehend niederflurigem Fahrzeugboden wurde 1990 in Betrieb genommen und noch 1991 fiel die Entscheidung für eine Serienbestellung

dieses Typs, die allerdings in Erweiterung des Prototyps überwiegend vierteilige Fahrzeuge umfassen wird. Die konsequente Fahrwegtrennung zwischen ÖPNV und Pkw in Verbindung mit ÖPNV -gerechter Ampelansteuerung ist vielerorts bereits verwirklicht und wird ausgeweitet.

Die Bremer Straßenbahn fährt also in eine gesicherte Zukunft.

Die Autoren bedanken sich bei allen, die zum Gelingen dieses Bandes beigetragen haben. Neben den zahlreichen Privatpersonen, die uns großzügig Material aus ihren Archiven zur Verfügung stellten und jeweils unter den Fotos genannt werden, bedanken wir uns bei der Bremer Straßenbahn A.G. für die gewährte Unterstützung.

Für die Korrektur des Manuskriptes danken wir Frau MarcellaKuhn.

Literaturhinweise:

Hermann Wagenbrett Verkehrs-Oberinsp. d. BSAG:

Streifzug durch den Betrieb der BSA G von 1913 bis 1959 (Manuskript) .

Straßenbahn-Magazin NI. 21; dort: VehlberlMartens: 100 Jahre Bremer Straßenbahn.

Straßenbahn-Magazin NI. 75; dort: Mausolf: Großraumwagen in Bremen.

Straßenbahn-Magazin Nr. 79; dort: Mausolf: Bremer Straßenbahn auf dem Weg in das nächste Jahrtausend. 1876-1976: 100Jahre Bremer Straßenbahn, Hg. BSAG. Bilder von der Bremer Straßenbahn, Mausolf; Vlg.

Schweers und Wall, Aachen 1985.

Die Geschichte der Bremerhavener Straßenbahn, Mausolf/ Esmann; Verlag Eisenbahn-Kurier, Freiburg 1990.

Statistik <elektrischer Betrieb)

Tw.-Nr. Baujahr Typ. Erbauer Nr. ab 1946 bzw. Bemerkung Bw.-Nr. Nr. ab 1946 bzw. Bemerkungen
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1890 - 1946
1 - 321) 1890-1897 2x. Eigenbau 1910 noch 3 Tw. Rest =Bw 200 - 288
33 - 179 1900-1907 2x. Eigenbau 34 - 199 (Lücken. da Kv) 289 - 426 1001 - 1129 (mit Lücken)
180 - 189 1909 2x. Nordwaggon 180. 182 + 183. Rest =Bw
190 - 264 1913-1929 2x. Hansawaggon 200 - 259 (7 Tw 1956 = Bw) 427 - 606 1200 - 1333
265 1930 2x. Nordwaggon Mitteleinstieg. 1942=Bw 386
266.268-270 1937-1939 3x. Westwaggon 266 = 500. 269 = 501
267 1937 3x. Uerdingen
271 - 279 1940/41 2x. Eigenbau 350 - 356 351 - 356 1350 - 1354
280 - 284 1941 2x. Lindner 280 - 282 = 600 - 602 607 - 631 1600 - 1618. ab 1970 - 981-991
1947 - 1958
Nr. ab 1970 bz- .??. Bemerkung Nr. ab 1970 bzw. Bemerkung
700 - 724 1947-1949 2x. Bnn. Dock2) 886 - 899 1700 - 1726 975-980. vorher nach Umhau 1525-1530
400 1948 2x. Hansagelenk Aufbau. ab 1970 = 260 1400 + 1401 1334+1335. ab ca. 1965
651 - 654 1955 2x. Eigenbau 882 - 885 1621 - 1651 951-974. vorher nach Umhau 1501-1524
901 - 928 1955-1958 3x. Eigenbau/Hansa Gelenk-Tw. ab 1970 =831-856 1901 - 1928 931 - 948
801 - 805 1953 4x. LHB Großraum-Tw (Gr-Tw) 1801 - 1805 Großraum(Gr)-Bw. 901 - 905
806 - 827 1954/55 4x. Hansa/Ess I . Gr-Tw. Rest 1938 = 481-489 1806 - 1825 Gr-Bw. 906-925. ab 1988 Rest 690-697
Sämtl iehe is zu dieser Stelle genannten Fahrzeuge sind mit Ausnahme Sämtl iehe bIS zu dieser Stelle genannten Beiwagen
der museal erhaltenen Großraumwagen 481 und 487. sowie der histori- sind mit Ausnahme der museal erhaltenen Großraum-
sehen Zweiachser 149. Lehrwagen 1 ehem. 134. Tw 886 ehem. 701 und wagen 695 und 696 nicht mehr vorhanden.
des 3x-Gelenkwagens 846 ehem. 918 nicht mehr vorhanden.
1959 - 1991
401 - 479 1959-1967 4x. Hansawaggon Kurzgel.-Tw.475-479 ex VGB '" 601 - 648
501 - 559 1973-1976 4x. Wegmann Stadtbahn-Tw 701 - 758 Stadtbahn-Bw 758 tür Umbau der Tw 560
560 + 561 1976/77 6x. Wegmann ex 4x.Umhau 6x-Tw 1986/89 und 561 in 6x-Tw verwendet
801 1990 6x. MAN durchgängiger 'iederflur-Tw A.nmerkungen:

In diesen Nummern sind die Ausstellungswagen von 189J (alte Nr.3136) enthalten.

Bremer Doek- und Maschinenbau (A.G. Weser)

Bei Ablieferung tolgende Nummerngebung: 1401 - 1419 und 1445 1468; 1983 kamen nach Einstellung der Bremerhavener Staßenbahn auch deren Beiwagen. die in Bremen die Nummern 644 - 648 erhielten. hinzu.

1. Die Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung fand 1890 in Bremen in der Nähe des Bürgerparkes statt, Aus diesem Anlaß verkehrten erstmals versuchsweise elektrische Straßenbahnen in der Hansestadt. Die Strecke der sogenannten Ausstellungsbahn führte von der heutigen Kreuzung Herdentorsteinweg I Am Wall bis zum Ausstellungsgelände. Vor den Toren der Ausstellung sehen wir Triebwagen 35. (Slg. Beckmann.)

2. Die Elektrische von 1890 vor dem Bremer Hauptbahnhof: Im Vordergrund sehen wir Triebwagen 36 (vierfenstrig), direkt vor den Eingängen zum Hauptbahnhof Triebwagen 31 (dreifenstrig) und Beiwagen 25. Der Betrieb der Ausstellungsbahn dauerte vom 22. Juni 1890 bis Ende Oktober desselben Jahres. Der von Hubert Stier erbaute Hauptbahnhof war am 15. Oktober 1889 eingeweiht worden. Stier, der auch die Bahnhöfe für Hannover, Hildesheim, Uelzen, Kreiensen und Harburg schuf, galt als ausgesprochener Bahnhofsarchitekt . (Slg. Beckmann.)

3. Anderthalb Jahre nach Ende des Ausstellungsbetriebes verkehrte auf der Linie Börse-Horn Bremens erste Elektrische im normalen Linienbetrieb. Auf dem Weg nach Horn befindet sich Triebwagen 34 am Ende des Jahres 1892 auf der Schwachhauser Chaussee. Diese Linie wurde am 1. Mai 1892eröffnet. (ArchivBSAG.)

4. Triebwagen 18 steht mit seinem Beiwagen im Jahre 1893 vor der Baumwollbörse in unmittelbarer Nähe des Bremer Marktplatzes. Das Fahrzeug fährt, aus Richtung Neustadt/Große Weserbrücke kornmend, aus der Wachtstraße auf den Marktplatz. (Slg. Mausolf.)

5. In Horn sehen wir um das Jahr 1901 Triebwagen 101 mit einem offenen Sommerbeiwagen. Der Triebwagen stammt aus der Bauserie des Jahres 1901. (Slg. Vehlber.)

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