Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

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9. Die Marktordnung für Bremerhaven aus dem Jahre 1852 legte fest, daß an jedem Mittwoch und Sonnabend auf dem Marktplatz Wochenmarkt abgehalten wurde. Es gab ein reichhaltiges Angebot:

Gemüse, frisches und getrocknetes Obst, Federvieh, Wild, Fische, geräucherten Speek, Schinken, Talg, Grütze, Mehl, Eier, Milch, Butter, Käse, Sämereien, Topfblumen, Hanf, Flachs, Töpferwaren, Torf, Brennholz, Kohlen, Heu, Stroh und Haushaltsgeräte. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1913 zeigt den Alt-Bremerhavener Marktplatz, den heutigen Theodor-Heuß-Platz, an einem Markttag.

Bremerhaven

im Festschmuck.

BUrgerm eis I er-Sm id tstrasse.

10. Im kulturellen und gesellschaftlichen Leben Bremerhavens haben die Gesangvereine eine bedeutende Stellung eingenommen. 1863 wurde der 'Bremerhavener Männergesangverein' und 1868 der 'Gesangverein Harmonie' gegründet. Höhepunkte im Leben der Gesangvereine, die es auch in Lehe, Geestendorf und Geestemünde gab, waren die großen Sängerfeste, die alljährlich in verschiedenen Orten stattfanden und überall in der Bevölkerung begeisterte Zustimmung fanden. Als Bremerhaven im Jahre 1873 zum ersten Mal ein solches Sängerfest veranstaltete, war die ganze Stadt geschmückt und beflaggt. Diese Aufnahme ist beim großen Sängerfest im Jahre 1901 entstanden. Wir blieken in die festlich geschmückte 'Bürger', rechts ist der Marktplatz, heute Thcodor-Heuß-Platz.

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11. Seit der Gründung Bremerhavens im Jahre 1827 war die Fährstraße der Hauptzufahrtsweg vom Marktplatz zur Prahrnfähre über die Geeste, der wichtigsten Verbindung mit Geestendorf. Zur Erinnerung an die einstige Fähre trägt die Straße ihren Namen. 1857 wurde die Fähre durch eine Brücke ersetzt. Die heutige Geestebrücke stammt aus dem Jahre 1904. Die Fährstraße ist zwar nur kurz, aber hier herrschte ein besonders lebhaftes Geschäftsleben. Zur Zeit dieser Aufnahme, etwa 1906, gab es in jedem der 26 Häuser an der Fährstraße ein oder mehrere Geschäfte, Gastwirtschaften, Handwerksbetriebe und Warenhäuser.

12. Wir blieken auf das Brernerhavener Geesteufer, wie es 1898 aussah. Die Gebäude rechts gehören zur Werft von Johann Lange, in der Mitte liegt sein bekanntes Doek, Das kasernenartige Haus links davon war eine Unterkunft für Schiffszimmerleute, die verwiegend aus dem Oldenburgischen stammten und nicht täglich hin- und herfahren konnten. Schon vor 100 Jahren hatten diese Arbeiter die Fünf-Tage-Woche, allerdings bei einer täglichen Arbeitszeit von 12 bis 14 Stunden. Die flachen Gebäude im Vordergrund gehören zu den Anlagen des ersten Geestemünder Fischereihafens an der Geeste. Der langgestreckte Bau in der Mitte war die 'Geestemünder Fisch-Auctionshalle', in der am 13. Juni 1888 die erste Fischauktion in unserer Stadt abgewickelt wurde.

Bremerhaven.

Hansa-Dampfer im ûock.

13. Als Friedrich Wencke 1834 eines der ersten deutschen Trockendocks am rechten Geesteufer baute, gehörte er damit zu den Mitbegründern der traditionsreichen und angesehenen Bremerhavener Schiffbauindustrie. 1901 wurde dieses Doek von der Seebeckwerft übernommen und erheblich vergrößert. Für die Passanten auf der Geestebrücke war es immer ein interessantes Bild, die eingedockten Dampfer zu sehen, an denen die notwendigen Reparaturarbeiten vorgenommen wurden. Dieses Bild zeigt den Frachtdampfer 'Kattenturrn' der bekarmten Bremer Reederei 'Deutsche Dampfschiffahrtsgesellschaft Hansa' im alten Wenckedock unterhalb der Geestebrücke,

14. Die Bremerhavener Schiffbauindustrie hat hier am rechten Geesteufer ihren Anfang genommen. Rund 100 Jahre sind die Docks an der Geeste in Betrieb gewesen. Dieses Foto ist 1937 von der alten Geestebrücke aus aufgenommen worden. Vorn erkennt man das alte Doek von Friedrich Wencke, der es 1834 als eines der ersten deutschen Trockendocks anlegen ließ. Dahinter liegt das Dock von Joharm Lange, das ein Jahr früher gebaut worden war. 1901 übernahm die Seebeckwerft diese Docks. 1m Zuge der Werftfusion wurde 1926 die Deutsche Schiffs- und Maschinen-Aktiengesellschaft Bremen (Deschimag) gegründet, zu der auch die Seebeckwerft gehörte. Erst seit der Bombennacht vom 18. September 1944 konnten diese traditionsreichen Docks nicht mehr genutzt werden und verfielen,

15. Am 22. April 1855 wurde die Große Kirche an der 'Bürger' durch den 82jährigen Bremer Bürgermeister Johann Smidt eingeweiht. Mit der Fertigstellung dieser neugotischen Backsteinkirche, die das Hauptwerk des Bremer Architekten Simon Loschen ist, war Bremerhaven nun auch in kirchlicher Beziehung selbständig geworden. Im Jahre 1927 erhielt die Große Kirche den Namen 'BÜIgermeister-Smidt-Gedächtniskirche'. Das Gebäude im Vordergrund ist das Gemeinde- und Pfarrhaus. In der Bombennacht vom 18. September 1944 brannten Kirche und Gemeindehaus völlig aus. Am 16. Oktober 1960 wurde die wiederhergestellte Kirche, die ein Wahrzeichen Bremerhavens geworden ist, zum zweiten Mal in ihrer Geschichte eingeweiht.

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16. Dieses Gebäude neben der Großen Kirche an der 'Bürger'/Ecke Kirchenstraße ist bis 1939 AltBremerhavens Stadthaus gewesen. 1843 wurde an dieser Stelle die erste öffentliche Schule der Gemeinde gebaut. Durch Umbau und Erweiterung wurde das alte Schulhaus zu einem Stadthaus umgestaltet, nachdem die Schulen eigene Gebäude erhalten hatten. Der Name 'Stadthaus' an Stelle der sonst üblichen Bezeichnung 'Rathaus' erscheint zum ersten Mal 1881 unter Stadtdirektor Gebhard. Als die Unterweserstädte 1939 zum preußischen Wesermünde zusammengeschlossen wurden, wählte man die Bezeichnung 'Stadthaus' für alle städtischen Verwaltungsgebäude. Der Krieg zerstörte auch diesen Bau. Heute steht hier das Gemeindehaus der Großen Kirche.

17. Diese schöne Jugendstilfassade war in einer der ältesten Straßen Alt-Bremerhavens zu sehen. Das schmale Haus stand in der Geeststraße 25, der heutigen Löningstraße. Der Kaufmann Siegfried Kirschbaum betrieb hier ein Geschäft für 'Kolonialwaren und Delikatessen'. Er ist auf dem Bild rechts zu sehen, in der Mitte steht seine Schwester Lina. Den Kirschbaums gehörte auch das Nachbarhaus Geeststraße 23 (rechts im Bild), in dem Schlachtermeister Anton Ricklefs seine Fleischwaren verkaufte. Siegfried Kirschbaum konnte mit seiner Schwester zum Glück durch rechtzeitige Auswanderung nach Amerika der Judenverfolgung durch den Hitlerstaat entgehen.

18. Der Fotograf aus dem Jahre 1928 steht in der Mühlenstraße Alt-Bremerhavens und blickt nach Osten zur Deichstraße. Etwa in der Mitte des Bildes ist die Kreuzung zur 'Bürger' zu erkennen. In dem einstöckigen Eckhaus rechts ist die Drogerie Rösing. Gegenüber steht das Gemeinde- und Pastorenhaus der Großen Kirche. Die mächtigen Bäume dahinter gehören zum Kirchenplatz. Über den Wipfeln ist gerade noch der große Turmdrehkran der berühmten Tecklenborgwerft zu sehen, die kurz nach dieser Aufnahme geschlossen wird. Die Mühlenstraße trägt ihren Namen nach Dohrmanns, später Hashagens Windmühle, die am astende der Straße auf dem Deich stand.

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