Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

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29. Im Jahre 1897 entstand gleichzeitig mit dem Bau der Großen Kaiserschleuse die Neue Lloydhalle, die Vorläuferin des Columbusbahnhofes. Zwischen Lloydhalle und Vorhafen zur Kaiserschleuse endete die Eisenbahnlinie. Die Passagiere stiegen aus dem Zug aus und erreichten unmittelbar das Schiff, wie auf diesem Bild zu sehen ist. Diese Fahrgastanlage trug den Namen 'Bahnhof am Meer' zu Recht. Die Passagierschiffahrt nahm immer mehr zu. Besonders beliebt waren die Fahrten des Norddeutschen Lloyd zwischen Bremerhaven und New York. Jeden Dienstagmorgen legte ein Schnelldampfer zur Reise nach Amerika ab, jeden Dienstagnachmittag kam das Gegenschiff zurück.

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30. Am 27. Juli 1900 hielt Kaiser Wilhelm 11. vor der Lloydhalle im Bremerhavener Kaiserhafen anläßlich der Verabschiedung eines deutschen Truppenkontingents, das zur Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China gesandt wurde, eine verhangnisvolle Rede, in der er sagte: 'Wie vor 1 000 Jahren die Hunnen ... sich einen Namen gernacht.i., so möge der Name Deutscher in China ... betätigt werden, daß niernals wieder ein Chinese es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen.' Diese für Deutschlands Ansehen in der Welt verheerende Ansprache ging als sogenannte 'Hunnenrede' in die Geschichte ein.

31. Der Norddeutsche Lloyd richtete 1899 nördlich des Kaiserdocks die erste deutsche SchiffsmodellVersuchsanstalt ein. Hierfür hat eine gleiche Station der italienischen Marine in La Spezia als Vorbild gedient. Der Konstruktionsentwurf eines neu zu bauenden Schiffes wurde als maßstabgetreues ParatIinmodell hergestellt. Im 164 Meter langen Schleppkanal testeten die Ingenieure die Modelle mit Hilfe des Schleppwagens, den dieses Bild zeigt, auf ihre günstigste Form. Die Anlage wurde auch von der Kaiserlichen Marine und anderen Reedereien häufig benutzt. Kaiser Wilhelm Il. hat sich für diese Station lebhaft interessiert und sie mehrere Male besucht, Die Anlage wurde 1914 geschlossen, um Platz für die neuen Hafenanlagen zu schaffen.

32. Die 1884 gegründete Städtische Maschinisten- und Gewerbeschule Bremerhaven bezog im Jahre 1895 dieses Gebäude zwischen der Grenzstraße (rechts) und der bereits zu Lehe gehörenden Hannastraße (links). Später wurde diese Schule vom Land Bremen übernommen und zu einer Vollanstalt für die Ausbildung von Seemaschinisten ausgebaut. 1938 hieß sie 'Staatliche Höhere SchiffsingenieurSchule Bremerhaven'. Die Lehrfächer waren hauptsächlich Schiffsmaschinenbau und Elektrotechnik. Dieses Gebäude fiel den Zerstörungen des Krieges ebenso zum Opfer wie die dahinterliegende Volksschule für Jungen, die 1910 gebaute Goetheschule. Bereits im Jahre 1951 konnten die Hauswirtschaftlichen Lehranstalten an dieser Stelle einen auf den alten Fundamenten errichteten Neubau übernehmen.

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33. Nach dem Eisenbahnanschluß Geestemündes im Jahre 1862 wurde eine Zweigbahn vom Geestemünder Bahnhof an der heutigen Klußmannstraße bis zu Alt-Bremerhavens Häfen gebaut. Diese Bahnlinie führte über die Hafenstraße im Bogen durch damals unbebautes Gebiet zum Neuen Hafen. Bei der stetigen Vergrößerung Bremerhavens nach Norden rückten Häuser und Straßen an die Bahnlinie heran und wuchsen darüber hinaus. Die Straße, die sich am Bogen der Eisenbahn bildete, wurde folgerichtig 'Bogenstraße' genannt. Die Überquerung der 'Bürger', die dieses Bild aus dem Jahre 1910 zeigt, war durch Schranken gesichert. Das Gebäude ganz rechts ist das alte Bremerhavener Seemannsheim an der Schifferstraße, das 1900 als erstes Haus seiner Art in Deutschland eröffnet worden war.

34. Auch schon im alten Bremerhaven gehörte die Ecke 'Bürger'!Lloydstraße zu den verkehrsreichsten Punkten der Stadt. Der Fotograf um 1930 stand auf der von allen Bremerhavenern geliebten 'Lloydallee' und hielt diese Kreuzung im Bild fest. Im Haus rechts war das bekannte und sehr geschätzte Café 'National' (in Bremerhaven auf der ersten Silbe betont!). Die gegenüberliegende Ecke wurde vom großstädtischen Hotel 'Excelsior' bestimmt, das 1928 eröffnet worden war. Der runde Zeitungskiosk auf der Allee gehörte zum gewohnten Bild dieser bekarmten Ecke. Jenseits der 'Bürger' führte die Lloydstraße über die Schifferstraße hinaus bis an den Neuen Hafen, wo man der Schleuse von 1852 genau gegenüberstand.

35. Überall, wo um die Jahrhundertwende ein Fotograf auftrat, gab es Aufsehen. Vor dem Hause Schifferstraße 29 haben sich vor Ernst Richters Bierhalle an der Ecke Schiffer- und Lloydstraße viele Personen eingefunden, um auf die Platte gebannt zu werden. Auch aus den Fenstern und vom Balkon schaut man zu. Links neben der gemütlichen Gaslaterne steht ein Gendarm mit Pickelhaube. Ernst Richter bot neben seiner Gastwirtschaft, von denen es im alten Bremerhaven rund 400(!) gab, auch 'Logis' und einen Schiffsrneidedienst an. Die gerade noch erkermbaren Zweige ganz links gehören zu einem der Bäume an der 'Lloydallee', wie die Bremerhavener früher gern die Lloydstraße nannten.

36. Im Jahre 1890 ließ der Norddeutsche Lloyd an der Lloydstraße zwischen Schiffer- und Ankerstraße diesen 'rnonumentalen Neubau' errichten, in dem die Bremerhavener Agentur, das Mannschaftsheuerbüro und die 'hochherrschaftlichen' Wohnungen der L1oydinspektoren untergebracht waren. Gleichzeitig wurde das alte Haus der Agentur Schifferstraße 3 zum 'Lloydhotel' umgebaut. Bei der 50-Iahr-Feier des Norddeutschen Lloyd am 20. Februar 1907 versammelte sich eine riesige Mensenenmenge vor diesem Agenturgebäude. Lloyd-Generaldirektor Wiegand sprach von der 'großartigsten, glänzendsten und schönsten Kundgebung'. Sie lege ein glänzendes Zeugnis ab für die Arbeitsleistung, die Bremerhaven alle Zeit für den Lloyd in die Waagschale gelegt habe.

37. Von 1905 ab breitete sich Alt-Bremerhaven geradezu stürmisch nach Norden aus. Es galt, möglichst schnell viel Wohn- und Geschäftsraum zu schaffen. In der alten Kaiserstraße entstanden düstere hohe Häuser mit ihren unansehnlichen teergestrichenen Rückfronten. 1907 ließ der Klempnerrneister Julius Carl Otto dieses Wohn- und Geschäftshaus in der Kaiserstraße 32 errichten, das als 'Bürgermeister-SrnidtStraße 202', wenn auch verandert, noch heute steht. 1910 wohnten in diesem Haus drei Stewards, zwei Maschinisten, ein Oberkoch und ein Pantryman. Man sieht daraus, welche Bedeutung in Bremerhaven den Berufen zukam, die mit der Seefahrt zu tun hatten.

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38. Dieser unmittelbar an Lehe grenzende Platz wurde um 1865 als Leher Platz angelegt. 1876 stellte man in der Mitte des Platzes, der nun den Namen 'Siegesplatz' erhielt, ein Kriegerdenkmal zu Ehren von vier gefallenen Bremerhavenern des deutsch-französischen Krieges von 1870/1871 auf. Der Obelisk aus rotbraunem Granit steht heute an der Wiener Straße. Die bei den Bremerhavern so beliebte Lloydallee beginnt auf dem Bilde links, rechts führt die Hafenstraße nach Lehe. Bremerhavens städtische Turnhalle, die 1904 entstand, ist in der Mitte des Bildes an der Einmündung zur Grenzstraße zu erkennen. Im Hause ganz rechts, Siegesplatz 2, war das bekannte 'Café Blorne', mit 'elegantem Gesellschafts-Saal für Hochzeiten und Standquartier des Turnvereins Jahn'.

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