Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

39. Das alte Brernerhavener Gymnasium zog im Jahre 1900 in dieses stattliche Gebäude an der Grünen Straße, der heutigen Grazer Straße. Neben dem Humanistischen Gymnasium gab es eine Realschule in diesem Gebäude, das am 18. September 1944 ausbrannte. Das wiederaufgebaute Haus dient heute als Gymnasiale Oberstufe. Das Gebäude vorn rechts ist das Bremerhavener Marienbad, eines der wenigen Hallenbäder, die im vorigen Jahrhundert in Norddeutschland gebaut worden sind. Dem rührigen 'Verein zu Förderung des Volkswohls' ist es zu danken, daß am 11. Oktober 1895 dieses Bad eröffnet werden konnte. Es ist bis zu seiner Zerstörung 1944 das einzige Hallenbad in den Unterweserorten geblieben.

40. In Bremerhaven wurde 1882 ein städtisches Humanistisches Gymnasium eingerichtet, an dem im März 1888 die ersten Abiturprüfungen abgenommen wurden. Im Jahre 1900 bezog die Schule ihr neues Gebäude an der Grünen Straße, der heutigen Grazer Straße. Das Foto zeigt das Lehrerkollegium des Bremerhavener Gymnasiums im Sommer 1926. Obere Reihe, von links: DI. Ahlers, Ausborn, Rauterberg und DI. Budde. Mittlere Reihe: Hartmann, Prof. Beutler, DI. Holtorf, Lenthe, DI. Oeding, BUIk, Cornelius, Kerl, Michel, DI. Stocker und Dr. Bessell. Sitzend: Onken, Bredehoeft, Dr. Schütz, Direktor Nikolaus Schmidt, Prof. Barthels, Sondermann, Linn und Prof. Eggers.

':1' ~ ~ ?.

I

Br em e r ha v en. PI tz vor d 'I' Kais. ·la~~(".

41. Ab 1905 begann der Ausbau der alten Kaiserstraße. Die hohen Häuser zeigten meist repräsentative Fassaden. Das stattliche Haus rechts, eine Mischung aus Jugendstil und Neubarock, war als Bremerhavener Bahnhofshotel geplant. Der erwünschte Bahnhof ist hier allerdings nie gebaut worden. Der Turnverein Bremerhaven ließ am 26. Juni 1909 ein Jahn-Denkrnal vor diesem Hause enthüllen. 1921 erwarb der Handwerkerbund das Gebäude, es war bis 1971 als 'Haus des Handwerks' bekannt. Der 'Platz vor der Kaiserstraße', auf dem von 1864 bis 1913 die erste Gasanstalt Bremerhavens stand, hatte mehrere Namen: 1905 Cäcilienplatz, 1915 Kaiser-Friedrich-Platz und 1929 Hindenburgplatz. Seit 1949 heißt er BÜIgenneister-Martin-Donandt-Platz.

42. Diese stimmungsvolle Zeichnung wurde vor 70 Jahren als Postkarte verkauft. Trotz der 'wackelnden Häuser' ist die Ecke Kaiserstraße/Cäcilienplatz deutlich auszumachen. Am Anfang des Jahrhunderts gab es im alten Bremerhaven zwischen der Geestebriicke und der Kaiserstraße fast 400(!) Gastwirtschaften, davon allein 32 in der Kaiserstraße. Bremerhaven gehörte immer zu den Städten, die im Verhältnis zu ihrer Einwohnerschaft über die meisten Wirtshäuser verfügte, Als Hafenstadt mit großem Schiffsverkehr und dem damit verbundenen Aufenthalt vieler Seeleute bestand eben ein besonderer 'Bedarf' für Gastwirtschaften aller Art.

Bremerbeven Schleussensfrasse .

.-

43. Im Jahre 1905 begarm der Ausbau Alt-Bremerhavens nördlich der alten Gasanstalt, die auf dem heutigen BÜIgermeister-Martin-Donandt-Platz stand. Das Bild der neu entstehenden Kaiserstraße wurde durch die hohen Häuser irn Stil der Gründerzeit bestimmt. Dazu gehört auch dicser etwa 1912 fotografierte Wohnblock an der Ecke Schleusen- und Bremer Straße (heute Gildemeisterstraße). Johann Friedrich Ficke, der Wirt der Gaststätte 'Cap der guten Hoffnung', war auch Eigentümer des Hauses Schleusenstraße 14. Das Nachbarhaus NI. 12 gehörte dem Bankdirektor Gottfried Hohn. Aus den Fenstern dieser Wohnungen blickte man bis 1913 auf die alte Gasanstalt.

44. Das ist das eigentliche 'Weserbad' unterhalb des Lotsenhauses (rechts) und des Wasserstandsanzeigers (links), das sich als 'See-, Licht- und Luftbad' bezeichnete. Unmittelbar hinter dem Deich lag eine Reihe von Firmen und Betrieben. Im Hintergrund erkennt man die großen Helgen, die zur Tecklenborgwerft an der Geeste gehören. Der Wasserstandsanzeiger wurde 1903 vom Wasser- und Schiffahrtsamt errichtet und 1973 stillgelegt. Auf diesem Bilde aus dem Jahre 1926 betragt der Wasserstand 3,40 Meter. Die runden Körbe zeigten 1 Meter, die Kegel 20 Zentimeter an. Der Zeiger oben wies auf Ebbe oder Flut hin. Bei Sturm wurde ein schwarzer Ball aufgezogen. Bei Dunkelheit zeigten Lampen auf der rechten Seite des Wasserstandsanzeigers die Höhe des Wasserstandes an.

45. Am 13. August 1912 beschlossen die Bremerhavener Stadtverordneten 'die Errichtung einer Strand- und Fischkosthaile auf dem Deich südlich der Einfahrt zum Neuen Hafen'. Die Pläne für diese Strandhaile entwarf Stadtbaurat Hagedorn. Schon am 14. Juli 1913 konnte die Strandhaile eingeweiht werden. Auf Vorschlag von Studienrat DL Heinrich Lübben wurde im Keiler der neuen Strandhaile ein Städtisches Aquarium eingerichtet, das zu den wenigen Seefischaquarien in Deutschland zählt. 1928 entstanden neben der Strandhalle die beliebten Tiergrotten. Die Strandhaile gehört gewissermaßen zu den Bremerhavener Wahrzeichen.

46. Im Keller der 1912 erbauten Strandhalle wurde auf Anregung des Studienrats Dr. Heinrich Lübben ein Nordseeaquarium eingerichtet. Daraus entwickelte sich der Zoo am Meer. Am 24. Juni 1928 wurden die anfangs noch sehr kleinen 'Tiergrotten' auf dem Außendeichsgelände nördlich der Strandhalle eröffnet. Erweiterungen und Umbauten haben das Bild des kleinen Zoos inzwischen erheblich verandert, wie ein Vergleich mit diesem Foto aus den dreißiger Jahren zeigt, Heute leben in schönen zweckmäßigen Gehegen, Wasserbecken, Volieren und Warmhäusern rund 1 700 Tiere in etwa 250 Arten in dem Bremerhavener Zoo am Meer, der sich internationaler Anerkennung erfreut und jährlich von fast 300 000 Tierfreunden besucht wird.

47. Als an der Wesermündung das Wasser noch einigermaßen sauber war, zogen im Sommer viele Bremerhavener zum Weserdeich, um bei Hochwasser Badefreuden zu genießen. Immer wieder blickte man zu den roten Körben am Wasserstandsanzeiger, um über die Wasserhöhe genau Bescheid zu wissen. Das eigentliche Strandbad, das am südlichen Ende unterhalb des Lotsenhauses lag, war durch einen Zaun abgetrennt, da hier Eintritt erhoben wurde, Wie dieses Bild zeigt, haben die meisten Badegäste es früher - vorwiegend aus finanziellen Gründen - vorgezogen, außerhalb des eigentlichen Strandbades ins Wasser zu gehen oder sich arn Deich im Gras zu sonnen.

48. Der eigentliche Bremerhavener Schiffs- und Seehandelsverkehr war längst in die Kaiserhäfen verlagert. Aber noch bis 1935 diente der Alte Hafen als Alt-Bremerhavener Fischereihafen. Der nördliche Teil des Alten Hafens an der Keilstraße, der hier auf dem Bild zu sehen ist, wurde als Liegeplatz des Weser-Yacht-Clubs genutzt. Das war eine ideale Lage. Durch die alte Schleuse am Geestevorhafen gelangten die Segler schnell in die Weser. Nachdem die Schleusen zum Alten Hafen und auch zum Neuen Hafen geschlossen worden waren, blieb für die Segler nur noch der weite und umständliche Weg durch die Große Kaiserschleuse.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek