Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

49. Eine Wasserverbindung zwischen dem Alten Hafen von 1831 und dem Neuen Hafen von 1852 ist den Bremern von Hannover 'aus militärischen Gründen' verboten worden. So kam es erst 1927 zur Fertigstellung eines Verbindungskanals zwischen den beiden Häfen, da die alte Schleuse von 1831 nicht mehr benutzbar war. Dieses aufschlußreiche Bild zeigt aus ungewohnter Perspektive vorn das Nordende des Alten Hafens mit dem Yachthafen an der Keilstraße. Versteekt hinter den Bäumen liegt das Seeamtsgebäude von 1898. üben ist der Neue Hafen erkennbar. Auf dem schmalen Landsfuck zwischen den beiden Häfen sind zur Zeit dieser Aufnahme (1926) die Bauarbeiten am Verbindungskanal im vollen Gange.

, ,

50. Bremerhavens erster Hafen, der 1831 eröffnete Alte Hafen, verlor nach und nach seine Bedeutung, da im Norden der Stadt die neuen großen Überseehäfen entstanden. Eine neue Verwendung des alten Hafenbeckens fand man in der Gründung eines städtischen Fischereihafens, in dem 1892 die erste Auktion stattfand. Trotz der starken Konkurrenz in Geestemünde, wo inzwischen der größte deutsche Fischereihafen entstanden war, hatten 33 Fischdampfer hier am Alten Hafen ihre Heimatstation. Das Bild zeigt einen heimkehrenden vereisten Fischdampfer im Alten Hafen kurz vor dem Anlegen an der Westseite. Das hohe Gebäude rechts ist das alte Stadttheater.

51. An der Westseite des Alten Hafens hat es 43 Jahre lang einen eigenen Fischereihafen der Stadt Bremerhaven gegeben. Von 1892 bis 1935 wurde hier - nur 200 Meter von der 'Bürger' entfernt Fisch gelöscht, versteigert und verarbeitet. 1927 entstand das große Fischindustriegebäude mit Kühlanlage. Dieses Kühlhaus hat 48 Jahre lang das Bild am Weserdeich bestimrnt, bis es im Juli 1975 abgebrochen wurde. Der Konkurrenzkampf zwischen den Fischmärkten Weserrnünde und Bremerhaven war wirtschaftlich unvernünftig. 1930 faßte man die beiden Fischereihäfen in einer Gesellschaft zusammen. 1935 wurden die Fischauktionen am Alten Hafen eingestellt.

52. Die Entwicklung der Hafenanlagen in Bremerhaven verlief stets parallel mit dem ständigen Wachsen des Norddeutschen Lloyd. Seine Schiffe belebten in der Hauptsache die Westseite des Kaiserhafens I und den Kaiserhafen III durch den ausgehenden Auswandererverkehr. Die Ostseite des Kaiserhafens I und des Neuen Hafens mit den ausgedehnten Schuppenanlagen diente vor allem der Einfuhr von Baumwolle, die vorwiegend aus den USA kam. Der Hafen erhielt dadurch ein besonderes Gepräge. Auf diesem Bild ist zu sehen, wie die großen Baumwollballen an der Ostkaje des Kaiserhafens I zum Weitertransport in kleinere Schiffe verladen werden.

I ??

". . . -~

--

.~

53. Der Bananenimport in Bremerhaven begann schon am Anfang unseres Jahrhunderts. Damals mußten die Stauden mit aller gebotenen Vorsicht im Handbetrieb, wie hier auf dem Bild im Jahre 1925, aus den speziellen Fruchtschiffen entladen werden. Die strahlend weißen Bananendampfer fanden ihren Liegeplatz an der Westseite des Kaiserhafens Ill, heute 'Bananenkaje'. Ab 1927 begann der mechanisierte Umschlag mit eigens konstruierten Taschen-Elevatoren. Die Banane wurde zu einem preiswerten Massennahrungsmittel. Über 100000 Tonnen der leekeren Frucht wurden 1938 in Deutschland verzehrt. Heute werden allein in der Bundesrepublik fast 600 000 Tonnen Bananen verbraucht, von denen mehr als die Hälfte mit modernsten Kühlschiffen über Bremerhaven, dem größten Bananenimporthafen der Welt, eingefl.ihrt werden.

54. Der Lloyddampfer 'Columbus' (32565 BRT) fährt in den Vorhafen der Kaiserschleuse ein. Das auf der Danziger Schichauwerft gebaute Passagierschiff trat seine Jungfernreise über den Atlantik von Bremerhaven aus am 22. April 1924 an. Die 'Columbus' konnte bei 870 Mann Besatzung 1 700 Passagiere befördern. Da dieses Schiff mit dem Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg eng verbunden war, wählte man 1927 für die neuen Fahrgastanlagen in Bremerhaven die Namen 'Columbuskaje' und 'Colurnbusbahnhof". Auch heute besteht noch durch diese Namen und neue, wie 'Columbusstraße' und 'Columbus-Center', eine Beziehung zu dem unvergessenen Lloydpassagierschiff 'Columbus', das von der eigenen Besatzung am 19. Dezember 1939 vor der amerikanischen Küste versenkt wurde, um es dem feindlichen Zugriff zu entziehen.

eo{um6us!<aje mil neuem ß{oyd6a/jn/jof

55. Der wachsende Passagierschiffsverkehr machte den Ausbau der Bremerhavener Fahrgastanlagen dringend erforderlich. In mühevoller Arbeit wurde von 1924 bis 1927 die 1000 Meter lange, parallel zur Weser verlaufende Columbuskaje gebaut, die nun Schiffen jeder Größe Anlegeplatz bot. An der Kaje entstand der in Holzbauweise gestaltete Columbusbahnhof, in dem 1927 der Betrieb aufgenommen werden konnte. Hier war es möglich, gleichzeitig ein- und ausgehende Schiffe und Personen- und Güterzüge abzufertigen, da der 'Bahnhof am Meer' von der Land- wie von der Seeseite mit Gleisanlagen umgeben war. Der große Wartesaal konnte bis 1 000 Personen aufnehmen. Der Columbusbahnhof hat sich in den folgenden Jahren großartig bewährt, auch international wurde das stets anerkannt.

56. Die 'Bremen' lief am 16. August 1928 bei der AG 'Weser' in Bremen vom Stapel. Am 24. Juni 1929 wurde das stolze Schiff unter großer Begeisterung der Bevölkerung nach Bremerhaven überführt, Am 16. Juli 1929 trat die 'Bremen' unter ihrem Kapitän Leopold Ziegenbein vom Bremerhavener Columbusbahnhof aus ihre erste Reise nach New York an und errang dabei auf Anhieb das 'Blaue Band' für die schnellste Nordatlantiküberquerung. Der Lloydschnelldampfer maß 51656 BRT, war 286 Meter lang, hatte 1 000 Mann Besatzung und konnte über 2 200 Passagiere befördern. In zehn Jahren fuhr die 'Bremen' 186mal auf der Nordatlantikroute von Bremerhaven nach New York und zurück.

57. Das Anlegen der großen Schiffe in den Häfen war früher nur mit erheblichem Personaleinsatz möglich. Dieses Bild aus dem Jahre 1936 ist beim Anlegen des Lloyd-Schnelldampfers 'Bremen' an der Columbuskaje entstanden. Die schweren Trossen werden von mehr als 20 starken Männern - den Festmachern - zu einem Poller gezogen. Erst dann lag das Schiff sicher an der Pier. Der technische Fortschritt hat es errnöglicht, daß diese einstmals harte und schwierige Arbeit heute von zwei Mann mit einem Spezialfahrzeug erledigt werden kann.

"

??

58. Der LloydschnelJdampfer 'Europa' (49746 BRT) wurde am 19. März 1930 in Dienst gestellt. Gebaut worden ist das Schiff auf der Werft von Blohm & Voss in Hamburg; es war 286 Meter lang, hatte 990 Mann Besatzung und konnte 2 200 Passagiere befördern. Auf ihrer Jungfernreise von Bremerhaven nach New Vork gelang es der 'Europa', mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,9 Knoten der 'Bremen' das 'Blaue Band' für die schnellste Atlantiküberquerung abzunehmen. Die 'Europa' versah zusammen mit ihrem Schwesterschiff 'Bremen' und der älteren 'Columbus' den regelmäßigen Passagierdienst des Norddeutschen Lloyd auf der Nordatlantikroute bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek