Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

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59. Am 4. Mai 1929 wurde in einem feierlichen Staatsakt der Grundstein der Nordschleuse, einer der größten Seesch1eusen der Welt, gelegt. Nach den Festreden des Präsidenten des Bremer Senats Bürgermeister Martin Donandt und des Hafensenators Dr. Apelt wurden in der 23 Meter tiefen Baugrube Weihesprüche vorgetragen. Bremerhavens Oberbürgermeister Waldemar Becké (hier auf dem Bild am Grundstein) sagte auf plattdeutsch: 'Wenn us Geslecht is längs vergohn, / dit Wark schall fast, schall ewig stohn. / In dissen Steen wülln deep wi groben: / Min Feld de Welt! Hoch Bremerhoben!' Am 10. August 1931 öffneten sich die gewaltigen Schiebetore der Nordschleuse, um als erstes Schiff den Lloydschnelldampfer 'Bremen' einfahren zu lassen.

60. Im April 1928 gelang den beiden deutschen Fliegern Köhl und von Hünefeld zusammen mit dem irischen Major Fitzmaurice als ersten, den Nordatlantik in Ost-West-Richtung zu überfliegen. Bei dem technischen Stand des Jahres 1928 war dieser Flug in einem kleinen einmotorigen Flugzeug eine in der ganzen Welt anerkannte Leistung. Mit ungeheurer Begeisterung wurden die drei Flieger bei ihrer Rückkehr empfangen. Dieses Foto zeigt die offizielle Begrüßung am 18. Juni 1928 an Bord der 'Columbus' durch Lloyd-Generaldirektor Stimming (ganz links). Im Namen der Stadt Bremerhaven überreichte Oberbürgermeister Becké (fünfter von links) den Fliegern Hermann Köhl (dritter von links), James Fitzmaurice (vierter von links) und Günter von Hünefeld (sechster von links) silberne Teller als Erinnerungsgeschenk.

61. Im Anschluß an die offizielle Begrüßung durch den Norddeutschen Lloyd und die Stadt Bremerhaven fuhren die drei Ozeanflieger im offenen Auto durch das flaggengeschmückte Bremerhaven. Begeisterte Menschen säurnten die Straßen und jubelten den drei Fliegern zu. Dieses Bild zeigt das Auto, als es in der 'Bürger' an der Ecke Sonnenstraße vorbeigefahren war. Die Fahrt ging weiter nach Bremen. Dort empfingen Senat und Bürgerschaft die erfolgreichen Flieger. Bürgermeister Martin Donandt erklärte, daß die allgemeine Freude des deutschen Volkes über die glückliche Heimkehr der wagemutigen Flieger nirgends tiefer empfunden werde als in der bremischen Bevölkerung.

62. Von 1910 bis 1913 war Erich Koch (1875-1944) Bremerhavens Stadtdirektor. 1919 wurde er zum Reichsinnenminister berufen. 1920 nahm Erich Koch, Reichsvorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei, die Aufgaben des Vizekanzlers wahr. 1928 wurde Erich Koch-Wcser, wie er sich nun nannte, Reichsjustizrninister. Zu seiner Heimatstadt Bremerhaven hat er stets engen Kontakt bewahrt. Vor der Abfahrt zu einer seiner zahlreichen Amerikareisen ist 1929 dieses Foto auf der 'Columbus' entstanden. Stehend, von rechts: Bremerhavens Oberbürgermeister Waldemar Becké, Reichsminister Erich Koch-Weser, Stadtrat Volbehr, Dr. Geert Koch-Weser (der Sohn des Reichsministers) und Direktor Stadtlander vom Norddeutschen Lloyd. Die Damen von links: Frau Becké, Frau Koch-Weser und Frau Volbehr.

63. Die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung beschloß 1925, den alten 'Volksgarten' an der Deichstraße (heute steht dort die Goetheschule) in eine moderne StadthalIe umzubauen und der Stadt damit ein repräsentatives Gebäude für Kongresse und Veranstaltungen jeder Art zu geben. Unter der Oberleitung von Stadtbaurat Hagedorn wurde nach den Plänen des Regierungsbaumeisters außer Dienst Kettner eine schöne und leistungsfähige StadthaIIe gebaut. Zur Hundertjahrfeier Bremerhavens am 30. April 1927 konnte die StadthalIe mit der Gartenanlage der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Veranstaltungen des Jubiläumsjahres, an denen auch Reichsaußenminister Gustav Stresernann teilnahm, gehören zu den. größten Ereignissen, die die StadthaIIe in ihrem nur 17jährigen Bestehen gesehen hat.

64. Der Mittelpunkt der alten Stadthalle an der Deichstraße war der Große Saal, der 1 400 Besuchern Platz bot. Hier fanden Konzerte, Bälle, Ausstellungen, Varieté, Parteiversammlungen, sportliche Wettkämpfe und große Veranstaltungen jeder Art statt. Der Neue Saal mit 400 Sitzplätzen, das Weinrestaurant, der Sängersaal und der Wintergarten erfreuten sich in den Unterweserorten eines guten Rufes. Dieses Bild zeigt den terrassenförmig am Geesteufer angelegten Konzertgarten. Er bot 1 500 Besuchern Platz und war - wie man sieht - bei günstigern Wetter stets gut besucht. Zur Zeit des Bremerhavener Freimarkts herrschte in allen Räumen der StadthaIIe ein vergnügtes Treiben.

65. Diese Aufnahme ist kurz nach Schluß einer Veranstaltung in der alten Bremerhavener StadthalIe im Jahre 1929 entstanden. Der Fotograf stand in der Deichstraße etwa auf der Höhe 'KirchenstraßcnTreppe'. Das fahnengeschmückte Stadthallenportal ist gerade noch erkennbar. Man sieht die Menschen durch die De.ichstraße Richtung Lehe heimwärts strömen. Die meisten Besucher von Veranstaltungen, von denen besonders viele in der alten StadthalIe durchgeführt wurden, gingen vor 50 Jahren zu Fuß oder fuhren mit der Straßenbahn. Autos sah man, wie auch auf diesem Bild, nur selten.

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BREMERHAVEN.

Hundertjahrfeier auf dem Marktplatz.

66. Es ist Sonnabend, der 30. April 1927. Der offizielle Teil der Hundertjahrfeier Bremerhavens im Stadttheater ist abgeschlossen. Auf dem von vielen Menschen umdrängten Marktplatz (heute TheedorHeuß-Platz) schließt sich ein Festakt an. Die oberen Klassen der Bremerhavener Schulen und Mitglieder verschiedener Vereine haben sich an dem mit Grün und Flaggenbändem geschmückten Burgermeister-Smidt-Denkmal aufgestellt. Der Präsident des Senats Burgermeister Martin Donandt hält eine Ansprache an die Schüler, in der er Person und Werk Johann Smidts würdigt, den 'echten Hanseaten, ein Vorbild für uns alle'. Burgermeister Donandt legt für den bremisohen Senat und Oberbürgerrneister Waldemar Becké für die Stadt Bremerhaven einen Kranz am Denkmal nieder.

67. Im Jahre 1927 feierten die Bremerhavener das 100jährige Bestehen ihrer Stadt. An der offiziellen Feierstunde am 30. April 1927 im Stadttheater nahm Reichsaußenminister Gustav Stresemann als Vertreter der Reichsregierung teil. Ein Höhepunkt der zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen war der historische Festzug am 26. Juni 1927. Trotz dieses verregneten Sonntags säumten Tausende von Menschen die Straßen, um die phantasievollen und reichgeschmückten Wagen zu sehen, auf denen von vielen Vereinen, von Schulen, Verbänden und Innungen Ausschnitte aus der heimatlichen Geschichte dargestellt und die häufig auch reitend, radfahrend oder zu Fuß begleitet wurden. Auf diesem Bild kommt der Festzug am Stadttheater vorbei.

68. Die Lloydstraße, von den Bremerhavenern wegen der schönen Baumreihen liebevoll Lloydallee genannt, stellte vonjeher die Verbindung zwischen Lehe und Bremerhaven dar. Die Allee zwischen den beiden engen Fahrbahnen gehörte zu den schönsten Straßen Alt-Bremerhavens und war eine beliebte Promenade. Aber schon früh fiel diese Allee den Verkehrsplanungen zum Opfer. Das Bild zeigt, wie im Frühjahr 1938 mit Unterstützung der Feuerwehr die Bäume an der Lloydstraße gefällt werden. Anschließend erfolgte die Verlegung der Straßenbahn auf die Mitte. Die beiden Fahrbahnen an jeder Seite erhielten die erforderliche Breite.

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