Bremerhaven in alten Ansichten

Bremerhaven in alten Ansichten

Auteur
:   H. Gabcke
Gemeente
:   Bremerhaven
Provincie
:   Bremen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0763-1
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bremerhaven in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

69. Der Fretmarkt ist seit 1852 das größte Volksfest Bremerhavens, das alljährlich Ende August von alt und jung mit großem Vergnügen gefeiert wird. Bis 1939 nahm der Freimarkt mit seiner bunten Budenstadt nicht nur den Markt-, Torf- und Unionplatz, sondern fast das ganze alte Bremerhaven ein. Der Markt loekte neben den Bewohnern der Unterweserorte auch viele Menschen aus der Umgebung an. Die Karussells von Dralle und Kämena, die Berg-und-Tal-Bahn von Lambertz und das Hippodrom von Haberjahn waren besonders von der Jugend umlagert. Neben den unzähligen Vergnügungseinrichtungen war der Freimarkt auch ein riesiger Krammarkt, auf dem es nahezu alles zu kaufen gab. Das Bild zeigt die Geest-, heute Löningstraße, rechts den Markt-, heute Theodor-Heuß-Platz, während des Freimarkts 1938.

70. Im alten Lehe hat es eine größere Anzahl von Ziegeleien gegeben, Den nötigen Lehmboden entnahm man an verschiedenen Stellen. Die dabei entstehenden Gruben füllten sich mit Wasser und wurden zu Teichen. Der größte und bekannteste war der Ziegeleiteich an der Rickmersstraße. Für die Bremerhavener und Leher Jugend war dieser Teich ein herrliches Spielgelände, im Winter erfreuten sich dort die Schlittschuhläufer. Auf diesem Bild sind die um 1930 entstandenen Wohnblocks an der nördlichen Kaiserstraße westlich des Ziegeleiteichs zu erkennen. Nach dem Kriege wurde der Ziegeleiteich mit den Trümmern des zerbombten Bremerhaven zugeschüttet. Man findet hier heute modeme Sportplätze.

71. Die schwersten Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste haben auch eine Stadt wie Bremerhaven immer aufs äußerste in Gefahr gebracht. In diesem Jahrhundert war das besonders in den Jahren 1906, 1916, 1926, 1929, 1936, 1954, 1962,1973 und 1976. Die Verantwortlichen haben sich darum bemüht, unsere Deiche, den einzig wirksamen Schutz gegen diese Naturkatastrophen, ständig zu verstärken und auszubauen. Auf dem Höhepunkt der schweren Sturmflut vom 18. Oktober 1936 war die Columbuskaje mit ihrer Umgebung von der Außenweser nicht mehr zu unterscheiden. Als man dort notdürftig wieder verkehren konnte, entstand diese Aufnahme, die den überschwemmten Platz am Columbusbahnhof vor der alten Lloydhalle zeigt.

72. Zur Ergänzung des Passagierhafens beschloß die Bremische Bürgerschaft 1925, unmittelbar hinter dem Deich einen Flugplatz anzulegen. Nach Errichtung einer provisorischen Abfertigungshalle, die hier im Bild zu sehen ist, konnte der Flugbetrieb im Sommer 1926 aufgenommen werden. Die Schiffspassagiere wurden nach dem Verlassen des Dampfers vom Columbusbahnhof mit Kraftwagen zum nahegelegenen Flugplatz gefahren, wo die Junkers-Flugzeuge abflugbereit standen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Norddeutschen Lloyd und der Deutschen Lufthansa war in dieser Form neu. An der Unterweser hatte dieser Verkehr allerdings keine Zukunft. 1935 wurden die regelmäßigen Linienflüge vom Flugplatz Bremerhaven eingestellt.

73. Zum militärischen Schutz der Wesermündung wurden zwischen 1868 und 1878 vor Weddewarden die Forts Brinkamahof 1 und Il und vor Blexen Langlütjensand I und II gebaut. Die Forts waren als schwer befestigte Inseln, ausgestattet mit Geschützen starken Kalibers, in das Watt gebaut worden. Militärisch brauchten die Forts nie in Tätigkeit zu treten, wenn man von der Flakbatterie auf Brinkamahof II während des Zweiten Weltkrieges absieht. Beim Hafenbau 1930 verschwand das Fort Brinkamahof 1. Das Foto zeigt das intakte Fort Brinkamahof II mit seinen schweren Geschützen. Die Trümmer dieses Forts liegen noch heute ebenso vor Weddewarden wie die zerstörten Forts Langlütjensand I und II auf der gegenüberliegenden Weserseite.

74. Leider gehört auch ein soleh trauriges Bild zur Schiffahrt. Der Lloyddampfer 'Dresden' (14167 BRT), für den Bremerhaven der eigentliche Heimathafen war, lief am 20. Juni 1934 während einer Kreuzfahrt bei Utsire an der felsigen norwegischen Küste auf Grund und kenterte. Das Schiff mußte aufgegeben werden. Die 'Dresden' war 1914 als 'Zeppelin' beim Bremer Vulkan vom Stapel gelaufen und ging nach dem Ersten Weltkrieg als Reparation an die Alliierten. Der Norddeutsche Lloyd kaufte den Passagierdampfer 1927 zurück und gab ihm den neuen Namen 'Dresden'.

75. Der Fotograf aus dem letzten Jahrhundert stand auf dem Gebiet des preußischen Hafenortes Geestemünde und fotografierte die erste Geestebrücke, die seit 1857 das bremische Bremerhaven mit dem damals noch hannoverschen Geestemünde verband. Die uns heute vertraute alte Geestebrücke ist erst nach dieser Aufnahme entstanden, sie stammt aus dem Jahre 1904. Die Fußgänger beherrschen die Szene, nur wenige Pferdefuhrwerke sind auf der Straße zu sehen, darunter vorn ein von Pferden gezogener Straßenbahnwagen. Auf dem Torfplatz rechts sind abgestellte Torfwagen zu erkennen. Das Fabrikgebäude ganz links gehört zur Schiffswerft von Friedrich Wencke, die 1901 von Seebeck übernommen wurde.

76. Am 23. Januar 1862 wurde die 'Geestebahn' von Bremen nach Geestemünde eröffnet. Eine Zweigbahn fuhrte von hier nach Alt-Brernerhaven, Für die weitere Entwicklung der Häfen an der Unterweser war diese Eisenbahnverbindung von entscheidender Bedeutung. Dieses Bild aus der Zeit um 1890 zeigt das Empfangsgebäude des alten Geestemünder Bahnhofs an der heutigen Klußmannstraße, die damals Bahnhofsallee hieß. Hinter dem Bahnhofsgebäude sind die Masten der Segelschiffe zu erkennen, die im Handelshafen liegen. Die geöffnete Schranke gibt den Weg frei in die Geestendorfer Bahnhofstraße, die 1920 in Max-Dictrich-Straße umbenannt wurde. Vor dem Bahnhofsgebäude ist ein Wagen der Straßenbahn zu sehen, die bis 1908 von Pferden betrieben wurde.

77. Nach dem Zusammenschluß von Geestemünde und Geestendorf im Jahre 1889 machte sich das Fehlen eines Rathauses empfindlich bemerkbar. Den ersten Preis einer Ausschreibung erhielt Prof. Stier (Hannover), nach dessen Plänen das neue Geesternünder Rathaus an der Ecke Bahnhofsallee (heute Klußmannstraße) und Körnerstraße (heute Arndtstraße) gebaut wurde. Die Backsteinfassade mit romanischen und gotischen Elementen drückte Bürgerstolz aus und sollte an bekannte niederdeutsche Rathäuser erinnern. Die drei Fenster des Sitzungssaales sind Stiftungen, die Entwürfe der Glasmalereien stammen von dem Bremerhavener Marinemaler Carl Fedeler. Das repräsentative Bauwerk konnte 1894 bezogen werden. Im Kriege wurde das Rathaus zerstört, heute steht hier die Gorch-Fock-Schule.

-t

Geeslemünde

Kaiserl. Post

78. Die alte Geestemünder Post im Eisenbahngebäude an der Bahnhofsallee, der heutigen Klußmannstraße, erwies sich Ende des letzten Jahrhunderts für den ständig wachsenden Betrieb als zu klein. Die Oberpostdirektion Bremen erwarb ein Grundstück, das neben dem Geestemünder Rathaus ebenfalls an der heutigen Klußmannstraße lag. Hier wurde das Kaiserliche Postamt Geestemünde erbaut, das mit seiner roten Backsteinfassade, den Giebeln und Türmen an alte Hansestädte erinnerte und sich dem Stil des Rathauses anpaßte. Der repräsentative Neubau konnte am 15. März 1899 bezogen werden. Die Telegraphenbetriebsstelle für die damals etwa 150 Fernsprechanschlüsse Geestemündes war nun auch hier untergebracht.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek