Büren in alten Ansichten

Büren in alten Ansichten

Auteur
:   Aloys Wüller-Cubick
Gemeente
:   Büren
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1743-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Büren in alten Ansichten'

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9. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kreissparkasse erbaut, und zwar im 'Lustgarten' dort, wo die Alme die Bahnhofstraße kreuzt. In Verlängerung des auf dem Bilde rechts sichtbaren Tores befand sich eine dicke Bruchsteinmauer, die bis zur Niederrnühle reichte. Auf dieser Mauer, von der es leider kein Bild mehr gibt, saßen viele Kinder aus BÜIen, als um 1909 das gegenüberliegende Kreiskriegerdenkmal eingeweiht wurde. In der Mauer war eine Pforte mit einem reliefgeschmückten Bogen, der die Jahreszahl 1722 trug. Als die Mauer abgebrochen wurde, ging dieser Torbogen nicht verloren. Auf Betreiben von Herrn Wilhelmi schmückt er heute den Eingang zum Turnhallengelände am 'Neuen Weg'. Die Kreissparkasse ist umgebaut und heute Pfarrzentrum.

10. Die Jahreszahl am Sockel des Denkmals ist verwittert, aber es war um 1909, als dieses Kreiskriegerdenkmal eingeweiht wurde. Jede Gemeinde des Kreises Büren hat mit einem Findling mit eingemeißeltem Gemeindenamen zur Ausgestaltung der Anlage beigetragen. Bei der Einweihung waren alle Gemeinden mit Fahnenabordnungen vertreten. Rektor Gödde erinnert sich, daß er damals die Fahne der Gemeinde Verne getragen und dafür vom Herrn Landrat Savigny fünfzig Pfennige bekommen hat. Das früher einmal so repräsentative Denkmal wurde durch den Verkehr des zierenden Gitters beraubt und immer mehr eingeengt, so daß es kaum auffällt. Man müßte sich Gedanken darüber machen, ob es nicht auf einen besseren Platz verlegt werden kann.

11. Im Kühling war schon immer die Harrnonie-Gesellschaft ansässig. Sie besteht seit 1857 und bezweckt, die Gesellichkeit unter ihren Mitgliedern zu fördern. Im Jahre 1908 hat man die Satzungen der Gesellschaft neu gefaßt. Ein wenig später, im Jahre 1910, entstand dieses Gruppenbild, auf welchem viele Mitglieder anwesend waren. Zu erkennen sind die Herren Otto Scheid, Küppers, Loer, Laun, Loerbrocks, Derigs, Ebbers, Schabedoth, Pastor Hüttemann, Kruse Kleine, Hartmann, Fante, Goeken, Ostermann und DL Ebbers. Letzterer war später Oberkreisdirektor in Büren. Die Herren Derigs, Loerbrocks, Schabedoth und Laun bildeten beim Abschluß der Satzungen von 1908 den Vorstand. Die Gesellschaft ist jetzt fast 125 Jahre alt.

12. Im Kühling stand dieses Haus des Gerbers Heer. Links sieht man eine Ecke des Hauses der Harmonie-Gesellsohaft. Rechts steht die dicke Gartenmauer des Hotels Ackfeld. In diesem Hause wurde die Gerberei betrieben. Die benötigte Eichenlohe wurde in der betriebseigenen Lohrnühle gemahlen. An der Giebelseite des Hauses Heer befand sich hinter dem Einfahrtstor der Raum mit den Gerbbottichen. Links neben dem Haus, fast bis zum Haus Erdmann, war ein großes Lattengestell, an welchem die Häute getrocknet wurden. Dann kamen die Häute in die Schrubbkuhle. Das war eine Stelle an der Afte, zu der ein Weg in der Nähe des Hauses Meier hinunterführte.

13. An der Afte, etwa unterhalb des Mühlenwerkes Böhner, war früher diese Lohmühle im Betrieb. Hier wurde die geschälte und getrocknete Eichenrinde, auch Eichenlohe genannt, zur Verwendung in den Gerbereien gemahlen. Im Eichenschälwald wurde meist in zwanzigjährigem Umtrieb die Lohe gewonnen. Das Holz diente vorwiegend als Brennholz. Die Lohmühle arbeitete vorwiegend für den Gerber Heer, dessen Eigentum sie war. 1914 hat sie ihren Betrieb eingestellt.

14. Der Hof Schlömer an der Königstraße, der hier im Bilde zu sehen ist, war sehr beengt. Wenn gedroschen wurde, dann stand die Dreschmaschine auf der Tenne, die Antriebsmaschine aber mitten auf der Königstraße. Das ausgedroschene Stroh wurde auf die Straße gebracht und wieder weggepackt, wenn die Dreschmaschine wieder fort war. Der öffentliche Verkehr war natürlich stark behindert. Herr Schlömer verlegte im Jahre 1933 seinen Betrieb auf den Kapellenberg. Von dem Gehöft an der Königstraße wurde der Wirtschaf'tsteil abgebrochen und dort ein Geschäftshaus erbaut. Der alte Wohnteil steht noch. Darin befindet sich heute das Uhrengeschäft Herbort.

15. Etwa um das Jahr 1905 entstand dieses Bild von dem unteren Teil der Königstraße. Links unter den Baumkronen ist die Einfahrt zum Landratsamt erkennbar. Weiter abwärts ist der Hof Schlörner und ganz in der Ferne beginnt die Lindenstraße. Das erste Haus rechts ist die Vikarie, die heute noch fast so ist wie damals. Dann kommt eine Gasse, die auf dem Bild nur schwer erkermbar ist. Im nächsten Haus befand sich die Getreidehandlung Aaronstein, später Berghausen & Goldschmidt. Später war darin das Textilgeschäft Heinrich Bölling. Heute ist es nach durchgreifendem Umbau das Geschäftshaus der Spar- und Darlehnskasse Büren. Weiter abwärts erkennt man die Einrnündung der Bertholdstraße und die Gaststätte 'Zum Goldenen Stern', die heute noch besteht.

16. An der unteren Königstraße lag rnit einem geräumigen Vorplatz das Landratsamt. Neben den Amtsräumen enthielt das Gebäude auch die Wohnung des Landrates. Da die Verwaltung rnit der Zeit aber immer umfangreicher und komplizierter wurde, litt man schon bald unter Platzmangel. Man mußte sich nach weiteren Räumlichkeiten umsehen und schuf da, wo früher einmal das Damenstift und die Apotheke 'Zur Residenz' gewesen waren, ein neues Verwaltungsgebäude, wobei der alte Torbogen erhalten blieb, bis man auch die Judengasse überbaute, das alte Landratsamt abbrach und einen weiteren Gebäudeflügel auf seinen Platz setzte.

17. An der Königstraße neben dem Kaufhaus Brand stand vor Zeiten dieser Bauernhof der Familie von Hanxleben. Zuletzt waren nur noch zwei Personen Bruder und Schwester - auf dem Hof. Die alte Dame ist auf dem Bild zu sehen, sie steht in der Tür. Wer die anderen Personen sind, konnte nicht festgestellt werden. Durch Erbschaft ging der Hof 1920 an den Bauern Schlömer über. Im Jahre 1932 brannte das Gehöft mit erheblichen Erntevorräten ab. Heute steht an dieser Stelle das Haus des Zahnarztes Ilemann, das auch die Geschäftsstelle der Bürener Zeitung enthält. Auf der rechten oberen Ecke des Bildes ist ein Stück des Kaufhauses Brand zu sehen.

18. Durch diesen Torbogen rnit der Inschrift 'Apotheke zur Residenz' gelangte man in einen Innenhof, um den sich das Darnenstift der Herren von BÜIen und die Apotheke 'Zur Residenz' gruppierten. Der Apotheker war den Herren von Büren abgabepflichtig. Als die Jesuiten das Vermögen der Herren von Büren mit der Bedingung, in BÜIen eine Niederlassung einzurichten, erhalten hatten, richteten sie diese in dem vakant gewordenen Darnenstift ein, bis das große Kolleg im Jahre 1721 fertig war. Die Apotheke blieb noch lange an der alten Stelle. Die letzten Apotheker waren Herr Laun und dann Herr Steinhoff. Dann kam Herr Osterrnann, der 1932 die Apotheke in die Burgstraße verlegte, wo er die Besitzung Terstesse erworben hatte. Der Name Apotheke 'Zur Residenz' wurde beibchalten. Der Torbogen ist in geänderter Form noch erhalten.

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