Brühl in alten Ansichten

Brühl in alten Ansichten

Auteur
:   Marlies Fey-Bursch und Bernhard Münch
Gemeente
:   Brühl
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6333-0
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brühl in alten Ansichten'

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9 Die Uhlstraße mit Blick auf die Pingsdorfer Straße. Links sehen wir Café Mestrum, auf der rechten Seite die Gaststätte Meyer. Ihr Inhaber Heinrich Meyer betrieb im gleichen Haus auch eine Metzgerei. Im Nachbarhaus befand sich die Kaffeerösterei von Hermann Schöneberg sowie eine Kolonialwarenhandlung. In den Häusern 92 bis 96 war (und ist) die FriedrichGiesler'sche Brauerei untergebracht. Das im Bildhintergrund rechts noch erkennbare Haus mit Turm stand an der Ecke zur Liblarer Straße. Hier betrieb Elfried Mönninghoffin den zwanziger [ahren eine Gaststätte.

10 Matthias Früh, aus Badorf stammend, eröffnete 1863 eine Brauerei an der Uhlstraße, die er 1871 erweiterte. Bei diesem Erweiterungsvorhaben muß sich der gute Mann jedoch gründlich übernommen oder verrechnet haben, denn schon am 15. Juli 1874 übernahm Friedrich Giesler die Brauerei anläßlich einer anberaumten Zwangsversteigerung. Der neue Brauereibesitzer war lange [ahre als 'Meistbeerbter' im Brühler Stadtrat. Im Gegensatz zu vielen seiner Meistbeerbten-Kollegen, die sich nur mit dem Titel eines Ratsherren schmückten und nie oder nur äußerst selten zu Sitzungen erschienen, nahm Friedrich Giesler sein

Amt als Berufung und ernste Verpflichtung auf, war regelmäßig anwesend und beteiligte sich durchaus aktivan den anstehenden Diskussionen und Beschlüs-

sen.

11 JohannesVVaffenschmidt betrieb die Restauration in der Friedrich Giesler'schen Bierbrauerei an der Uhlstraße, als diese Aufnahme entstand. Später übernahmJohannes Keuenhof die Bewirtung und freute sich über die direkt vor seiner VVirtshaustüre befindlichen Haltestelle der Köln-Banner Kreisbahnen. Hier bot sich mit der Restauration so manchem wartenden Fahrgast ein äußerst angenehmer 'VVarteraum mit Erfrischungsmöglichkeit' .

Gruß aus Brühl

Frledr. Giesler'sche BI8rbrau'e-rei Restauration v, Johannes Waffenschmiëdt

12 Um 1888 hatte der heutige 'Stern' die Form eines Dreiecks. Dieses bestand aus der Uhlstraße, der Bonnstraße und der Mühlengasse (Mühlenstraße). Dort wo heute die ClemensAugust-Straße einmündet, existierte vor 1900 nur ein kleiner Fußweg. Erst als die Stadt im ehemaligen Seffen'schen Gelände ein Schülerwohnheim für auswärtige Gymnasiasten erbaute und von der Uhlstraße abzweigend die' Alumnatstraße' (später umbenannt in Clemens-AugustStraße) als Zugangsweg zu diesem 'Alumnat' errichtete, erhielt der Stern sein heutiges Aussehen. Allerdings hieß das Straßenvieleck seit eh' und je die 'Platze Eek' wenigstens

wurde es im Volksmund so genannt, weil hier seit Menschengedenken das Kaufhaus des Herrn Albert Platz gelegen war. So stand es noch 1 92 1 als Anzeige im Brühler Adressbuch:

'Albert Platz, Brühl, Uhlstraße 84 (Ecke Mühlenstraße). Stets großes Lager preiswerter solider Gelegenheitsposten in Herren-Konfektion, Manufaktur und Schuhwa-

ren.'

13 Der Stern, eine Straßenspinne als Knotenpunkt von der Uhlstraße, Bonnstraße, Mühlenstraße und Clemens- August -Straße. Dort, wo die Clemens-August-Straße einmündet, stand früher ein kleineres Haus, an dessen Garten ein kleiner schmaler Weg in Richtung Westen vorbeiführte. Erst mit der Errichtung des Alumnates und der Anlage der Straße entstand der Stern in seiner heutigen Form.

14 Alten Berichten zufolge wurde die Bonnstraße bereits irn Iahre 1326 urkundlich erwähnt. Bis kurz vor 1850 wurde sie als Karrenweg genutzt und war nur von wenigen Häusern gesäumt. Beiderseits des Weges lagen Gärten und Äkker mit einzelnen Scheunen und Stallungen. 1899 wurde die Bonnstraße dann in den 'Baufluchtlinienplari' einbezogen, um sie als Fahrweg herzurichten. Wie heute, so sollten die Anwohner auch damals schon zu den Straßenbaukosten beitragen. Diese legten Klage gegen die Forderung der Stadt ein, weil ' die Bonnstraße eine historische Straße sei' . Damals wie heute setzten sich die Stadtväter jedoch durch und der Pro-

zeß ging für die Anwohner verloren. 1910 wurde die Bonnstraße verbreitet, 1 911 wurde der neue Friedhof (Südfriedhof) angelegt und 1 92 9 wurde der ehemalige Karrenweg asphaltiert.

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Bonnstraße

15 Als der elektrischen Strom irn Iahre 1907 als neuer, dritter Versorgungszweig der Stadtwerke in Brühl Einzug hielt, da war es selbstverständlich, daß nun auch Geschäfte entstanden, um den nun geweckten Bedarf an elektrischem Gerät und Installationsmaterial zu decken. Als einer der ersten machte sich Friedrich Rasky daran, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Damals noch im Haus Bonnstraße 14 (später und bis zum heutigen Tage dann in der Uhlstraße 55) eröffnete er seinen Elektrobetrieb. Unser Foto zeigt einen Blick in das Schaufenster des Betriebes, der mit der' Ausführung moderner Licht- und Kraftanlagen' warb.

16 Das Kolonialwarengeschäft der Familie Müsseler befand sich in der Uhlstraße 79. Butter, Eier, Käse, Obst, Gemüse, all dies konnte die Brühler Hausfrau hier frisch und günstig einkaufen. Zur Zeit der Jahrhundertwende gehörte das Haus der Witwe Helene Weingarten, die hier aber kein Gewerbe betrieb. Sie übergab es um 1904 an Peter JosefMüsseler.Wie im Schaufenster auf dem Bild zu sehen ist, waren Süßwaren eine der Attraktionen des Ladens.

17 Im Schatten des weiträumig angelegten Schloßparkes ziehen sich die Tiergartenstraße sowie die Böningergasse quasi in zweiter Linie durch Brühl. Hinter dem abgerundeten Straßenverlauf der Uhlstraße bilden die Straßen eine Ecke, hier mit Blickrichtung auf die Uhlstraße im Bild festgehalten. Die Böningergasse, selber in Höhe der 'Ewigen Lampe' von der Uhlstraße abzweigend, stößt hier auf die Tiergartenstraße, die sich vom Parkeingang bis hin zur Uhlstraße zieht.

Zwischen 1880 und 1890 sah der Haushalt der Stadt Brühl erhebliche Mittel für die Renovierung und den

Ausbau bestehender Straßen vor. Hierbei wurden sowohl Basaltschotter- als auch Pflasterstraßen angelegt. Auf Beschluß des Rates aus dem [ahre 1888 wurde die Böningergasse gepflastert.

18 Eine der ruhigsten und am wenigsten bekannten Straßen im Herzen der Schloßstadt ist der Fischmarkt. Von derTiergartenstraße aus als Sackgasse in Richtung Schloßpark führend, finden sich hier nur einige wenige Häuser. Ob der Name Fischmarkt tatsächlich auf den Verkauf von Fischen aus den Parkgewässern zurückzuführen ist, ist weder belegbar, noch völlig auszuschließen. In dem alten Gäßchen, das seine Ursprünglichkeit noch nicht verloren hat, können die Bewohner bis in die heutige Zeit hinein fast ohne Beeinträchtigungen durch den Straßenverkehr leben.

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