Brühl in alten Ansichten

Brühl in alten Ansichten

Auteur
:   Marlies Fey-Bursch und Bernhard Münch
Gemeente
:   Brühl
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6333-0
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brühl in alten Ansichten'

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29 Die Uhlstraße im [ahre 1907 von derTiergartenstraße aus gesehen. Auf der rechten Seite befindet sich die 'Cólner ConsumAnstalt', die Zigarrenfabrik Löw, die Metzgerei Johannes Edmund Lenzen, das Haus Pfeiffer und das Modegeschäft Fußel: Ebenfalls im Blick befinden sich die Drogerie und das Kolonialwarengeschäft von Heinrich Lauten. Im linken Bildbereich ist der Salon des Friseurmeisters Kaus sichtbar. Und auch die Gaststätte 'Zur Ewigen Lampe' ist im Hintergrund an ihrem spitzen Turm deutlich zu erken-

nen.

30 Bereits um die [ahrhundertwende betrieb Peter Müller in dem Haus Uhlstraße 39 eine Kolonialwarenhandlung. 1920 übernahm der Bäckermeister Peter Gossen die Räume, um hier eine 'Feinbäckerei' einzurichten. Für dieses Foto präsentierte sich der stolze Bäckermeister gemeinsam mit seinem Personal vor dem herausgeputzten und blumengeschmückten Haus.

3 1 Frühmorgens machten sich die Brötchenausfahrer der Bäckerei Gossen bereit, um die Kundschaft mit frischem Backwerk zu beliefern. In dem der Bäckerei benachbarten Gebäude befand sich die Restauration Drezus, die postalisch schon der Tiergartenstraße zugezählt wurde. Im Ausschank hatte Gastwirt Drezus neben dem ortsansässigen Giesler Bräu des weiteren noch Zensen-Kölsch und Dortmunder Ritter Bier. Vor der Gaststätte sind Milchkannen zu sehen, die in der damaligen Zeit vom Milchhändler getauscht wurden. Kundendienst wurde damals eben noch großgeschrieben im alten Brühl!

32 Blick auf das Haus Uhlstraße 27. Hier betrieb die Familie Rohen ein Delikatessengeschäft, das nur ungefähr zwei [ahre lang existierte. Die Familie, aus Altenburg bei Blankenheim-Wald stammend, zog nach Brühl, da die Tochter Barbara schwer erkrankt war und in der Universität zu Köln behandelt werden mußte. Um nahe bei Köln wohnen zu können, wählte man Brühl als neue Heimat aus und bot hier Waren aus der eigenen Heimat zum Verkauf an. Das elterliche Gut in Altenburg hatte etwa siebzig Kühe und jeden Tag um 4 Uhr in der Frühe wurde mit dem Zug die frische Eifelmilch sowie

selbstgemachter Weichkäse nach Brühl geliefert. Der Brühler J osef Knechts lieferte Eier für den Verkauf. Nach dem Tod derTochter gaben die Rohens das Geschäft wieder auf und zogen nach Altenburg zurück. Vor der Eingangstüre sehen wir (van links) Anna Rohen (verheiratete Hoppermanns), ihre Mutter Maria Rohen, die auch das Geschäft führte sowie Frau Haas, die in der ersten Etage des Hauses wohnte. Vorne steht Maria Rohen (verheiratete Huy).

33 Eine weitereAblichtung der Uhlstraße, diesmal mit Blick in Richtung Lehrerseminar. Neben der Bäkkerei Gossen sind das Kaufhaus Brünell sowie das Schuhhaus Valentin zu sehen. Weiterhin schließen sich an diese Reihe die Geschäftsräume von Uhrmacher Hugo Weck, die Metzgerei Jakob Sürth, der Friseur Jakob Panek, die Tapeten-, Glas- und Farbwarenhandlung sowie das Möbelhaus Zingsheim an.

34 Das Schuhgeschäft Sonntag an der Uhlstraße 34. Hier betrieb der Schuhmachermeister [ohann Sonntag sein Schuhgeschäft, in dem er neben den maßgefertigten Schuhen aus Eigenfabrikation als einziger in Brühl Schuhe der Marke Medicus zum Kauf anbieten konnte. Vor dem Haus (dritter von links) steht der später als Gründer und langjähriger 2. Vorsitzender des Kreiscaritasverbandes sowie auch als heimatkundlicher Schriftsteller in und um Brühl bekannte und verdiente ehemalige Leiter des Kreisjugendamtes Jakob Sonntag im Kreise seiner elterlichen Familie.

35 Blick auf die Häuser Uhlstraße 26-30. Im Haus 26 befand sich die Restauration Simon. Hier wohnte auch der Friseur JosefKaus. Nebenan (Nr. 28) in der Dampfbäckerei Thiebes, wurden unter anderem die typischen 'Thiebesse Knüeche' hergestellt, eine süße, krapfenähnliche Lekkerei. Wilhelm Kirsch, seines Zeichens Kreisbrandmeister, unterhielt im angrenzenden Haus Nr. 30 seine Wirtschaft. Zusätzlich zu diesem alteingesessenen BrühlerTreffpunkt besaß Kirsch noch ein Kolonial-, Material- und Farbwarengeschäft. Da er nicht nur in der Kreisfeuerwehr aktiv

war, befand sich hier auch die Kommando- und Hauptrneldestelle der BrühIer Feuerwehr. Wilhelm Kirsch war ein sehr engagierter Bürger. Neben seinemAmt als Kreisbrandmeister war er Brühler Ratsmitglied und stellvertretender Standesbeamter und auch gesellschaftlich konnte er auf rege Aktivitäten verweisen, so als Mitglied im Liederkranz, einem Männergesangverein, in dem er sich auch als Regisseur bei Theaterveranstaltungen und Operettenaufführungen einen Namen machte. 1930 starb Kirsch im Alter von 60 Jahren.

36 Die Glas-, Porzellanund Kolonialwarenhandlung Nießen hatte ihren Sitz bis in die zwanziger [ahre im Haus Uhlstraße 24. Danach war es Jakob Düster, der hier sein Geschäft für Herrenmoden eröffnete. Im Verhältnis zu den Anzügen, deren Preis in der Regel zwischen 60 und 80 Mark lag, mußte man für eine Krawatte mit 14 Mark doch verhältnismaßig tief in die Tasche greifen. Oberhemden hingegen waren bei einem Preis von 3,75 bis

1 0,75 Mark wiederum deutlich günstiger zu erstehen.

37 Bertram Zingsheim errichtet im Iahre 1899 sein Möbelgeschäft in den Räumen des früheren Hospitals der Franziskaner. Hier, wo zwischenzeitlich auch die Mädchenschule untergebracht war, führte er sein

1889, noch im Haus Uhlstraße 50 gegründetes Unternehmen fort. Gemeinsam mit einer Schreinerei hatte Zingsheim das erste Unternehmen dieser Art zwischen Köln und Bonn gegründet. Mit seinen drei

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Söhnen, die unermüdlich von morgens früh bis spät in die Nacht als Schreiner, Polsterer und Polierer tätig waren, wurde das Unternehmen zu einem Begriff in der Umgebung bis weit ins Vorgebirge.

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38 Das königlich preußische Lehrerseminar wurde am 1. [anuar des [ahres 1823 in den Gebäuden des ehemaligen Franziskanerklosters eröffnet. In der Zeit seines Bestehens bis 1 92 5 wurde hier über 4 000 Volksschullehrer ausgebildet. Die Gründung dieses Seminars bedeutete für Brühl den Anfang vom Ende der hoffnungslosen Zeit des Niedergangs nach dem Ende der kurfürstlichen Herrlichkeit. Dies war den Brühlern aber auch wohl bewußt. Die ersten Seminaristen wurden mit Böllerschüssen und großem Hallo empfangen. Die Stadt lud sie zu einem Festmahl ein, bei dem Bürgermeister und Pfarrer als Bedienung fungierten. In der über einhundertjährigen Geschichte der Ausbildungsanstalt für Lehrer, die den Brühlern zu-

gleich als eine hervorragende Volksschule zur Verfügung stand, wirkten hier so verdiente und bekannte Musikpädagogen wie Nägeli, Hentschel, Michael TöpIer, August Wiltberger und der Brühler Jakob Blied. Der Brühler Ehrenbürger Josef Frohn war hier SeminarOberlehrer. Am 1. Oktober 1854 begann dann am Brühler Lehrerseminar der Unterricht mit gehörlosen Kindern. Damals wurde für die hier eingerichtete Klasse mit 39 Kindern das sogenannte Violinzimmer zur Verfügung gestellt. Die Kinder waren allesamt in BrühIer Familien untergebracht. Am 1. September 1874 wurde an der Ecke Friedrichstraße/Schützenstraße der Neubau für dieTaubstummenanstalt festlich eingeweiht, sodaß diese fortan quasi als Exklave des Lehrer-

seminars geführt wurde. 1925 wurde das Lehrerseminar geschlossen, da die Lehrerausbildung neu geregelt wurde. Durch die Wandlung Brühls von einer Villen- zur Industriestadt siedelten sich Handwerksbetriebe an. Zunächst wurde eine Handwerkerfortbildungsschule mit Unterricht in den Räumen das ehemaligen Alumnats, der Clemens-August-Schule, einge-

richtet. Der Rat beschloß, im leerstehenden Seminargebäude eine Berufsschule zu errichten, was 1927 dann auch geschah.

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