Brühl in alten Ansichten

Brühl in alten Ansichten

Auteur
:   Marlies Fey-Bursch und Bernhard Münch
Gemeente
:   Brühl
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6333-0
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brühl in alten Ansichten'

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59 Der Uhrmacher Hugo Weck betrieb in den Jahren nach der Jahrhundertwende sein Geschäft in der Kölnstraße 9. Später wurde hier eine Filiale des sogenannten Rheinischen Kaufhauses eröffnet, weitere [ahre danach ging das Haus in den Besitz der Firma Cornelius Stüssgen über, die in Brühl noch ein zweites Geschäft auf der Uhlstraße betrieb.

60 Franz Charles war Besitzer der Bäckerei im Haus Kölnstraße 29. Der äußerst aktive Mann war als Stadtverordneter, Mitglied im Kirchenvorstand und in der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft tätig. Die Eltern seiner Frau Christina, einer geborenen Heimig, betrieben auf der Stammheimer Straße in Köln ebenfalls eine Bäckerei. Nach dem Tod von Franz Charles im [ahre 1910 führte seine Frau das Geschäft zunächst noch bis 1 92 9 weiter und verkaufte es schließlich an Bäckermeister Allermann.

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, 61 Eine Ansicht der Kempishofstraße von der Kölnstraße aus gesehen. War die Straße bis 1 911 noch als 'Kernpshofstraße' registriert, so stellte die Familie van Kempis, die den Kempishof aus dem Besitz von Franz von Hersel erworben hatte, den Antrag, die Straße nach ihrem Familiennamen umzubenennen. Diesem Antrag an den Brühler Stadtrat wurde stattgegeben, die Umbenennung konnte erfolgen. In der Zeit zwischen 1880 und 1890 wurde die Straße, die ursprünglich nur bis zur Wallstraße führte, ausgebaut und nach 1 930 bis hin zur Mühlenstraße verlängert.

62 Der Laden der 'Konsum-Genossenschaft Hoffnung' hatte seinen Sitz im Haus Kölnstraße 37 an der Ecke zur SchützenstraBe. Hier stellten sich drei hübsche Verkäuferinnen dem Fotografen in den zwanziger [ahren vor wohlgeordneten Regalen für diese Aufnahme zur Verfügung. In den damals sehr verbreiteten Konsum-Genossenschaften schlossen sich Verbraucher zusammen, um im gemeinsamen GroBeinkauffür die Läden alle Mitglieder preiswert mit Gegenständen des täglichen Bedarfs zu versorgen. 'Anschreiben ' zu lassen war hier nicht möglich: groB angeschlagen war das Verbotsschild für die 'Warenabgabe auf Borg' .

63 Ob der hufeisenförmige Grundriß der Ursprung der bei alteingesessenen Brühlern verbreiteten Bezeichnung 'de Flaadermus' für das Haus Kölnstraße 61 ist, kann nicht mit Sicherheit ermittelt werden. In jedem Falle gehörte dieses von der Straße etwas zurückliegend errichtete Gebäude einst dem Wagenbauer Josef Weber. Nach 1920 erwarb der Glasermeister Hubert Kaus das Anwesen, und gab es seiner zweiten Tochter Richmunda als Mitgift mit in die Ehe. Die sich anreihenden Häuser in der Kölnstraße gehörten dem Schreinermeister Osterspey und wurden bereits in den zwanziger [ahren van Maria van Lienen zu einer Delika-tessenhandlung umgebaut.

64 Ein Blick aus der Heinrich - Esser-Straße hinein in die Comesstraße. Durchkreuzt wird diese Straßenflucht von der Kölnstraße, die rechter Hand in Richtung Markt, und linker Hand gen Köln verläuft. Die Sträucher im rechten Bildbereich geben dennoch den Blick auf die Dächer des Restaurationsbetriebes Knott frei, der große Gebäudezug links der Straße beherbergte zunächst das Progymnasium, später dann die Knabenschule. Nachdem diese im Iahre 1920 in die Räumlichkeiten der freigewordenen Clemens-August-Schule umgezogen war, wurden hier Büroräume der Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube AG untergebracht, heute findet hier ein Teil der RWE- Verwaltung Platz.

65 Thys Kaym - daB dieser Name den Ursprung der Brühler Comesstraße bildet, ist wohl kaum einem BrühIer bekannt. DieserThys Kaym beackerte einst in der Gegend des heutigen Bundesbahnhofs eine große Fläche an Lehensland. Der Straßenname änderte sich im Lauf der Zeit über KaemsgaB, Camesgaß, Chomisgasse, ComesgaB bis hin zur heutigen Bezeichnung, die etwa seit dem 18. [ahrhundert Bestand hat. Im [ahre 1859 wurde die Straße als Bezirksstraße eingestuft, die über die Rheinstraße nach Berzdorflief. Kölner Kaufleute errichteten nördlich der Comesstraße geräumige Villen. Im rechten Bildbereich erkennt man das Postgebäude, das 1906 einem größeren Neubau Platz machte.

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66 Im Iahre 1890 erbaute die Deutsche Reichspost an der Comesstraße ihr Amtsgebäude. Das 'Kaiserliche Postamt' war eines der wenigen Häuser an dieser Straßenseite. Die gegenüberliegende Straßenseite wurde von Villen und deren angegliederten parkartigen Gärten beherrscht. 1906 mußte das Postamt durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Im alten Postgebäude wurde seinerzeit von den Lehrern der gegenüberliegenden und völlig überfüllten Knabenschule Unterricht erteilt.

67 Im Iahre 1863 errichtete die evangelische Gemeinde Brühl an dem Weg, der vom Bahnhofsweg zur Comesstraße führte, das auf unserem Foto festgehaltene Schul- und Gemeindehaus. Nach der Einweihung der evangelischen Kirche wurde der Weg bis zur Kirche ausgebaut. Er erhielt den Namen Mayersweg, benannt nach der Familie Mayer-Leiden, die zum Ausbau dieses Weges das Land zur Verfügung gestellt hatte.

68 Schon 1844 war Brühl an den eben beginnenden Eisenbahnverkehr angeschlossen worden, als es Station der rheinischen Eisenbahngesellschaft auf der Strecke Köln-Koblenz wurde. Damals entstand auch das heute noch erhaltene, wenn auch imAussehen inzwischen mehrfach veränderte Bahnhofsgebäude, das in seiner architektonischen Erscheinung doch etwas an die spätklassizistischen Schinkelschen Formen erinnerte. Aber dieser Bahnhof war zunächst ganz und gar dem Schloß und in keiner Weise der Stadt zugeordnet. Wer konnte sich denn auch damals schon eine Reise per Bahn leisten! In der Hauptsache waren das doch die Anwohner des nördlichen Stadtbezirkes, also Villenbesitzer. Für diese wurde seinerzeit von der Comesstra-

ße aus ein Fahrweg zum Bahnhof angelegt. In der angrenzenden Grünanlage wurde - dem Zeitgeist folgend - ein Kriegerdenkmal errichtet.

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