Brunsbüttel in alten Ansichten

Brunsbüttel in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Lewerenz
Gemeente
:   Brunsbüttel
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5989-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Brunsbüttel in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

48 Dieses Bild wurde als Reproduktion aus der Sammelmappe 'Der Nord-OstseeKanal' (16 Fotografien, die im Auftrag der Kaiserlichen Kanal-Commission Kiel erstellt wurden) entnommen. Sperrtore der Schleuse Brunsbüttelhafen, 4. September 1894, so dieser Untertitel. Im Juli 1890 erhielt der Ingenieur Hermann Vering den Auftrag für die Erdarbeiten und den Schleusenbau auf der Weststrecke des Kanalbaus. Das Foto wurde nach dem Einbau der Stemmtore gemacht. Am 26. Oktober 1894 wurden die letzten Arbeiten an diesem Bauwerk beendet. Am nächsten Mor-

gen fand die feierliche Eröffnung der Schleusen Brunsbüttelhafen statt,

Oef

rd-Ostsee-Ksn .

49 Gruss v, Elblotsenhaus, diese Lotsenstation wurde vom Bösch (Landrücken) bei St. Margarethen 1895 hier zur Mündung des Nord-OstseeKanals verlegt. Das Lotsenhaus von der Bösch ist am 5. November 1901 bei dichtem Nebel ein Raub der Flammen geworden. Die linke Bildseite zeigt zwei Lotsen beim Ausguck nach aufkommenden Schiffen. Rechter Bildteil ist hier das Kanallotsenhaus. Seit 1979 ist dieses Haus nicht mehr auf der Schleuseninsel in Brunsbüttel vorhanden. Die Kanallotsen haben mit den Elblotsen heute ein gemeinsames Heim im Elblotsenhaus gefunden.

n12&" Y. I!. S2ndcr I'h t, 8nsn bntt<lk '.

50 Zur Eröffnungsfahrt durch den Kaiser-WilhelmKanal wurden diese zwei Schnelldampfer der HAPAG 'Augusta Victoria' und 'Columbia' nach Brunsbüttelkoog zum Südkai beordert. Mit sechs Extrazügen von Hamburg kommend, wurden die Ehrengäste hier eingeschifft. An Bord des Schnelldampfers 'Augusta Victoria' waren Diplomatie und der Bundesrat, auf der 'Columbia' die Mitglieder des Reichstages. Am 20. Juni 1895 traf um 3.30 Uhr S.M.S. 'Hohenzollerri' , in der Schleuse Brunsbüttelkoog ein und eröffnete die Fahrt durch die neue Wasserstraße, gefolgt von 23 Schiffen der verschiedenen Nationen.

51 Diese Reproduktion zeigt ein Gemälde von dem Marinemaler Willi Stöver aus demjahre 1906. Da es nicht möglich war, zu der frühen Morgenstunde 3.30 Uhr zu fotografieren, erhielt der genannte Maler den Auftrag von seiner Maj estät Wilhelm II., den Moment des Durchschneidens der schwarzweiß-roten Kordel als Gemälde zu fertigen. S.M.S. 'Hohenzollern' , Kaiserjacht wurde 1891-1893 bei der Vulcanwerft Stettin gebaut. Länge 116 m, Breite 14 m, Tiefgang 6,21 mund 4460 BRT vermessen und hatte 313 Mann als Besatzung.

.-ûol)en,ollern e r ê f f n c r ben ~Qi'nelm-.tJl1JI

52 Saugbagger 'Brunsbüttel' im alten Betriebshafen des kaiserlichen Kanalamtes. Es war nicht der erste Bagger dieser Bauart. Schon 1901 hatte man den 'Nikolaus' in Betneb genommen. Nicht vorhergesehen hatte man den großen Schlickanfall im Vorund Binnenhafen beim Kanalbau. Die Planer waren von 100 000-150 000 cbm Schlickanfall ausgegangen, doch 1899 waren es fast die dreifache Menge und 1908 sogar 1,7 Millonen cbm der zu entfernenden Massen. Im Hintergrund die Häuser des Spar- und Bauvereins, die am 28. Juni 1900 rm Kanallotsenhaus unter Führung des Kanalbauinspektors Gilbert gegründet wurde. Einige die-

ser Häuser wurden bei der Kanalerweiterung abgebrochen.

niJl aus :BrunsoiiffeT/ioog.

S3 Die 'Alten Schleusen' hier im Vordergrund, mit dem Pegelturm und den Schornstein des Kraftwerks des Kanalamtes. In der linken Bildhälfte befinden sich die Häuser der ersten Posadowsky- und der Beamtenstraße, welche auch zur Kanalerweiterung 1907-1914 geopfert werden mußten. Insgesamt wurden ca. 4S Häuser abgebrochen und neu errichtet. So wird in dem weiteren Verlauf dieser Bilddokumentation noch einiges zu diesem Thema gesagt werden.

BRU SBOTTELKOOG i. Holst.

54 Zu dem Titel der Straßenbezeichnung (Spar-u. Bau-Verein d.B.u.A.d.K.WK.), hier wäre angebracht diese Abkürzungen zu erläutern. Der Sparund Bau-Verein der Beamten und Arbeiter des KaiserWilhelm-Kanals, der neben dem Arbeiter-Bau- Verein gegründet wurde. Arthur Posadowsky war 1893 Staatssekretär des Reichsschatzamtes und preußischer Minister. Diese Straße erhielt seinen Namen, da er sich mit dem Kanal befaßte.

Brunsbiltte K v

Posadowtlti - Strus . (S . r- u. B ". V re;~ d. B. u. A. d.I<. W.

55 Was zwanzig Iahre zuvor niemand geahnt hatte, mußte nun zwangsläufig erfolgen. Die Wasserstraße ist für den immer größer werdenden Schiffahrtsverkehr zu klein. Es wurde ein Entwurf für eine Kanalerweiterung und wesentliche Verbesserung dem gesetzgebenden Körperschaften des Reiches vorgelegt. Die Zustimmung zur Kanalerweiterung ließ nicht lange auf sich warten und wurde 1907 genehmigt. Der Kanal wurde von 67 auf 102,50 m verbreitert und die Kanalsohle von 9 auf 11 m vertieft. Hier eine Aufnahme eines Trockenbaggers in Brunsbüttelkoog mit der Baukolone. Dieses Baggergut wurde hier auf zwei großen

Ablagerungsflächen (Kippe bei Mole IV und die Friedhofskippe) aufgebracht.

56 Kräftige Muskeln waren auf diesen handbetriebenen Fährprähmen gefragt. Die Prähme wurden an einem im Wasser liegenden Drahtseil über den Kanal gezogen. Die Überfahrten waren immer kostenlos. da es eine künstliche Wasserstraße ist und die vorhandene Landstraße (Itzehoer Chaussee) unterbrochen wurde, war das Reich auch verpflichtet, dieses Verkehrsmittel für den Bürger vorzuhalten. Diese Fährverbindung war nicht immer einfach und es gab Schwierigkeiten bei Sturm und im Winter. Da die Reichsbahn und die Post auf der Südseite des Kanals lagen. mußte die Fähre täglich sechsmal in Anspruch genommen werden. Bei dem

Gesetzentwurfzur Kanalerweiterung wurde dies auch erkannt, und es wurde eine neue Fährverbindung geschaffen.

57 Bei den Planungsarbeiten und dem Planfeststellungsbeschluß wurde am 10. Februar 1907 ausdrücklich vermerkt: 'Daß die Fáhrschiffe mit Dampfbetrieben werden.' Es wurden drei Dampffähren im Auftrag gebaut und am 1. August 1911 mit den Namen 'Odin', 'Thor' und 'Heimdall' in Dienst gestellt. Die Fähranlegestellen wurden mit Hubbrücken versehen, die von einem Stellwerk aus bettieben wurden. Der Fährverkehr war planmäßig am Tage in einen Iû-Minuten- und in der Nacht in einem 20-MinutenRhythmus von jeder Kanalseite festgeschrieben. Die Fähren 'Odin' und 'Heimdall' haben den Zweiten Weltkrieg

überstanden, die Fähre 'Thor' wurde durch Bombentreffer 1944 vernichtet.

oriJnsnunerK9qg-~m KaIser Wilhefm-Kanal.

, !

fahrdampfer während der Überfahrt.

? ·"lr "

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek