Bützow in alten Ansichten Band 2

Bützow in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Wolfgang Schmidtbauer
Gemeente
:   Bützow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6613-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bützow in alten Ansichten Band 2'

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59 Eine hugenottische Familie bildete eine weitere Gruppe des Festzuges. HerzogWilhelm hatte 1698 französischen Glaubensflüchtlingen bei der Niederlassung in seinem Land freie Ausübung ihres Glaubens zugesagt und erhoffte sich durch ihre 'Kunstfertigkeit' einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Ansiedlung von Hugenotten in Bützow begann im Iahr darauf. Sie webten Tücher, Serge, Rasch, Etamin, Seidenwaren und Strümpfe, pflanzten und verarbeiteten 'Toback' (den Bützower 'Galgenknaster' , wie er spöttisch hieß). Ihren Gottesdienst hielten sie zunächst in der Schlosskapel-

ie ab. Eine eigene, durch Spenden finanzierte Kirche konnte am 1. September 1771 im Ellernbruch eingeweiht werden. Unser Bild zeigt die Kanzel, ein Geschenk des in Bützow

ihrer Art in Teutschland', heißt es in einer alten Schrift.

geborenen Amsterdamer Handelsmanns Iohann Christian Dippel. 'Selbige ist ganz von dem herrlichen und berühmten indianischen Mahagonyholz und alsowohl die Einzige

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60 Voran zwei Pedelle, schreitet der Rektor der 'Pridericiana' gravitätisch über die Straße. Magnifizenz wird vom Stadtvertretervorsteher Gladischefski verkörpert. Ihm folgen vier Professoren, denen sich die acht Scholaren anschließen werden, die sich hier dem Fotografen präsentieren. Die Gruppe lässt uns der Iahre von 1760 bis 1789 gedenken, als in Bützow eine Universität bestand. Mit sieben Professoren und 86 Studenten nahm sie im Oktober 1760 die Lehre auf, und in den 29 Iahren ihres Bestehens studierten hier 696 Studenten. Insgesamt 29 Professoren waren in Bützow tätig. Von bes on-

derer Bedeutung für unsere Stadt war der Jurist Ernst Iohann Friedrich Mantzel, Herausgeber der 'Bützowschen Ruhestunden' mit zahlreichen Beiträgen zur Stadtgeschichte, und der

Sprachwissenschaftler oluff Gerhard Tychsen, Begründer der ersten öffentlichen Bibliothek in unserer Stadt.

61 Ecke pferdemarkt und Wollenweberstraße hat sich die Eisen- und Stahlschmiedeinnung der Stadt zum Festzug versammelt: in Gehrock und Zylinder die Meister und Altmeister, in weißen Hemden und Mütze die Gesellen und Lehrlinge. Auf dem Wagen im Hintergrund ist eine Feldschmiede aufgebaut. Seit 1407 ist die Bützower Schmiedeinnung bezeugt, und 1899 schlossen sich alle Meister des metallverarbeitenden Handwerks zu einer Innung zusammen. Mitte der zwanziger Iahre arbeiteten in unserer Stadt sieben Schmiede, ein Kupferschmied, drei Schlosser und drei Klempner:

auf dem Foto sind 42 Bützower zu zählen, die in einem Metallberuflohn und Brot gefunden haben. Vor der Innungsfahne steht Obermeister Ludwig Krügel, dem unser Museum

unter anderem eine Tafel mit altertümlichen Schlössern verdankt. Er hat ferner eine Geschichte des Amtes der Eisen- und Stahlschmiede zu Bützow verfasst und zahlreiche 'Sag-

sprüche' gesammelt: 'Dat Lötwader is all

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