Burghaun in alten Ansichten Band 1

Burghaun in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Joachim Ruppel
Gemeente
:   Burghaun
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1674-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burghaun in alten Ansichten Band 1'

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Enthüllt d. Z6.6.190'l- .Er;rehtel den tapferenMitl<ämpfern von 187°/71 aus Burghaun. Hünhau und Gruben zur bleibenden

Erinnerung_ .

29. Das Kriegerehrenmal, das am 26. Juni 1904 auf dem Marktplatz eingeweiht wurde, stand bis zum Jahre 1953. An dem damaligen Feldzug hatten einige 30 Mann teilgenommen, welche glücklicherweise alle lebend zurückkehrten, bis auf einen, welcher infolge eines Schusses in das Bein im Lazarett verstarb. So wurde es textlich im Pfarrarchiv festgehalten. Zu erwähnen sei noch, daß die Reste des Denkmales im Schloßgarten stehen.

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30. Das war Burghauns Arzt DL von Steffenelli, um 1900, der einen Pferdewagen für selne Patientenbesuche benutzte. In der Haustüre der Apotheke stehen der Apotheker Hocke und seine Haushälterin Fräulein Wicke. Unsere Aufnahme zeigt noch einen der Laufbrunnen, die die Wasserversorgung Burghauns vor dem Bau der Wasserleitung 1904 sicherstellten. Dieser Brunnen bekam sein Wasser durch unterirdische Holzröhren von den Quellen in den Sauergärten an der Landwehr.

31. Die Schloßstraße, Bahnhofstraße und ein kleines Gässchen bildeten in der Mitte des Dorfes die sogenannte Insel. Auf ihr standen die Häuser Betz, Gutperl (das frühere Hirthaus mit dem Pfandstall) und das Kolonialwarengeschäft von Bernhard Trinks. In den sechziger Jahren mußte dieser Komplex dem wachsenden Verkehr weichen. Auf dem Bild Nr. 30 sehen wir das Geschäft Hattendorf, den Vorgänger des Trinks'chen Ladens.

32. Von 1908 bis 1930 leitete Adam Alststadt als Bürgermeister die Geschicke unserer Gemeinde. Wir sehen ihn hier mit Familie vor seinem Wohnhaus in der Stadtstraße, welches auch gleichzeitig Bürgermeisteramt war. Es ist eines der Häuser, welche nach dem Brand von 1901 neu erbaut wurden. Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister versah er noch sein landwirtschaftliches Anwesen. Die auf diesem Bild zu sehenden Personen sind, von links nach rechts: Anna Altstadt, Adam Altstadt (Bürgerrneister), Katharina, seine Ehefrau, Christine Lindemann und Karl Altstadt, der heutige Senior der Familie. Im Hintergrund steht Heinrich Schott, im Volksmund 'Dolle Hennesse' genannt.

33. Zwei Vorläufer unserer heutigen Verkehrsmittel, das Fahrrad und den Personenwagen, stellt uns hier Fritz Gotthardt, der ehemalige Burghauner Uhrmacher, vor. Die Aufnahmen stammen noch aus seiner Kasseler Zeit und zeigen ihn auf dem Hochrad und in einem dreirädrigen Kraftfahrzeug. Neben dem Hochrad steht Willy Schütz, der Erbauer der Kasseler Lutherkirche. Der zweite Mann im Kraftfahrzeug ist Gastwirt Ingl aus Kassel. Gotthardt starb 1945 im 75. Lebensjahr und liegt in Burghaun begraben.

34. Diese Aufnahme, die in der oberen Schloßstraße gemacht wurde, zeigt uns den ehemaligen Ortsdiener Schnabel bei einer Bekanntmachung. Schnabel, in seinen Bekanntrnachungen ein Original, fing diese immer Hochdeutsch an, um sie in Mundart zu beenden. Zwei Beispiele sollen gegeben werden: Soldaten kommen, es gibt Einquartierung, bä se kret de hott se (zu wem sie kommen der hat sie), oder: Der Bürgermeister läßt beo kanntmachen, daß die Kanneln gefegt werden mûssen, bä's nett macht, kommt er selber und lät sich ni:

Durch das Plattgesprochene, hört es sich an als wenn der Bürgermeister sich in die Gosse legen würde. Es sollte aber bedeuten, daß bei Nichtbefolgung der Anordnung derselbe sich mit dem Betreffenden au seinandersetzen würde.

35. Hier sehen wir noch eine sehr alte Familienaufnahme, eine sogenannte Daguerreotypie, das heißt, ein auf Blech fotografiertes Bild. Es stammt aus dem Jahre 1888, dem Drei-Kaiser-Jahr, und zeigt Heinriéh Eigenbrod mit Ehefrau Katharina und den Kindern Adam und Maria.

Die zweite Aufnahme dieser Seite zeigt die erste Gemeindepflegerin, heute würde man sagen Gemeindeschwester, Anna Blumenstein. Sie war von 1907 bis 1919 tätig. Nach ihr wurde eine Diakonissenstation in Burghaun eingerichtet.

36. Eine Einrichtung, die bei älteren Leuten gerne Erinnerungen an ihre Jugend wachruft, war die Spinnstube. Dieses war ein Treffen der Jugend, das einrnal wöchentlich jeweils bei einern anderen Gastgeber stattfand. Dabei wurde gesungen und Kaffee und Kuchen verzehrt. Vor allem aber wurde gesponnen und zwar Flachs und Wolle. Unsere Bilder zeigen Mitglieder einer solchen Spinnstube in ihrer Tracht auf dem Hof Frick. Stehend: Anna Gies, Elise Heß, Christine Frick und Kunigunde Otterbein. Sitzend: Marie Großkurth und Elisabeth Folger. Auf dem Hof Kemmler: Bernhardt Großkurth, Katharina Kemmler, Wilhelm Kemmler (Gastgeber), Johannes Kemmler, Adam Kemmler, unbekanntes Mädchen und dann folgen Heinrich Wink und Heinrich Folger,

37. Hier schauen wir aus einem Fenster des Gasthauses Sondergeld ('Zum weißen Roß') über die Dächer vom Engelwirt (Malkmus) auf die Kirchen, ein Ausblick der früher möglich war, doch durch Umbauten der abgebildeten Gebäude in dieser romantischen Art heute nicht mehr zustande kommt.

Auf dem zweiten Bild ist der bahnamtliche Spediteur Justus Becker zu sehen. Mit seinen beiden Pferden betrieb er zwischen den Kriegen ein Rollfuhrunternehmen.

38. Da fast jede Straße im Ort seine Wirtschaft hatte, durfte eine solche auch in der Diemich nicht fehlen. So sieht man hier die Wirtschaft von Peter Koch 'Peters', ein Name, der heute schon lange nicht mehr zutrifft, aber als Hausname weiter in Gebrauch bleibt. Schräg gegenüber auf der anderen Seite der Bach stand das sogenannte Dullusse Häuschen, welches auf dem unteren Bild zu sehen ist. Die Personen sind Josef Hohmann und Tochter Therese. Im rechten Bildteil ist nur noch knapp das alte Haus Becker zu sehen,

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