Burghaun in alten Ansichten Band 1

Burghaun in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Joachim Ruppel
Gemeente
:   Burghaun
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1674-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burghaun in alten Ansichten Band 1'

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39. Dieses Bild könnte man betiteln: 'Gemeinsamer Bau einer Zeitbombe', Es stellt den Bau des Dammes dar, der für die Neuanlegung der Rudolphshaner Straße 1911 benötigt wurde. Bei dem Wolkenbruch am 8. Juli 1926 faßte der kleine Durchlaß die Wassermassen nicht, so daß das Ganze wie eine Staumauer wirkte. Die Statik des Dammes reichte jedoch nicht aus, um dem ungeheueren Wasserdruck stand zu halten, und so kam es zu den in nachfolgenden Bildern gezeigten Verwüstungen entlang der Bach.

40. Die Schäden, die von dem schon beschriebenen Hochwasser in der unteren Dimbach angerichtet wurden, sind hier zu sehen, nebst den Bewohnern der umliegenden Häuser, Noch im Rohbau ist das Wohnhaus Kraus/Benesch. Die Scheune und das ehemalige Haus Eigenbrod, welche später der Familie Barth gehörten, wurden ersatzlos abgebrochen. Heute ist die Bach unterirdisch verlegt, so daß eine schöne breite Straße dort zu finden ist, wo damals Wasser und Schlamm waren.

41. Folgt man dem Weg der Flutwelle, so kann man hier die Schloßstraße als Seenlandschaft bewundern. Auf der linken Seite des Bildes erkennt man, mit Stock, Herrn Eekhardt mit Frau. Dieser war der letzte Burghauner Amtsrichter bevor das Gericht aufgelöst wurde. Auf der unteren Aufnahme ist noch die Insel I zu sehen mit einer Gedenkplatte vom Hochwasser im Jahr 1862. Auch damals war ein Wolkenbruch auslösende Ursache der Katastrophe. Die Flutwelle, bedeutend stärker als 1926, riß sogar das Backhaus im Unterdorf mit sich.

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42. Von dem Hochwasser im Jahre 1926 sind zwar schon genug Bilder gezeigt, doch ist diese Aufnahme insofern interessant, als sie auch einen Postbus damaliger Zeit zeigt. Dieser Bus kam mit Schülern des Kiebitzgrundes von einer Ausflugsfahrt. Da die Straße jedoch unter Wasser stand, konnte der Fahrer nicht erkennen, daß dort auch tiefe Löcher gerissen waren. In eines dieser Löcher fuhr der Bus, der somit seinen Ausflug frühzeitig beendete. 'Gewalte Haus' stellte sich freundlicherweise als Stütze zur Verfügung damit er nicht umkippte.

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43. Als Gegensatz zu den Hochwasser-Bildern sehen wir hier die Dimbach bei normalem Wasserstand. Sie floß offen vom Dimbachsgraben kommend durch die Dimbachstraße, entlang der Schloßstraße zur Bahnhofstraße (früher der Gemeine Weg im Unterdorf genannt) und weiter durch die 'al Booch' (alte Bach) zur Haune. Das Backhaus oben rechts auf dem Bild wurde gerade seine 100 Jahre alt, bevor es dem Verkehr weichen mußte.

44. Die alte und spater auch die neue Synagoge standen in der Rennoder Ringgasse, Im Jahre 1910 wurde das neue Versammlungshaus eingeweiht und diente 28 Jahre lang der jüdischen Gemeinde Burghauns für ihren Gottesdienst. In der Reichskristallnacht, vom 8. zum 9. November 1938, wurde die Synagoge durch Brand zerstört und später abgetragen. Das noch verwendbare Baumaterial wurde beim Aufbau von Stationsgebäuden der Bimbel verwendet. Hingewiesen sei noch, daß, laut altem Lageplan von 1910, im Garten zwischen Ringgasse und der neuen Judenschule, die alte Synagoge stand. Von dieser ist jedoch keine Abbildung mehr vcrhanden.

45. Die neue Judenschule, die vor der neuen Synagoge stand, sollte 1895 erweitert werden, dieses Vorhaben kam jedoch nicht zur Ausführung. In dem Fachwerkteil des Gebäudes war der Schulsaal, in dem mit Putz versehenen wohnte der Lehrer. Bis zum Jahre 1933 diente das Gebäude als Schule, bevor diese am 1. Mai des genarmten Jahres geschlossen wurde. Die Kinder wurden den beiden Konfessionsschulen zugewiesen. Als Bezirksschule für den Kreis Hünfeld wurde der Schulbetrieb vom 1. September 1937 bis zum 2. Juli 1939 nochmals aufgenommen, doch dann endgültig eingestellt. Gänzlich aus dem Alltagsbild des Ortes verschwunden sind die auf dem Dach der Synagoge sitzenden Störche.

46. Das einzige, noch heute bestehende Einzelhandelsgeschaft, das bald auf ein l Oûjähriges Bestehen zurückblieken kann, wurde in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Dimbachstraße gegründet und befand sich im Hause Becker. Danach zog Georg Heinrich ZÖ!l in einen ehernaligen Bauernhof des Unterdorfes um. Unter 'Flaschenbier und Specereiwaren' verbarg sich eine sogenannte Konsumwirtschaft, ein Begriff, den man heute nicht mehr kennt. Auf dieser Fotografie ist Frau Angelika ZÖ!l mit den Kindern Heinrich, Lina, Else und Gretel zu sehen. Heute wird das Geschaft von der Enkelin des Gründers im rechts angrenzenden und umgebauten, hier nicht sichtbaren, Nachbarhaus fortgeführt,

47. Die Gastwirtschaft von Kurt Krach, oben, und der Hof von Adam Folger mit dem angrenzenden Braunschweiger'schen Haus, das im Ort unter 'Lithmännchen' bekannt ist, sind Gebäude, die früher im Unterdorf standen. Vor dem Folgerschen Haus überquert noch eine Schar Enten und Gänse als Verkehrsteilnehmer die Straße. Auf dem Hof der Wirtschaft Krach, hangen Wurst- und Fleischwaren zum Trocknen an der Luft. Dieses Gebäude stand dort, wo sich heute die Hofeinfahrt der jetzigen Gastwirtschaft Krompholz befindet.

Im Vordergrund des unteren Bildes sind die Prellsteine mit Stange zu sehen, die das gesamte Schutzgeländer des Brückchens über die Dimbach an der Moorischen Straße bildeten.

48. Oben: Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde das hier abgebildete Wohnhaus des Landwirts Hofmann im Unterdorf durch einen Neubau ersetzt. Wie es in alten Beschreibungen immer wieder steht, waren auch hier Haus und Stallung unter einem Dach.

Unten: Die 'Steiner Brücke' war die Straßenverbindung zum Ostteil des Ortes. Für die Hochwasser führende Haune stellt sich die Brücke mit ihren niedrigen Bögen als Hindernis in den Weg.

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