Burghaun in alten Ansichten Band 2

Burghaun in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Joachim Ruppel
Gemeente
:   Burghaun
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6019-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burghaun in alten Ansichten Band 2'

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10 Wie eine Einfriedung umschließt die baumbestandene Chaussee - die ehemalige Bundesstraße 27 - den ins Haunetal vorspringenden Bergrücken. Die Eisenbahn unterfährt diesen durch den BurghaunerTunnel, dessen Portale infolge der Bäume zwar nicht sichtbar sind. Dafür erkennt man jedoch die unmittelbar davor befindlichen Bahnübergänge. Mit steigendem Verkehrsaufkommen (Bahn und Straße) entwiekelten sich diese Übergänge zu enormen Unfallsquellen, an denen manch schwerer Unfall geschah. Die Kurve der Straße erhielt aus dem gleichen Grund den traurigen Beinamen "Iodeskurve' . Einer Krone gleich steht über allem

der Clausmarbacher Viadukt, auf dem sich gerade ein Zug in Richtung Kaligebiet des Werratales befindet.

BURGHAUI'I

Tunnel u. Viaduct

11 'Burghaun-Ost', der einstige Haltepunkt an der Haune-Ulster Bahn von Hünfeld nach Wenigentaft-Mansbach (Bad-Salzungen bzw. Gerstungen) kurz nach der Eröffnung der Bahnlinie, November 1905. Die Türe in der Giebelseite führte in den Warteraum, die zum Gleis in den Dienstraum; dieses läßt erkennen, daß zwar eine Besetzung vorgesehen war, aber bis zum Abbruch des Gebäudes war dieser Haltepunkt immer unbesetzt. 1938 begann man mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke, der jedoch wegen dem Kriegsausbruch 1939 und seinen Folgen nie vollendet ward.

Burghaun-E>st

12 Burghauns Industrie bestand um die [ahrhundertwende aus zwei Ziegeleien und einer Molkerei. Zwischen Empfangsgebäude und Güterschuppen des Bahnhofs steht, von mächtigem Schornstein überragt, der 1892 von Karl Wegener erbaute Ringofen der Ziegelei. Gegenüber des Bahnhofs erbaute1899 Trequillus Leister sein Wohnund Gasthaus, dem 1907 der Saalbau angefügt wurde. Im Hintergrund erkennt man noch den Schornstein der Molkerei und am rechten Bildrand das 1906 errichtete Stellwerk an der Steiner Brükke.

13 Die zweite Dampfziegelei mit einem 20 Meter hohem Schornstein, erbaut 1894 am Rothküppel durch Georg Nenzel, stellte bereits während des Ersten Weltkrieges die Produktion ein, nachdem sie am 29. Mai 1895, noch nicht einmal ein jahr nach ihrer Inbetriebnahme abgebrannt, im gleichen Iahr aber wieder neu erbaut wurde. Die Ziegeleigebäude Ringofen - standen bis 1952, bevor sie abgebrochen wurden. Seit 1910 im Besitz des Ziegelmeisters Damian Hartmann, der 1913 das auf der Abbildung zu sehende Wohnhaus erbaute, wird das Anwesen nach den noch heute dort lebenden Nachfahren 'die Hartmannshöhe' genaIll1t. Im

Vordergrund des Bildes ein Teil des diesseits des Weges gelegenen Fabrikgeländes.

14 Im Iahrc 1893 wurde die Molkerei in dem Zwickel zwischen der Chaussee und der Bahn, 'bei der Fahrt' genannt, erbaut. Ein noch vorhandenes Milchkannenschild sagt uns, daß Milch von dieser Molkerei per Bahn nach Frankfurt geliefert wurde. Die Betriebsaufnahme der Hûnfelder Kreismolkerei in den zwanziger [ahren führte zur Einstellung des Burghauner Betriebes. Unsere Aufnahme etwa vorn jahre 1941 zeigt das inzwischen vorn Schreinermeister Emil Vogel erworbene Anwesen; dieser baute das Kesselhaus und die Butterei in eine Schreinerwerkstatt, das eigentliche Molkereigebäude jedoch zu seinem Wohnhaus um. Das Bild wur-

de vom alten Steilwerk 'Bs' her aufgenommen, die Molkereigebäude sind links neben Signal 'B' erkennbar,

15 Zwischen 1902 und 1910 entstand diese Gesamtansicht von Westen über den Ort. Bis auf die 1905 erbaute Scheune des Johannes Stuckhardt, heute Wilhelm Frick, präsentiert sich der gesamte östliche Talhang noch unbebaut. Gerade noch zu erkennen sind die Schornsteine der Molkerei und der Ziegelei. Deutlicher hingegen ist das Ringofengebäude sichtbar.

16 Von sehr hoch oberhalb der Steten, fast schon von der HühnerbergerTrift her fotografiert, bieten sich Hünhan und Burghaun dem Betrachter dar. Dieses Bild, etwa 1915 aufgenommen, wurde in späteren jahren ähnlich, noch ófters gemacht. Die neue Synagoge, 1910 eingeweiht, steht ziemlich abseits. Die Hünhaner Kirche hat im Gegensatz zu Bild 2 ihren heutigen hohen Turm, in der Stadt ist das ehemalige Stall- und Gesindehaus vom Hof Altstadt umgebaut und neu geputzt. Neben der alten Post steht bereits das Haus von 'Schlossersch Drees' (Schlossermeister Andreas Kemmler) und am Rothenkircher Weg ist die Scheune von F. Bosold frisch erbaut. Man

merkt: Burghaun fángt an zu wachsen und sich zu verändern.

.,

17 Unser Burghaun als Passagierdampfer 'Oder' zu bezeichnen dürfte wohl etwas zu großzügig von dem damaligen Postkartenfabrikanten ausgedrückt sein. Oder meinte er Burghaun als Dampfer bezeichnen zu müssen, weil es ab und zu einmal brannte? Jedenfalls versuchte er es dadurch wieder gut zu machen, daß er den Namen Burghaun zweimal anbrachte. Für uns als heutige Bewohner des Ortes zeigt diese Aufnahme noch die Hahngärten entlang der Stadtmauer, die Vertiefung des Hahngrabens und das noch unbebaute Gericht. Auch am 'Bimbelweg' stehen wie in den ehemaligen Hopfengärten (StraßeAm Ostbahnhof in Richtung Gruben)

noch keine Häuser. Lediglich 'Hussemüllersch, Renerz' und die Molkerei bilden die Bebauung von Burghauns 'Ostsektor' ,

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18 Wie beim vorhergehenden Bild, ironisch gesprochen, darnpfie es öfters in Burghaun. Aus diesem Grunde zwei Bilder. Das erste zeigt unmittelbar nach oder auch noch während des großen

Stadtbrandes van 1901 die Helfer vor den Trümmern der niedergebrannten Anwesen. Das am linken Bildrand sichtbar werdende Gebäude ist die damalige evangelische Schule, somit gehören die rechts

sichtbaren Triimmer zum Hof Altstadt.

und Eisenhändler Hermaan Adler im Iahre 1914. Im Hintergrund die rückwärtigen Ansichten von Gebäuden der Renngasse.

Das zweite Bild: auch hier ein Trümmerfeld. Hierbei handelt es sich um die Brandstätte von Gastwirt Otto Sondergeld

19 Kaiser und Kaiserin zieren die Wand in Schmidts Fritz, richtiger in Friedrich Altstadts SaaL Eine Außenansicht derWirtschaft und Eisenhandlung ist links zu sehen. Bis in jüngste Zeit führte die Gastwirtschaft die Bezeichnung 'Zur Schrniede' , in Erinnerung daran, daß einst eine Schmiede zum Anwesen gehörte. Daher auch im Volksmund die Bezeichnung 'Schmidts'. Der obereTeil der Karte zeigt eine ähnliche Ansicht wie unter Nr. 1 7. Hier jedoch erkennt man sehr gut den Hof Schmidt - Rennerz sowie die Dächer der Hausenmühle und der Molkerei. (Poststempel vom 9. April 1912.)

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