Burghaun in alten Ansichten Band 2

Burghaun in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Joachim Ruppel
Gemeente
:   Burghaun
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6019-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burghaun in alten Ansichten Band 2'

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30 Dieses Bild, aufgenommen Ende November Anfang Dezember 1938,zeigtdasErgebnis der sogenannten Reichskristallnacht vom 9. November 1938: Eine Ruine! Diese Ruine wurde in den Jahren 1940/41 abgebrochen, auf dem nunmehr freigewordenen Platz und dem ehemaligen Schulhof entstanden nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches Behelfsheime für Heirnatvertriebene aus den Ostgebieten.

3 1 Dieser Brand im [ahre 1943 bei Hussemüllersch vernichtere nicht nur die obere Scheune, sondern auch das eigentliche Mühlengebäude, während das Wohnhaus seines Dachstuhles beraubt wurde. Der Mühlentrakt ist auf Nr. 52 im 1. Band zu sehen. Die noch rauchende Brandstätte ist ein Anziehungspunkt für die Kinder. Rechts des Weges stehen noch die Grundmauern und der Schornstein vom bereits zu früherer Zeit abgebrannten Backhaus.

32 Infolge langsamen Versiegens derTrinkwasserquellen irn Happerts wurde 1949 zur Sicherstellung der Wasserversorgung irn Schloßgarten eine Tiefbohrung niedergebracht. Im Hintergrund ein Fenster des Schlosses (Bürgermeisteramt) und davor alte herrschaftliche Brauereiund Wirtschaftsgebäude.

33 Kaufhaus Heinrich Hess in der Obergasse. Bis zu seiner Auswanderung nach Haifa in Palästina betneb hier der Handelsmann Löb Adler, genannt Luis, seinen Textilladen. Der Ladentrakt, parallel zur Straße stehend, wurde von ihm 1906 angebaut.

34 An der alten Burgmauer im Viehhof stand das Haus vom 'Bûchsen Fritzchen'. Diesen Spitznamen führte im Dorf der Spengler Fnedrich Altstadt aufgrund seiner Tätigkeit, Büchsen mit Einzukochendem - Wurst oder Fleisch aus Hausschlachtungen - abzuschneiden bzw. zuzumachen. Auf diesem Bild steht er vor einem Mistwagen neben Gutheils Kinjet. Hierbei handelt es sich um Kunigunde Altstadt, eine Verwandte von ihm. An der Stelle des Hauses befindet sich heute die Garagenanlage der Post.

35 Wilhelm Möller mit seiner ersten fahrbaren Holzschneidemaschine, ein eisenbereiftes unhandliches Ungetüm. Aus der Erinnerung derTochter ist zu sagen, daß ihr Vater öfters nach Hause kam, den Kunden zwar das Holz geschnitten, [edoch keinen Schneidelohn erhalten hatte, weil kein Geld im Hause war.

36 Während des Ersten Weltkrieges befand sich auch ein Lazarett in Burghaun. Es war im Saal der Gastwirtschaft von Emil Leister untergebracht. Die Betreuung

oblag dem Burghauner Frauenverein und dem Sanitätsrat Dr. van Steffenelli.Aufunserem Bild haben sich die Verwundeten aus Kämpfen vor Verdun und in der Champa-

gne zusammen mit einemTeil ihrer Burghauner Betreuer zu einem Erinnerungsfoto eingefunden. (Aufgenommen im März 1916, im Hofhinter der Gastwirtschaft.) Sicherlich

wird auch noch das eine oder andere Burghauner Gesicht darauf zu erkennen sein. Ein wieder genesender Soldat schrieb als Dankeschön das abgedruckte Gedicht.

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37 Ein Festzug in der Obergasse vor dem alten Haus Merz. Dieses Gebäude, inzwischen ersatzlos abgebrochen, gehörte bis 1938 Markus Stern, im Ort 'Gickelche' genannt. Eine Tochter und der

Sohn überlebten den Holocaust während er selbst mit Frau und einer weiteren Tochter umkamen. Vor der Fahnenabordnung geht 'Dollehanse Fritz und Winke Hei'. Zur besseren Ortsbestim-

zeigt das gleiche Gebäude noch einmal (rechts) sowie die Häuser auf der anderen Straßenseite. Links das alte Teil von Hess mit dem daran anschließenden Ladentrakt (siehe Nr. 33).

mung: man erkennt den Fachwerkgiebel des noch heute stehenden Doppelhauses Aderhold-Nowak,

Ein anderes Festzugbild aus entgegengesetzter Richtung

38 Dieses Haus, im Volksmund als Vollroths Häuschen bekannt, stand in der Querstraße. Die Querstraße führte im Laufe der [ahrhunderte verschiedene Namen und dürfte die am meisten umbenannte Straße in Burghaun sein. Das 18. Iahrhundert kermt sie als 'Sandgasse' , das frühe 19. als 'Kleine Renngasse' , während sie in der zweiten Hälfte bis zur jahrhundertwende 'Michelsgasse' hieß. Erst mit der allgemeinen Namensfestlegung um 1910 erhielt sie ihre heutige Bezeichnung.

39 Nochmals die Querstraße. Vom Haus Vollroth in Richtung Ringstraße gesehen hatte man diese Ansicht. Sie bot sich so bis in die sechziger Iahre. Links Stallung mit anschließendem Wohnhaus vom Friseur Koch. Geradeaus sieht man die ehemalige Judenschule mit Lehrerwohnung. Letztere befand sich im rechten, dem verputzten Gebäudeteil.

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