Burladingen in alten Ansichten

Burladingen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Burladingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2261-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Burladingen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

17. Das Innere der St-Fldelis-Kirche. Die Kirche ist ein Denkmal unserer Zeit. Dem religiösen Ernpfinden und der wirtschaftlichen, finanziellen Not entsprechend, ist sie als Basilika in schlichter Form errichtet, ohne daß dabei das traditionell Kirchliche außer acht gelassen wäre, Die Ausführung erfolgte in Eisenbetonskelett mit Eisenbindern und Bimsstein-Mauerwerk. Beim Betreten überrascht die Lichtwirkung. Das Hauptschiff wurde auf künstlerisch ausgeführtem Handputz von Grün auf Gelb getönt. Durch große, dreiteilige Rundbogenfenster fällt das Licht in die Kirche. Vom dunklen Grün unten gehen die kleinen, rechteckigen Scheiben bis zum satten Gelb der oberen Abschlüsse. Planer war Architekt Otto Linder aus Stuttgart.

18. Seit der Jahrhundertwende hat sich Burladingen vom Bauerndorf zur Industriegemeinde entwiekelt, In den benachbarten Orten Ebingen und Tailfingen war schon Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine ansehnliche Trikotindustrie, und mancher Arbeiter aus Burladingen fand dort Verdienst. In das Jahr 1896 reicht eine der ältesten Burladinger Trikotfabriken, Ambrosius Heim, zurück. In gemieteten Räumen wurde zunächst auf Handstrickmaschinen die Herstellung von baumwollenen Unterkleidern begonnen. 1906 wurden 15 neue Rundstühle eingeführt, nebenher nahm man auch die Herstellung von Trikotagen auf. Auf dem Bild ist die alte Fabrik von Ambrosius Heim in der Richard-Biener-Straße zu sehen.

~ugusl Bttzer, Me eh. Tricotfabrik

"

19. Im Jahre 1909 wurde die heutige Firma 'trigema', die frühere Trikotwarenfabrik Gebr. Mayer, von Josef Mayer, dem ältesten Sohn des Fabrikanten Johann Mayer, des Mitbegründers der Burladinger Textilindustrie, ins Leben gerufen. Als der Erste Weltkrieg zu Ende war, kaufte Josef Mayer zusammen mit seinem jungeren Bruder Eugen den seit 1915 stillgelegten Fabrikbetrieb der Firma August Bitzer, Tailfingen, der sich an der Stelle des heutigen Stammhauses der Firma 'trigema' befunden hatte. Das Bild zeigt die alte Fabrik von August Bitzer.

20. An die 'gute, alte Zeit' mag manchen Betrachter dieses Bild vom Zimmerplatz im Lauen erinnern. Hier wurden die vom Wald mit Pferdefuhrwerken angefahrenen Baumstämme entrindet, bevor sie weiterverarbeitet werden konnten. Auf dem Bild sind Josef Scheu, Hermann und Ludwig Schülzle zu erkennen. Burladingen war von jeher der holzreichste Ort Hohenzollerns. Der größte Teil des Waldes ist Gemeindewald. Der Holzhaubetrieb war anfänglich noch sehr primitiv. Die Bürger der Gemeinde fällten jeden Winter ihr Brennholz selbst, Die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes wurde aber längst erkannt. Der Wald stellt für die Stadt Burladingen eine nicht zu missende Einnahmequelle dar.

d

;

21. Fasnachtsumzüge hat es in Burladingen schon längst vor der Gründung der noch recht jungen Narrenzunft 'Nautle' gegeben. Wie aus sehr alten Bildern zu erkennen ist, müssen die früheren Fasnetsumzüge sogar recht attraktiv und vor allem auch originell gewesen sein. Eine ganze Fasnachtsgesellschaft hat sich auf diesem dekorierten Pferdewagen zusammengefunden. Selbstverständlich durfte bei einem Umzug - damals wie heute - auch die Musik nicht fehlen. Eine besondere Attraktion dürfte das Kamel gewesen sein. Die Aufnahme entstand vor dem damaligen Gasthaus 'Schlößle'.

GIS:';': iiCllSadler

~I ??????????? ; ???

22. Eine Besonderheit der Fasnachtsunterhaltung - schon im vorletzten und letzten Jahrhundert waren die sogenannten Fasnachtsspiele. Älteren Mitbürgern sind noch die Fasnetsspiele bekannt, die beispielsweise vor dem alten Gasthof 'Reichsadler', damals im Besitz von B. Seernann (heute steht dort das Gebäude Elektro-Seemann), aufgeführt wurden. Dort entstand auch die vorliegende Aufnahme. Wie man sieht, fand die Veranstaltung größtes Interesse. Links oben auf dem Foto ist das Gebäude des Hufschmieds, das 'Schmied-Alberten-Haus', zu sehen.

23. Die Musikkapelle Burladingen - hier ein sehr altes Foto - geht in ihren Anfängen auf den Gründer des 'Liederkranzes', Josef Mauz, zurück. Im Jahre 1883 vereinigte sie sich unter der Leitung von Provisor Egler aus Hechingen zu einer 'Musikgesellschaft', um sich 1889 unter Lehrer Stölzle im 'Musikverein Burladingen' zu einem Verein zusammenzuschließen. Neben der Pflege der Instrumentalmusik widmete sich der Verein dem vierstimmigen Männergesang. 1922 schlossen sich beide Vereine unter dem Namen 'Männergesangverein Burladingen' zusammen. Später machte sich der Musikverein heute Stadtkapelle - wieder selbständig.

24. Der 'Liederkranz' Butladingen wurde nach der mündlichen Überlieferung im Jahre 1841 gegründet und besteht somit seit über 140 Jahren. Selbstverständlich wurde auch in Burladingen schon früher gesungen, doch schloß man sich erst später zu einem Verein zusammen. Das Jahr 1881 ist für den 'Liederkranz' von besonderer Bedeutung. Damals bekam er eine neue Vereinsfahne. Auch unser Bild mit den Mitgliedern des 'Liederkranzes' stammt aus jenem Jahre. Als Gründer des Vereins ist Josef Mauz anzusehen.

25. Um die Jahrhundertwende entstand diese Aufnahme des Turnvereins Burladingen. Es handelt sich um einen der ältesten und traditionsreichsten Vereine des Ortes. Bekanntlich kam auch in unserem Raum um die Mitte des letzten Jahrhunderts die Turnidee immer mehr auf. So drang auch bald das Interesse für einen Turnverein nach Burladingen vor, wo im Jahre 1863, also vor gerade 120 Jahren, ein Verein gegründet wurde. Das Schwergewicht lag in den ersten Jahrzehnten - wie fast überall - bei den Turnern. Höhepunkte waren der Besuch auswärtiger Turnfeste. Später kamen weitere Sportarten hinzu.

26. Der Katholische Arbeiterverein im Jahre 1910. Der Verein selbst wurde 1906 gegründet. Die Mitgliederzahl stieg rasch an, der Arbeiterverein entwickelte ein reges kulturelles Leben. Pfarrer Fridolin Eisele, Gründer und erster Präses, bemühte sich in regelmäßig abgehaltenen Versammlungen, die Mitglieder allgemein zu bilden und im Sinne der Ideale der Katholischen Arbeiterbewegung und des Gesellenvaters Adolf Kolping zu erziehen. Man tagte schon damals in der 'Linde'. 1922 schloß sich die Gesangsabteilung des Vereins dem 'Liederkranz' an. Der Katholische Arbeiterverein ist als Vorgänger der heute noch bestehenden Kolpingsfamilie in Burladingen anzusehen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek