Burladingen in alten Ansichten

Burladingen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Burladingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2261-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burladingen in alten Ansichten'

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47. Schon bei der Gründung von Hermannsdorf im Jahre 1804 wurde vereinbart, daß der Ort für den Unterhalt seiner Schule selbst aufkommen muß. Anfangs unterrichtete der jeweilige Lehrer in seinem eigenen Wohnzimmer. 1858 bekam der Ort ein Glöckchen, das damals unbenutzt auf dem Turm am Eingang in den Schloßhof hing. Es sollte auch die Schulkinder zur Schule rufen, hieß es. Erst in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Schulhaus für Hermannsdorf erstellt. Planer war Architekt Laur aus Sigmaringen. Zum 1. April 1937 wurde die Schule aufgelöst und der Schule von Burladingen eingegliedert, Das Bild zeigt das ehemalige Schulhaus.

48. Hörschwag ist ein an der Wegkreuzung Laucherttal-Trochtelfingen gelegener Weiler, der sich reizvoll um seine kleine Kirche schart und einen senkrecht zur Talachse verlaufenden Anger besitzt. Wegen der hier sehr engen Tallage erweitert sich der Ort parallel zur Lauchert entlang der Straße. Das alte Luftbild zeigt deutlich den Charakter des Straßendorfs. Im Ort gibt es auch einige bemerkenswerte Fachwerkhäuser. In den letzten Jahren wurde Hörschwag durch sein schmuckes Ortsbild weit bekannt. Bei Blumenschmuckwettbewerben liegt die Gemeinde stets vorn.

49. Bis zum Jahre 1928 stand in Hörschwag diese Kirche. Den spitzbogigen Fenstern nach zu urteilen, ging sie in spatgotische Zeit zurück und hat offenbar auch barocke Veränderungen erfahren. Die Kirche hatte einen kleinen Dachreiter mit einer Uhr. Der Friedhof reichte unmittelbar bis zur Kirche, wie zu sehen ist, Die älteste Nachricht einer Kirche in Hörschwag stammt aus dem Jahre 1486; damals war die Kirche der heiligen Maria geweiht. Von 1739 an wird plötzlich der heilige Mauritius als Patron des Kirchleins genannt.

50. Die heutige Mauritiuskirche in Hörschwag wurde im Jahre 1928 nach Plänen des Sigmaringer Architekten Wilhelm Friedrich Laur unter Benützung der Chormauern eines älteren Baues errichtet. Ihre Ausstattung ist neu. Das Hochaltarbild zeigt die Kreuzigung Christi. Der Evangelienaltar ist der heiligen Maria, der Epistelaltar dem heiligen Josef geweiht. Das Bild stellt eine besondere Rarität dar, wurde es doch beim Richtfest für die neue Kirche aufgenommen. Deutlich sieht man, daß der alte Chor mitverwendet wurde, während das Langhaus angebaut ist.

51. Der Ort Killer liegt an einer Aufweitung des Starzeltales, im Killertal. Im Gegensatz zu Hausen und Starzeln erstreckt sich der Ortskern von Killer jedoch nicht in der Talaue, sondern an der Südwestflanke des Killerberges als Hanghaufendorf. Die späteren Ortserweiterungen verlaufen auch in Killer dem Tal entlang. Killer verdankt seine Entstehung der Missionierung des Killertales zwischen 650 und 700. Hier befand sich auch die alte Pfarrkirche für das gesamte Tal.

52. Nicht mehr vorhanden ist dieser Kirchturm der alten Kirche von Killer. Er mußte wegen Baufälligkeit nach dem schweren Erdbeben vorn 3. September 1978 abgebrochen werden. Fast dasselbe Schicksal erfuhr die ganze Kirche. Während nur eine Außenmauer, die in romanische Zeit zurückreicht, stehenblieb, wurden die weiteren Kirchenmauern ansonsten ganz neu aufgeführt, freilich getreu dem alten Vorbild. Lediglich der Dachstuhl und die Kirchendecke mit den Barockmalereien von Franz Ferdinand Dent blieben erhalten. Die Kirche hat hoch über dem Killertal eine beherrschende Lage.

53. Vor Jahrzehnten sah noch das Innere der Kirche von Killer so aus. Das Bild ist wegen der inzwischen erfolgten neuen Innenausstattung und Ausmalung wegen der Erdbebenschäden ein wertvolles Dokument. Christian Großbayer aus Haigerloch hatte 1776 die Erweiterung der völlig baufällig gewordenen Kirche für 960 Gulden übernommen. Später forderte er weitere 250 Gulden nach, die er auch bekam. Um den Kirchenbau finanzieren zu können, mußte die Heiligenfabrik 20 Jauchert Acker verkaufen. Im Jahre 1778 wurde die Kirche fertiggestellt.

54. Im Jahre 1904 wurde diese Lithographie-Postkarte aus Melchingen verschickt. Melchingen liegt im weiten Hochtal des Quellgebiets der Lauchert, am Rande der vom mittleren und oberen Jura gebildeten Geländestufe, die sich über der breiten Verebnung des unteren Jura im Bereich des Albrandes erhebt. Charakteristisch ist die Straße 'Unter den Linden', die Hauptstaße des Ortes, oben links abgebildet. Unten links ist der Turm der im Jahre 1769 umgebauten Kirche zu sehen, daneben das alte Pfarrhaus. Ein bekarmter Gasthof ist auch die 'Linde', rechts im Bild.

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55. Sehr interessant ist dieset Gruß aus Melchingen des Jahres 1912. Nicht fehlen darf natürlich die 'Totalansicht' des Ortes, wiederum angereichert durch kleinere Bilder der bedeutendsten Gebäude, Dazu zählt ganz links die Ruine Hohenmelchingen, in Melchingen 'Schloß' genannt. In über 800 Meter Höhe residierte hier im Mittelalter ein Rittergeschlecht von Melchingen. Bekanntester Vertreter war Hugo, der im 14. Jahrhundert im päpstlichen Heer focht. Das nächste Bild zeigt den Gasthof 'Linde', damals imBesitz der Familie Lorch. Es folgen das ehemalige Kaufhaus von J. Hau und schließlich das Rathaus, das heute noch seinem ursprünglichen Zweck dient.

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56. Zwischen 1920 und 1930 dürfte diese Innenaufnahme der Melchinger Kirche entstanden sein. Die Kirche wurde 1767-1769 vorn Haigerlocher Barockbaumeister Christian Großbayer erstellt - nach einern Plan von Tiberius Moosbrugger aus Obermarchtal. Die Kosten waren auf 4500 Gulden veranschlagt. Großbayer baute an den quadratischen Westturm ein rechteckiges Langhaus mit eingezogenem, halbrund geschlossenem Chor, den seitlich zweigeschossige Anbauten flankieren. Die Deckenmalereien schuf Franz Ferdinand Dent. Die- Kirche in Melchingen gehört zweifellos zu den schönsten Großbayer-Bauten.

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