Burladingen in alten Ansichten

Burladingen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Burladingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2261-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burladingen in alten Ansichten'

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57. In Melchingen, zur Fasnetszeit gern 'Klein-Berlin' genannt, wird seit langem begeistert Fasnacht gefeiert. Vor langer Zeit bauten einmal die Melchinger Junghandwerker heimlich in einem alten Fabrikgebäude einen großen hölzernen Walfisch. Bei ihrer Wanderschaft hatten sie im Rheinland solche Karnevalfiguren bei großen Umzügen kennengelernt. Zur allgemeinen Überraschung tauchte dann der Wagen mit dem Wal am 'Auseliga' erstmals auf; im Fisch selbst waren einige närrische Parehen untergebracht, die heraussprangen. Außerdem wurden kleine Schiffe dazu gebastelt. Zu einem viele Jahre dauernden Streit zwischen den Gemeinden Melchingen und Salmendingen führte dann die Entwendung des Wales.

Ringingen

58. Ringingen liegt auf der Hochfläche der Alb am Südrand des Heufeldes zwischen zwei Bergen eingebettet. Ein großer Gegensatz besteht zwischen dem tief eingeschnittenen Seeheimertal und dem flachen Heufeld, das sich gegen Norden bis zu den Steilabfállen der Schlatter Wand und zur alten Grenzmarke des Dreifürstensteins, dann zum Kornbühl, den Bühlbergen und den Melchinger Bergen hinzieht. Die obere Ansicht ist aus der Nähe des Friedhofes aufgenommen, die unten links vom Helschloch aus. Unten rechts ist das alte Gasthaus 'Sonne' abgebildet, das bereits abgebrochen ist. Die Postkarte stammt aus der Zeit vor 1920, da um jene Jahre der letzte 'Sonnenwirt' Johann Emele das Wirten aufgab, während die Brauerei schon vorher stillgelegt worden war.

59. Ein Gruß aus Ringingen aus der Zeit um 1925. Die obere Ortsansicht ist wiederum vom Helschloch aufgenommen, rechts im Bild der Nähberg mit der Burgruine der einstigen Ringinger Ortsherren. Unten links ist das alte Gasthaus 'Zum Adler' zu sehen, damals im Besitz der Witwe Maier. Der 'Adler' hatte bis etwa 1798 noch 'Lamm' geheißen. Im letzten Jahrhundert hatte er verschiedene Besitzer. Das Haus wurde 1865 von Titus Maier erworben und umgebaut. Auf ihn folgte der Sohn Theodor. Mit dem frühen Tod des Enkels Titus 1905 wurde bald nur noch die Wirtschaft weitergeführt, während die Brauerei aufhörte. 1934 wurde Alex Hochsticher Adlerwirt. Ferner sind das Schulhaus mit Viehwaage und rechts das alte Rathaus zu sehen, das 1945 durch Kriegseinwirkung abbrannte.

60. Ringingen ist ein an der alten Straße von Salmendingen nach Burladingen gelegenes Haufendorf, das von den arn Hang austretenden Quellen seinen Ursprung nahm. Der Ort verdankt seine Entstehung der alemannischen Landnahme. Urkundlich wird er schon im Jahre 799 erstmals erwähnt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Ringingen entlang seinen topographisch bedingten Straßen- und Wegetrassen, Dies führte zu einer Streckung der Dorfanlage und der Ausbildung eines kleinen Dorfangers, wie das alte Luftbild deutlich werden läßt.

61. Der Ortsmittelpunkt von Ringingen um die Jahrhundertwende, als es noch keine im heutigen Sinne befestigten Straßen gab. Das Regenwasser wurde durch 'Kandeln' abgeleitet, wie auf dem Bild zu sehen. An der Außenansicht des Schulhauses (ganz links) hat sich bis heute nicht einmal viel geändert. Früher unterrichtete der Lehrer im eigenen Haus. 1792 wurde dann ein Schulhaus am Platz des heutigen Rathauses erbaut. 1877 erstellte man das jetzige Schulhaus. Traditionsreich ist auch das Gasthaus 'Hirsch', zur Zeit der Aufnahme im Besitz von Lukas Kraus, der es 1897 erworben hatte.

62. Salmendingen weist durch seine mittelalterliche Dorfanlage die Struktur eines Haufendorfes auf, das sich um die dominierende Kirche mit dem Pfarrhof gruppiert. Der Ort hat noch immer eine überwiegend landwirtschaftliche Struktur. Seine reizvolle Lage verschafft ihm beachtlichen Freizeitund Erholungswert. Im Vordergrund des Bildes ist das Gasthaus 'Lamm' abgebildet, davor eine Pferdekutsche mit gerade ankommenden Gästen.

Ga thau zum zoldnon dler v, . I' ogol, Salmenûingen.

63. Auf dieser Salmendinger Postkarte, die aus der Zeit vor der Jahrhundertwende stammen dürfte, ist eine echte Derfidylle abgebildet. Die Gasthäuser spiehen in früheren Jahrzehnten, als es im Dorf noch kaum eine Abwechslung gab, eine wesentlich bedeutendere Rolle als heute. Das Gasthaus 'Zum goldenen Adler', damals im Besitz der Familie Vogel, besteht seit den fünfziger Jahren nicht mehr. Auch der St-Nepomuk-Brunnen, aus grofsen Sandsteinquadern errichtet, mußte wegen des Straßenausbaues etwas verkleinert wieder aufgebaut werden. Rechts auf der Postkarte ist der Kornbühl mit der Kapelle abgebildet, ein besonders beliebtes Motiv.

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64. Im Jahre 1899 wurde diese Postkarte von Salmendingen versandt. Trotz der langen Zeit seither, hat sich die Ortsansicht (oben rechts) bis heute nicht wesentlich verändert. In Salmendingen hatte und hat man immer Probleme mit der Bebauung. Aufgenommen wurde das Bild vom alten Festplatz; im Hintergrund ist Melchingen zu erkennen. Als Wahrzeichen von Salmendingen gilt die Kornbühl- oder Salmendingerkapelle (oben links). Sie liegt einige Kilometer östlich von Salmendingen auf einem runden Bergkegel und ist der heiligen Anna geweiht. Der Bau dürfte in den Anfang des 16. Jahrhunderts zurückgehen. Unten links ist auf der Postkarte Post und Gasthaus 'Lamm' abgebildet, damals größte Gaststätte im Ort.

Kornbühl mit Kapelle Salmendingen, 887 m e. M.

65. Beim Betrachten dieser Postkarte aus dem Jahre 1925 wird deutlich, warum die Landschaft der Alb im Raume Salmendingen immer so eine große Anziehungskraft ausgeübt hat. Sie eignet sich für Wanderungen geradezu ideal. Bäume und Sträucher, Büsche oder gar eine Wacholderheide wie am Kornbühl bei Salmendingen bieten ein abwechslungsreiches Bild. Es versteht sich eigentlich fast von selbst, daß die Wallfahrtskapelle auf dem Kornbühl Pilger von nah und fern anzieht. In früheren Jahren zog man betend an den Kreuzwegstationen vorbei bis zur Kapelle, die einst von einem Einsiedler betreut wurde. Anschließend kehrte man wohl in einem Gasthof ein, etwa in dem 'Lamm' von B. Maier (unten links).

66. Das St.-Josefs-Haus in Salmendingen wurde im Jahre 1930 von Pfarrer Benedikt Schmid als Kindergarten für die Gemeinde erbaut. Das Bild stammt noch aus der Anfangszeit, Das Haus hat bis heute seinen Charakter bewahrt, Mit der Gründung des Kindergartens kamen Ordensschwestern von Erlenbad nach Salmendingen. Die Schwestern waren über Jahrzehnte segensreich für Kinder und Kranke tätig. Während sich früher in Salmendingen eine eigene Schwesternstation befand, erfolgt heute die Betreuung durch die Sozialstation in Burladingen.

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