Buttenheim in alten Ansichten

Buttenheim in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Bickel
Gemeente
:   Buttenheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6523-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buttenheim in alten Ansichten'

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Einleitung

Buttenheim, aufhalbem Weg zwischen Bamberg und Forchheim gelegen, dürfte spätestens im 7. [ahrhundert gegründet worden sein. Nach der Zerschlagung desThüringerreiches besiedelten die Franken von Norden her das Regnitztal. Ortsnamen mit dem Grundwort 'heim' werden dieser frühfränkischen Periode zugeordnet. Das Bestimmungswort 'Butteri' im Ortsnamen wird mit dem Personennamen 'Buto' oder 'Pouto' in Verbindung gebracht. Es dürfte sich hierbei um den Namen desjenigen fränkischen Grundherrn gehandelt haben, der den Ort gegründet hat. Das frühere Kilianspatrozinium der Kirche und die Vielzahl der ursprünglich zu Buttenheim gehörenden pfarrorte weisen daraufhin, daß die Pfarrei Buttenheim eine Würzburger Gründung darstellt. Später kam Buttenheim zum 1007 errichteten Bistum Bamberg. Im 13. Jahrhundert wurde die erste Kirche aus Stein erbaut. Das zwischenzeitlich zu einer Wehrkirchenanlage ausgebaute Kirchenareal wurde Mitte des 18. [ahrhunderts völlig neu gestaltet. Die alte Kirche wurde zusammen mit den Befestigungsanlagen abgerissen.

Die heutige Buttenheimer Pfarrkirche St. Bartholomäus mit ihrer prächtigen Rokokoausstattung und den in derTurmkapelle aufgestellten Grabdenkmälern zählt heute zu den wichtigen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten im Landkreis Bamberg.

Das Adelsgeschlecht der Herren von Stiebar ist mit der Geschichte Buttenheims eng verbunden. Über Jahrhunderte lag der Ort im Spannungsfeld der widerstreitenden Interessen des Hochstifts Bamberg und der Herren von Stiebar.

Levi Strauss, der 'Erflnder' der Blue Jeans, wurde 1829 in Buttenheim geboren und wanderte später nachAmerika aus. Sein von ihm in San Franzisko gegründetes Unternehmen zählt heute zu den bekanntesten Firmen der Welt.

Im Buttenheimer Wirtschaftsleben, das zunächst weitgehend von der Landwirtschaft und dem dörflichen Handwerk geprägt war, entwickelten sich die Brauereien ab dem ausgehenden 19. [ahrhundert zu einem wichtigen Faktor.

Das in Buttenheim und seinen Ortsteilen gebraute Bier genießt hohes Ansehen und hat zusammen mit der leistungsfähigen Gastronomie wesentlichen Anteil daran, daß Buttenheim heute als gastfreundliche Gemeinde überregional bekannt ist.

Im Zuge der Gebietsreform kamen Ketschendorf, Dreuschendorf, Gunzendorf, Senftenberg, Stackendorf, Frankendorf, Tiefenhöchstadt, Kälberberg und Hochstall zu Buttenheim, so daß das Gebiet der Marktgemeinde heute das gesamte Deichselbachtal umfaßt.

Bernhard Bickel

1 Gesamtansicht Buttenheims

Gesamtansicht Buttenheims von Südosten (Ölgemälde von 1889).

Der Standort des Malers war etwas östlich des oberen Bierkellers, der am unteren linken Bildrand noch zu erkennen ist. Dominierendes Gebäude in der Ortsmitte ist die Pfarrkirche. Auch das Schloß (am linken Bildrand ) und die Mälzerei Stölzle (am rechten Bildrand) heben sich von den übrigen Häusern ab. Dem Betrachter erschließt sich im Bildhintergrund das gesamte Regnitztal. Man sieht Hirschaid in der Ferne liegen. Die Friesener Warte wird am rechten Bildhintergrund angeschnitten.

Das Bild ist sehr detailliert ausgearbeitet. Am linken unteren Bildrand sind neben dem Kellerhäuschen mehrere Kellergänger dargestellt, die unter den schattigen Bäumen sitzen und sich das Buttenheimer Bier schmecken lassen. Ein Mann mit Hut und Wanderstock hat offenbar seinen Kellerbesuch bereits beendet und befindet sich auf dem Heimweg. Bei diesem Bildausschnitt handelt es sich, soweit feststellbar, um die älteste bildliche Darstellung des Buttenheimer Kellerlebens.

Das Gemälde (Öl aufleinwand) entstand im [ahr 1889. Die Signatur ist schwer zu lesen und könnte mit 'F. Hartmann '

gedeutet werden.Aus dem Umstand, daß die Mälzerei Stölzle am rechten unteren Bildrand in einer gesonderten Darstellung wiedergegeben wird, kann geschlossen werden, daß das Bild im Auftrag des Gastwirts und Mälzereibesitzers Karl Stölzle entstanden ist.

Das restaurierte Gemälde ist heute Eigentum der Marktgemeinde Buttenheim und hängt im Dienstzimmer des Bürgermeisters.

2 Gruss aus Buttenheim

Gruss aus Buttenheim (Ansichtskarte um 1900).

In einem bunten Potpourri von sieben Einzelansichten führt uns diese Postkarte vor Augen, wie Buttenheim um die [ahrhundertwende ausgesehen hat.

Blicken wir zunächst auf die Darstellung der Buttenheimer Kirche. Wir erkennen links neben der Kirche das heute noch stehende ehemalige Schul- und Mesnerhaus. Das Gebäude mit dem Walmdach rechts von der Kirche ist das alte Gemeindehaus, an dessen Stelle später ein Wohnhaus errichtet wurde.

Auf dem Bild rechts daneben bietet uns der Künstler einen Blick in den oberen Teil der heutigen Marktstraße. Das repräsentative Eckgebäude mit dem hohen Schornstein, das an der Abzweigung zum Streckfuß steht, ist die Gastwirtschaft und Mä1zerei Stölzle.

Während die städtische Kleidung der Passanten der künstlerischen Phantasie entsprungen sein dürfte, entspricht die auffallend breite Darstellung des Straßenraums den tatsächlichen Gegebenheiten.

Auf den beiden rund gerahmten Bildern sind die Innenausstattung der Pfarrkirche und die auf dem Areal zwischen dem Pfarrhaus und der Kirche errichtete Lourdesgrotte zu erkennen. DieTuffsteingrotte wurde in den sechziger [ahren an den Standort des ehemaligen Beinhauses versetzt und in ein Sandsteinhäuschen eingepaßt.

Auf den weiteren Abbildungen sind das Buttenheimer Schloß, die alte Apotheke mit der daneben liegenden Brauerei Reinwald (Schwanenbräu) und das Geschäftshaus des Kaufmanns J. WinkIer in der heutigen Marktstraße 13 zu sehen.

3 Buttenheim

Buttenheim (Ansichtskarte aus den zwanziger Jahren).

Als Druckvorlage für diese Postkarte diente eine Schwarzweißaufnahme, die noch heute vorhanden ist. Der Fotograf stand südöstlich des Dorfes und wählte eine Teilansicht (Bereich zwischen dem Schloß und dem Kirchenumgriff) für sein Bild.

Die Schwarzweißaufnahme wurde für den Druck stark retuschiert und dann per Hand koloriert. Die Fassaden der Häuser und die Dächer wurden umfangreich überarbeitet und teilweise geschönt. Der gesamte Himmel mit den bewegten Wolken wurde künstlich hinzugefügt. Die gestellte Vordergrundstaffage mit dem Landwirt und den zwei die Pflugscharen ziehenden Pferden ist zwar auch auf dem Original-

foto ebenfalls vorhanden, wurde jedoch leicht versetzt hinzumontiert. Sie verleiht der Aufnahme zusammen mit den besonders herausgearbeiteten Bäumen und den frisch gepflügten Ackerschollen einen ländlich-idyllischen Charakter. Herausgeber dieser sehr aufwendig gestalteten Ansichtskarte war der Buttenheimer Verlag Konrad Bleyer.

B tt heim

4 Gruss aus Buttenheim

Gruss aus Buttenheim (Ansichtskarte um 1900).

Diese Karte aus dem Buttenheimer Verlag WinkIer & Bleyer zeigt uns zunächst eine Totalansicht des Ortes von Südosten. Auf dem Bild darunter sehen wir die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus mit dem Marktplatz.

In der linken oberen Ecke der Ansichtskarte ist die Villa Dr. Sieber abgebildet. Kommt man von Altendorfher nach Buttenheim, so fàllt einem noch heute dieses repräsentative, an exponierter Stelle oberhalb des Friedhofs gelegene Gebäude auf, das früher die Buttenheimer Arztfamilie Sieber bewohnt hat.

Im Turm des Buttenheimer Schlosses ist die protestantische Kapelle untergebracht, die im [ahr 1825 zur Pfarrkirche erhoben wurde.

Unmittelbar hinter dem südlichen Eingangstor zum Schloßpark steht noch heute die alte Brücke über den Deichselbach. Die von Eggolsheim kommendeAltstraße führte früher über diese Brücke in den Ort. Der Buttenheimer Schloßpark ist heutzutage der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Nach unten hin abgeschlossen wird die Ansichtskarte durch eine Abbildung der Brauerei von [ohann Modschiedler (Löwenbräu ).

S Gruss aus Buttenheim

Die vorliegende Karte wurde am 2. April 1909 abgestempelt und von Buttenheim nach München geschickt. Herausgeber der Karte war der Bayreuther Verlag Adam Schwindel. DieTotalansicht des Ortes ist von Südosten aus aufgenommen. Auf dem Foto links daneben sehen wir die alte Bahnhofswirtschaft in Altendorf, die als '[ohann Modschiedlersche Restauration' bezeichnet wird.

Das untere Bild zeigt die Löwenbräu (damalige Bezeichnung:

Brauerei zum goldnen Löwen) und die alte Post. Obwohl beide Gebäude auch in Wirklichkeit nebeneinanderstehen, hat es aufgrund der unterschiedlichen perspektivischen Verzerrung den Anschein, als ob die Abbildung aus zwei Einzelbildern zusammengefügt worden wäre. Nachdem die Postgeschäfte vorher im alten Schulhaus durch den Lehrer versehen worden waren, wurde im [ahr 1904 in Buttenheim ein eigenes Postamt am Marktplatz eröffnet. Hier war später auch die erste öffentliche Fernsprechstelle untergebracht. In der Folgezeit wurden die ersten privaten Fernsprechanschlüsse in Buttenheim installiert.

Im [ahr 1931 waren die ersten zehn Telefonnummern in Buttenheim wie folgt vergeben: Rufnummer 1: Schwanenbräu Georg Kalb, gleichzeitig Anschluß des Bürgermeisters Fritz Reinwald und des Darlehenskassenvereins; Rufnummer 2: Löwenbräu Georg Modschiedler; Rufnummer 3 :

prakt. Arzt Dr. Ludwig Hensolt; Rufnummer 4: Warenhaus Max Weissmann; Rufnummer 5: keine Angabe; Rufnummer 6: Hopfen- undTabakgeschäftJakob Bauer; Rufnummer 7:

Fahrradhandlung Nikolaus Dürrbeck; Rufnummer 8: Korbwarenfabrikant Georg Friedrich in Altendorf; Rufnummer 9: keine Angabe; Rufnummer 10: St. Georgenbräu Georg Modschiedler.

Später zog die Buttenheimer Post in das Anwesen Schloßstraße 6 und dann in die Hauptstraße 31 um. Seit [anuar 1998 können die Buttenheimer ihre Postgeschäfte in einer privat betriebenen Postagentur in der Hauptstraße 21 erledigen.

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