Buttenheim in alten Ansichten

Buttenheim in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Bickel
Gemeente
:   Buttenheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6523-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buttenheim in alten Ansichten'

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Totalansicht,

Bruunrui zurn ~()Itlileu Löwon, Besttzer Juhauu Modschledler.

6 Buttenheim - Total

(Ansichtskarte um 1900).

Wir schauen vom Bereich Stockgasse auf den Ortskern. Während auf den meisten Buttenheimer Postkarten die Totalansicht des Ortes von Süden oder Südosten her wiedergegeben wurde, wählte der Herausgeber bei dieser Ansichtskarte einen Blick von Nordosten. Rechts neben der Kirche ist das Mansarddach des Buttenheimer Pfarrhauses zu erkennen. Am linken Bildrand sieht man die dampfenden Schlote der Mälzerei Stölzle.

Der Übergangsbereich vom Ortsrand zur Flur war früher weitgehend mit Obstbäumen bepflanzt. Dieser alte Streuobstgürtel ist auf der vorliegenden Aufnahme noch gut zu erkennen.

Die Holzgerüste, die am rechten Bildrand in der Flur aufgestellt sind, waren sogenannte Kleeböcke. Sie dienten zum Trocknen der für Futterzwecke angebauten Kleepflanzen (Monatsklee ).

Ein Vergleich mit dem heutigen Gebäudebestand macht deutlich, wie sehr sich die Verhältnisse zwischenzeitlich geändert haben. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine rege Bautätigkeit ein. Großflächige Baugebiete wurden ausgewiesen. Insbesondere im Bereich nördlich der Hauptstraße entstanden viele Neubauten. Von der Währungsreform bis zum Iahr 1980 wurden etwa 350 Baugrundstücke in Buttenheim neu erschlossen.

7 Buttenheimer Häuserplan

Buttenheimer Häuserplan (um 1910).

Vergleicht man am rechten Bildrand die Lage der alten Schule, der Kirche und des Schlosses miteinander, so wird deutlich, daß der Häuserplan die tatsächlichen Verhältnisse recht verzerrt wiedergibt.

Interessant ist, daß der alte Dorfweiher in der Hauptstraße auf dieser Darstellung noch vorhanden ist. Dieser Weiher wurde aus einer Quelle in der Stockgasse gespeist und diente bis zum [ahr 1916 als Feuerlöschteich. Er wurde danach ebenerdig aufgefüllt. Der so entstandene Platz wurde später mit Linden angepflanzt.

Bei der Ortsgründung bestand Buttenheim vermutlich aus einigen großen Herrenhöfen, die relativ weit auseinanderlagen. Einer dieser Urhöfe lag wahrscheinlich im Bereich des Lichtenhofes. In der Folgezeit kam es dann zu einer langdauernden Siedlungsverdichtung und -erweiterung, wobei sich die heutige Marktstraße ab dem Hochmittelalter als erste Hauptsiedlungsachse entwickelte. Die Lage an einer alten Nord-Süd-Handelsstraße begünstigte diesen Prozeß. Bedingt durch den Durchgangsverkehr entstanden mehrere mit Braurecht versehene Wirtshäuser, zwei Bäckereien und eine Schmiede in diesem Gebiet.

Erst später kam die heutige Hauptstraße als zweite Hauptsiedlungsachse hinzu. Hier verlief parallel zum alten Kernbereich in West-Ost-Richtung ein Wallfahrerweg, der gute Möglichkeiten zur Siedlungserweiterung bot. Einige der an dieser zweiten Siedlungsachse neu erbauten Anwesen erfüllten wiederum Sonderfunktionen. So entstanden etwa ein Seelhaus für arme Pilger, eine Schmiede und ein Wirtshaus mit Brauerei.

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8 Gruss aus Buttenheim

Gruss aus Buttenheim (Ausschnitt einer Ansichtskarte aus dem Iahr 1902).

Ein vierblättriges Kleeblatt und eine violette Kleeblüte sollen auf dieser Karte als Glücksbringer fungieren. Die Kleeblätter dienen als Rahmen für die vier Abbildungen.

Links oben sehen wir die Buttenheimer Apotheke. Das Bild darunter zeigt uns die Brauerei von Friedrich Reinwald. An der Einmündung des Fußweges nach Seigendorf (Kalbsgäßchen) steht noch der alte Pumpbrunnen.

Auf der Abbildung rechts unten erschließt sich dem Betrachter das Buttenheimer Kellerleben in der Zeit um die Jahrhundertwende (links: Frhrl. von Seefrled scher Felsenkeller; rechts: Felsenkeller v. J ohann Modschiedler).

Auf dem Bild rechts oben ist das alte Warenhaus des jüdischen Textilkaufmanns Max Weissmann zu sehen. Die Firma führte damals noch die Bezeichnung 'Waarenhaus L.Schulhöfer.s Erben - Max Weissmann' . Später errichtete Weissmann ein neues Ladengeschäft in der Buttenheimer Marktstraße, das sich noch heute durch sein städtisches Äußeres von den umliegenden Bauernhäusern abhebt.

Max Weissmann engagierte sich in mehreren Buttenheimer Vereinen und gehörte bis zu seinem Tod im [ahre 192 9 zu den angesehensten Buttenheimer Bürgern. Das Kaufhaus wurde in späterer Zeit von der Familie Först übernommen und fortgeführt. Eine Reklameaufschrift an der Ostseite des Gebäudes ('Georg Först vormals Max Weißmann Kaufhaus Versand') erinnert noch heute an den früheren Eigentümer.

9 DieOMBA

Die OMBA (Aufnahme aus dem [ahr 1926).

Das repräsentative zweieinhalbgeschossige Gebäude an der Abzweigung der heutigen Marktstraße zum Bereich StreckfußIN epomuk wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Gastwirtschaft und Mälzereifabrik Stölzle errichtet. Ein besonderes Schmuckstück des Anwesens ist der aufwendig gearbeitete gußeiserne Balkon, der noch heute vorhanden ist. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude baulich verändert und verschiedenen gewerblichen Nutzungen zugeführt. So beherbergte es später die Buttenheimer Metallwarenfabrik OMBA. Die Oberfränkische Metallwerke G.m.b.H. fertigte Kleineisenwaren (zum Beispiel Muttern) und kleine Elektrozubehörteile.

Wie auf der vorliegenden Fotografie aus dem [ahr 192 6 zu erkennen ist, war im vorderen Teil des Gebäudes auch die Warenhandlung von Georg Herrmann untergebracht. Georg Herrmann war einer der Anteilseigner der OMBA.

In der Folgezeit eröffneten in diesem Anwesen unter anderem das Lebensmittelgeschäft Witzmann und die Metzgerei Sponsel, die vielen älteren Buttenheimern noch bekannt sein dürften.

Heute sind ein Friseurgeschäft und eine Fahrschule in diesem Gebäude untergebracht.

lOSt. Bartholomäus

Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus (Aufnahme aus den dreißiger Jahren).

Mit dem Bau der jetzigen Buttenheimer Pfarrkirche wurde im [ahr 1754 begonnen. Der Vorgängerbau, der als zu klein und zu finster beschrieben worden war, wurde abgebrochen. Lediglich derTurm und die Sakristei des alten Gotteshauses blieben stehen und wurden in den im [ahr 1 757 fertiggestellten Neubau miteingebunden.

Durch die leicht erhöhte und zurückgesetzte Stellung der Kirche zur Marktstraße hin kommt die auf Fernwirkung konzipierte Kirchenfassade eindrucksvoll zur Geltung. Der terrassenartig gestaltete Bereich vor dem Haupteingang der Kirche mit seinen Balustraden und Stützmauern und mit der großen Freitreppe unterstützt diese räumliche Wirkung. Das gesamte Konzept der Anlage ist darauf ausgerichtet, die zentrale Bedeutung der Kirche und des Kirchplatzes herauszustellen. Auf der vorliegenden Aufnahme aus den dreißiger [ahren ist am linken Bildrand noch der Kastanienbaum zu erkennen, der früher vor dem Anwesen Ohlmann stand.

Wie andernorts auch wurden die Toten früher in unmittelbarer Nähe der Kirche beerdigt. Der alte Buttenheimer Friedhof wurde erstmals im [ahr 1118 erwähnt. Seit etwa 140 [ahren werden in Buttenheim die Toten nicht mehr im Kirchhof, sondern im neuen Friedhof am Stauch bestattet.

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