Buttenheim in alten Ansichten

Buttenheim in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Bickel
Gemeente
:   Buttenheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6523-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buttenheim in alten Ansichten'

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11 Innenausstattung der Pfarrkirche

Innenansicht der Buttenheimer Pfarrkirche (Aufnahme um 1926).

Nach dem Urteil von Heinrich Mayer bietet die Buttenheimer Kirche eine Innenausstattung, die 'an überschäumendem Reichtum eines sprudelnden Rokoko bei hoher Qualität wenig ihresgleichen' hat.

Der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre (links: Kreuzaltar; rechts: Marienaltar) waren eine Gemeinschaftsarbeit des Bildhauers Georg Reuß und des Kunstschreiners Franz Anton Thomas.

Der Hochaltar von 1758 ist mit einem Wechselbildmechanismus versehen, so daß die drei Altarblätter (Bartholomäus, Abendmahl, Christus am Ölberg) wahlweise verändert werden können. Neben dem Marienaltar befindet sich der Zugang zum Chorturm, in dem mehrere steinerne Grabmale der Familie Stiebar aufgestellt sind. Es gilt als sicher, daß das Grabmal der Elisabeth von Stiebar aus der Hand Tilman Riemenschneiders stammt.

Am rechten Bildrand sehen wir die aufwendig gearbeitete Kanzel (1758/59). Sie wurde in der Werkstatt des Bamberger Bildhauers [ohann Adam Stöhr hergestellt.

Interessant ist, daß auf diesem Foto noch die alteAusmalung der Kirche im Nazarener Stil zu erkennen ist, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg weiß übertüncht wurde.

12 Pfarrer Grandinger

Die Fotografie dürfte in den zwanziger [ahren aufgenommen worden sein und zeigt Pfarrer Grandinger (stehend, in der Mitte) zusammen mit örtlichen Honoratioren auf dem Keller.

pfarrerJohannesGrandinger (1869-1941) wurde 1891 zum Priester geweiht. Kurze Zeit später gründete er zusammen mit dem Kaplan Friedrich Wachter und dem Druckereibesitzer Hans Kollerer das Bamberger St.-Heinrichs-Blatt. Grandinger und Wachter gehörten, wie in der Chronik zum 1 OOjährigen Bestehen des Heinrichsblattes ausgeführt wird, 'zu dem Typus junger Kleriker, die ihr Wirken nicht auf den innerkirchlichen Bereich begrenzen, sondern die katholische Sache dynamisch und entschieden in die Öffentlichkeit tragen wollten'.

Die Gründe, warum Grandinger im [ahr 1898 von Bamberg nach EIbersberg wechselte - 'einem in jeder Hinsicht armseligen Dörfchen auf dem wasserlosen Jura-Plateau zwischen Pottenstein und Pegnitz' - beschrieb pfarrerTremel später wie folgt:

'Sein unbeugsamer Freimut und die nimmermüden Intriguen frommer Zentrumsleute hatten ihn aus der Bischofstadt Bamberg, wo er als Kaplan bei St. Gangolph wirkte und sich der allgemeinen Beliebtheit und größten Hochachtung seiner Gemeinde ( ... ) erfreute, in die gemiedenste

Pfarrei des Erzbistums verbannt. ( ... ) Grandinger lebte auf, als er dem Bamberger Getriebe unablässiger Denunziationen und versteckter Verfolgung entronnen war.'

Im [ahr 1907 wurde Grandinger in den Bayerischen Landtag gewählt. Während seiner Kandidatur für dieses Amt wurde er wiederum von einem bestimmten Personenkreis massivangegriffen. Fiinf'[ahre lang gehörte Grandinger dem Parlament als fraktionsloser Abgeordneter an. Politisch stand Grandinger damals der Liberalen Partei nahe.

Im [ahr 1913 übernahm er die Pfarrei Buttenheim. Während seiner über dreißigjährigen Tätigkeit in Buttenheim erwarb er sich große Verdienste um die Pfarrei und den Ort. Hervorzuheben ist sein couragiertes Verhalten, als er sich in den Jahren 1923/24 gegen die Machenschaften eines rechtsradikalen Wehrtrupps wandte.

Unter dem Titel 'Buttenheim. Ein Heimatbuch' veröffentlichte er im [ahr 192 6 seine historischen Forschungen über Buttenheim und die zur Pfarrei gehörenden Ortschaften. Dieses Buch ist nach wie vor das maßgebende Werk über die Geschichte Buttenheims.

13 Schul- und Mesnerhaus

Altes Schul- und Mesnerhaus neben der Kirche (Aufnahme aus den zwanziger Jahren).

Nach Vollendung der neuen Kirche nahm die Pfarrei Buttenheim den Neubau des Pfarrhauses und des Schul- und Mesnerhauses in Angriff. Zwischen 1768 und 1772 wurden beide Gebäude errichtet und vom Baustil her aufeinander abgestimmt.

Das zweigeschossige Schul- und Mesnerhaus wurde mit einem Mansardwalmdach und einer reich gegliederten Putzfassade versehen. Das Gebäude diente als Schulhaus und als Dienstwohnung für den Lehrermesner.

Da die Schule bereits im 19. Jahrhundert zu klein war, wurden zusätzliche Schulzimmer in den Gemeindehäusern eingerichtet. Im [ahr 1907 wurde an der Hauptstraße (damalige Bezeichnung: Distriktsstraße ) eine neue Schule errichtet. Das alte Schul- und Mesnerhaus wurde zunächst für kirch-

liche Zwecke verwendet und als Benefiziatenwohnung genutzt.

In den fünfziger [ahren diente es nochmals als behelfsmäßiger Schulraum, da in der neuen Schule an der Hauptstraße nicht mehr alle Schüler untergebracht werden konnten.

14 Volksschule Buttenheim

Volksschule Buttenheim (Aufnahme um 1926).

Die Fotografie entstand vor der neuen Schule an der Distriktsstraße (Hauptstraße). Abgebildet sind 58 Schüler mit ihren beiden Lehrern Max Stix (links) und Fritz Stix (rechts). Zum Zeitpunkt der Aufnahme gingen nicht nur die Buttenheimer, sondern auch die Dreuschendorfer und die Ketschendorfer Kinder in Buttenheim zur Schule.

Das Schulhaus befand sich am westlichen Ende des Pfarrobstgartens (Eckgrundstück am heutigen Prügelweg zur Hauptstraße). Das repräsentative zweigeschossige Gebäude wurde irn Iahr 1907 errichtet. Neben den Klassenräumen waren auch Dienstwohnungen für zwei Lehrer, ein Waschhaus und eine Holzlege vorhanden.

Über ein halbes Jahrhundert lang wurden in diesem Gebäude die Buttenheimer Schüler unterrichtet, bis im [ahr 1960 die neuerrichtete Schule am Prügelweg in Dienst gestellt wurde.

Das Schulgebäude an der Hauptstraße wurde später von der Gemeinde an die Raiffeisenbank Buttenheim vermietet, die darin ab dem [ahr 1963 ihre Bankgeschäfte abwickelte. Die Raiffeisenkasse zog im [ahr 1968 in ihr neugebautes Geschäftslokal am Stauch um.

Die nunmehr leerstehende Schule an der Hauptstraße wurde daraufhin in den frühen siebziger [ahren abgerissen.

1 S Bliek in die heutige Hauptstraße

Das vorliegende Foto, das auch als Druckvorlage für eine Ansichtskarte diente, wurde vermutlich in den späten zwanziger Jahren aufgenommen. Die Bezirksstraße (vormals Distriktsstraße ) ist bis auf zwei gepflasterte Regenrinnen unbefestigt. An der Einmündung des Fußweges nach Seigendorf (Kalbsgäßchen) ist der alte Ziehbrunnen erkennbar.

Der abgebildete Abschnitt des Straßenzuges umfaßte, von links nach rechts, folgende Anwesen: Jakob Bauer, Hopfenund Tabakgeschäft (Hausnummer 130); Pankraz Schuberth, Landwirt und Fuhrwerker (Hausnummer 13 1); Hermann Bayersdorfer, Agenturen (Hausnummer 132); Margarete Eichhorn, Landwirtin (Hausnummer 133); Paul Kacher, Bäckerei und Konditorei (Hausnummer 134); Rosa Dennerlein, Kleingütlerin (Hausnummer 135); Friedrich Reinwald, Ökonomierat, Privatier, 1. Bürgermeister, Gemeindeschreiber, Darlehenskassenvorstand und Obmann des Bauernvereins; Georg Kalb, Gastwirt (Hausnummer 136); und Karl Schüler, Apothekenbesitzer (Hausnummer 137).

Die alte Apotheke ist ein zweigeschossiges repräsentatives Gebäude mit Mansardwalmdach und großem Zwerchgiebel. Hier befand sich ab 1804 der Amtssitz des königlichbayerischen Patrimonalgerichtes derer von Seefried. Das Gericht wurde im [ahr 1848 aufgelöst. Ab dem [ahr 1868 war in diesemAnwesen die Buttenheimer Apotheke untergebracht.

Heute wird das Haus für private Wohnzwecke genutzt. Auf dem Nachbargrundstück wurde die neue Buttenheimer Apotheke errichtet.

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