Buttenheim in alten Ansichten

Buttenheim in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Bickel
Gemeente
:   Buttenheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6523-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buttenheim in alten Ansichten'

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31 Lufthildtotale

Blick von Westen aufButtenheim und das Deichselbachtal (Luftbildaufnahme aus dem [ahr 1958).

Bis auf die frühere Gendarmeriestation und die Friedhofskapelle war der gesamte Stauch damals noch unbebaut. Die heutige St.-Hedwigs-Kapelle wurde vermutlich zwischen 1892 und 1895 als Seefried" sche Grabkirche und Familiengruft errichtet. Die sich am Giebel der Kapelle befindende [ahreszahl 1909 dürfte erst im Rahmen einer Umbaumaßnahme angebracht worden sein.

Beim Blick aufButtenheim fallen die ersten beiden Neubaugebiete auf, die am nördlichen Ortsrand entstanden sind. Sie liegen im Gebiet zwischen der Stockgasse und der Seigendorfer Straße und im Bereich zwischen dem Prügelweg und dem Kirchweg. Die Baustelle der neuen Volksschule am Prügelweg ist gut zu erkennen.

Auffällig ist auch das am südlichen Ortsrand errichtete, neue St.-Georgenbräu-Gebäude mit seinem hohen Baukörper, das von der Ortsansicht her in Konkurrenz zur bisher dominierenden Pfarrkirche tritt.

Im Bildhintergrund erschließt sich dem Betrachter das Deichselbachtal mit Dreuschendorf und Gunzendorf.

Am rechten oberen Bildrand sind die weißen Kalksteinfelsen des Drügendorfer Steinbruches zu sehen.

32 Kommunionfeier

Die Ketschendorfer Familie Kraus (Atelieraufnahme aus dem [ahr 1913).

Die Fotografie zeigt den Ketschendorfer LandwirtJosef Kraus mit seiner Frau Apollonia und seiner jüngsten Tochter Anna. Die Aufnahme entstand in einem Bamberger Fotoatelier anläßlich der Kommunionfeier von Anna.

J osef und Apollonia Kraus (Hausname : Weber) bewirtschafteten in Ketschendorf einen Bauernhof mittlerer Größe. Das Ehepaar hatte fünfKinder. Die drei Söhne starben in jungen [ahren, zwei von ihnen im Ersten Weltkrieg. Der Bauernhof wurde später von der älteren Tochter Kunigunda übernommen. Anna heiratete Mitte der zwanziger [ahre nach Stackendorf.

Für die Aufnahme hatte die Familie ihren Sonntagsstaat angelegt. JosefKraus trug einen schwarzen Anzug mit Weste. Die Kleidung seiner FrauApollonia bestand aus einem langen Rock mit Schürze, einem kurzen Jäckchen und einem im Nacken gebundenen Kopftuch. Das 'Bràutla' trug ein schwarzes Kleid mit breitem Tuchgürtel und war mit einem Myrtenkranz geschmückt.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die alte Buttenheimer Tracht, die um das [ahr 1876 noch regelmäßig an Festtagen getragen wurde, bereits längst verdrängt worden.

Wie Pfarrer Grandinger in seinem Buttenheimer Heimatbuch mitteilt, trugen die Männer früher als Feststaat einen langen blauen Mantel (Radmantel) mit einem breiten Dreieckshut und einer schwarzseidenen Halsbinde. Die Frauen hatten als Festkleid eine blaue Mutzen mit seidener Schürze und Halstuch. Dazu trugen sie eine große Barthaube aus schwarzem Seidenstoff mit zwei breiten Flügeln, oder ein rotes schwarzdurchwirktes Hörnertuch.

33 Dreuschendorf

Blick von Nordosten auf den Ortskern (Luftbildaufnahme aus dem Iahr 1958).

Die Dreuschendorfer St.-Anna-Kapelle wurde im [ahr 1923 mitten im Ort errichtet. Gleichzeitig wurde die bisherige Kapelle, die außerhalb des Ortes am alten Wallfahrerweg nach Gößweinstein gestanden hatte, eingelegt. In den dreißiger Jahren errichteten die Dreuschendorfer hinter dem neuen Kirchlein ein Pfarrhaus, das zwischenzeitlich an Privatleute verkauft wurde.

Der Dreuschendorfer Keller befand sich im Bereich der Baumgruppe, die am linken oberen Bildrand zu sehen ist. Etwas unterhalb ist im Feld die Brunnenstube zu erkennen, die den Ortsbrunnen mit Wasser versorgte. Auf der vorliegenden Aufnahme ist der der Kirche schräg gegenüberliegende Brunnen gut zu erkennen.

Das gesamte Areal südlich der Ortschaft hat heute durch die Umgehungsstraße und durch die zwischenzeitlich errichteten Neubauten ein völlig anderes Aussehen.

Links unten angeschnitten sehen wir das alte Gebäude der Brauerei Meusel. Die Braustätte, die schon lange vorher bestanden hatte, wurde im [ahr 192 9 von der Familie Meusel übernommen. Aus kleinsten Anfàngen heraus entwickelte sich ein modernes Brauereiunternehmen. Die Firma verfügt heute über eine umfangreiche Fahrzeugflotte, die das Meusel-ßier im weiten Umkreis ausliefert.

34 St.-Georgs- Kapelle

Die Senftenberger St.-Georgs-Kapelle (Aufnahme aus dem [ahr 1926).

Wer von Buttenheim kommend das Deichselbachtal hinauffáhrt, dem fàllt alsbald diese kleine Bergkapelle auf, die weithin sichtbar über Gunzendorf thront. Die Senftenberger St.-Georgs-Kapelle wurde in den [ahren 1668/69 errichtet und verfügt über eine sehenswerte Innenausstattung aus der Zeit des Frühbarock und des Rokoko.

Daß der Senftenberg früher ein vielbesuchter lokaler Wallfahrtsort war, ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Im 17. Jahrhundert kam es zu wundersamen Gebetserhörungen (miracula). Bei der Durchsicht der Senftenberger Mirakelverzeichnisse fàllt die große Anzahl von Fällen auf, die im weitesten Sinn mit der Geburt eines Kindes zusammenhängen und die mit dem alten Begriff'Kindsnot' bezeichnet werden. Es hat den Anschein, daß der Senftenberg für Gebärende aus den umliegenden Dörfern eine besondere Rolle spielte. Die in Wehen liegenden Frauen, die aufgrund von Komplikationen manchmal bereits ein tagelanges Martyrium hinter sich hatten, wandten sich in der größten Not hilfesuchend zum Senftenberg. So heißt es zum Beispiel in einem Fall, daß die Gebärende bereits drei Tage in Wehen lag und man sie bereits aufgegeben hatte. Als sie von der tödlichen Ohnmacht wieder erwachte und sie ein Opfer zum

Senftenberg versprach, konnte sie ohne Schmerzen gebären. Noch vor einemJahrhundert war die Geburt eines Kindes für die Mutter nicht selten mit Lebensgefahr verbunden. Dies lag an der harten körperlichen Arbeit der Mutter bis zum Ende der Schwangerschaft und an dem Umstand, daß es sich in der Regel um Hausgeburten handelte, bei der lediglich die Familienangehörigen, die Nachbarinnen und die Hebamme anwesend waren. Bei Komplikationen war schnelle medizinische Hilfe meist kaum greifbar.

Aber auch dann, wenn die Geburt zwar abgeschlossen war, das Neugeborene sich aber in Lebensgefahr befand, wurden die Gebete und Wallfahrtsversprechen der Mütter zum Senftenberg in mehreren Fällen erhört und die Neugeborenen blieben am Leben.

Bei den vielen Menschen, die heutzutage den Senftenberg aufsuchen, handelt es sich nicht mehr um Wallfahrer, sondern um Kellergänger, die sich besonders an den Sommerwochenenden auf dem reizvoll gelegenen Senftenberger Felsenkellet ihr Bier schmecken lassen.

3S Gunzendorf

Blick von Nordwesten auf die obere Ortsstraße (Luftbildaufnahme aus dem Iahr 1958).

Vergleicht man die Bebauung auf dieser vor vierzig [ahren aufgenommenen Fotografie mit dem heutigen Zustand, so wird deutlich, daß sich vieles in dieser Zeit verändert hat. Einige der damals noch vorhandenen Gebäude sind ganz verschwunden oder wurden in der Zwischenzeit völlig umgebaut.

Links unten erkennen wir die Gunzendorfer Schule, die im [ahr 1913 auf den Grundmauern des Gunzendorfer Schlosses errichtet wurde. Als Erinnerung an die Herren von Ochs, die das Gunzendorfer Schloß einst errichtet hatten, wurde der alte Ochs'sche Wappenstein über dem Eingang des Schulneubaus eingelassen. In diesem Gebäude ist heute der Gunzendorfer Kindergarten untergebracht.

Im weiteren Verlauf der Ortsstraße ist der Gasthof Sauer mit den dazugehörigen Brauereigebäuden zu sehen. Bedingt durch die starke Expansion der Firma Sauer (Errichtung eines Tanzcenters, Gründung eines Bau- und Fuhrunternehmens) hat dieses Areal sein Aussehen wesentlich verändert. Oben rechts am Ortsrand ist im Schatten der Bäume ein Gebäude mit einem Dachreiter zu erkennen. Hierbei handelt es sich um das im [ahr 192 5 fertiggestellte Gesellschaftshaus des Gunzendorfer St.-Josephs-Vereins. Im großen Veranstaltungssaal fanden alljährlich Theateraufführungen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Auch dieses Gebäude wurde zwischenzeitlich abgerissen.

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