Buttenheim in alten Ansichten

Buttenheim in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Bickel
Gemeente
:   Buttenheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6523-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Buttenheim in alten Ansichten'

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36 Stackendorf

Gruss aus Stackendorf (Ansichtskarte von 1 911).

Die Karte zeigt das Steinhäuschen des Stackendorfer Bierkellers oberhalb der Gastwirtschaft Kraus. Obwohl dieser Bierkeller auch viele auswärtige Besucher anlockte, konnte ermittelt werden, daß es sich bei den abgebildeten Herren, die sich das Kraus-Bier schmecken lassen, um Stackendorfer Bürger handelte. Das Kellerhäuschen ist übrigens heute noch vorhanden.

An der Stackendorfer Kirchweih kam es in früheren Zeiten häufig zu schweren Zwischenfällen. Neben Schlägereien kamen auch wiederholt Totschläge vor. Als am 1 . Juli 1833 der Seefried" sche Förster erschlagen wurde, war dies der siebte Totschlag seit dem Iahr 1738.

Die ehemals selbständige Gemeinde Stackendorf galt seinerzeit als sehr fortschrittlich. Schon früh verfügte der Ort über eine eigene Wasserversorgung.

Die Freiwillige Feuerwehr Stackendorf wurde bereits im [ahr 1859 gegründet. Es existierte sogar eine eigene Spargenossenschaft ('Spar- und Darlehenskasse Stackendorf e.G.m.u.H.'), die erst im [ahr 1937 mit der Buttenheimer Spar- und Darlehenskasse verschmolzen wurde.

37 Frankendorf

Frankendorfin der Fränkischen Schweiz (Ansichtskarte aus den fünfziger Jahren).

Was unter dem denkmalpflegerischen Begriff'Ensemble Frankendorf' zu verstehen ist, wird jedem Besucher dieses Dorfes sofort klar. Fachwerkhaus reiht sich an Fachwerkhaus. Die eingeschossigen Bauernhäuser sind dem gekrümmten Verlauf des Deichselbaches entsprechend zu beiden Seiten des Wassers aufgereiht und vermitteln dem Betrachter den Eindruck eines zusammengehörenden Ganzen. Es ist aber nicht allein die Fachwerkromantik, die die Besucher nach Frankendorf zieht. Oberhalb der Ortschaft befindet sich eine Ansammlung herrlicher Felspartien, die als 'Frankendorfer Klettergarten' bekannt sind und die damals wie heute besonders an den Wochenenden von einer Vielzahl von Ausflüglern besucht werden.

Neben einerTotalansicht des Ortes ist auf der vorliegenden Karte auch der Klettergarten abgebildet.

Einkehrmöglichkeit für die zahlreichen Besucher bot das ebenfalls abgelichtete Frankendorfer Gasthaus zum Klettergarten.

Die Frankendorfer Ortskirche (Heilige Jungfrau Maria von der immerwährenden Hilfe) wurde im [ahr 1947 errichtet und im Oktober 1948 eingeweiht.

38 Christian Neilson

Pilot Offîcer Christian Neilson, Pilot des am 31. März 1944 zwischen Tiefenhöchstadt und Friesen abgestürzten kanadisch-britischen Nachtbombers (Aufnahme aus dem [ahr 1944).

In der Nacht vom 30. auf den 31. März 1944 wurden die Einwohner von Tiefenhöchstadt, Kälberberg und Hochstall von heftigen Detonationen aus dem Schlaf gerissen. Ein mit Bomben vollgeladener kanadischer Halifax-Nachtbomber, der sich auf dem Weg nach Nürnberg befand, stürzte westlich der drei Ortschaften ab. An der Absturzstelle, die sich auf der Friesener Warte in der Nähe der Segelflughallen befand, sind heute keine Spuren des Unglücks mehr sichtbar. In dieser Nacht flogen 795 Flugzeuge des Bomber Command einen Einsatz gegen Nürnberg. 95 Maschinen kamen nicht mehr zurück. 71 Flugzeuge wurden beschädigt. Dies war der größte Verlust, den das Bomber Command im Zweiten Weltkrieg zu verzeichnen hatte.

Die zwischen Friesen und Tiefenhöchstadt abgestürzte viermotorige Halifax mit der Kennung HX 272 gehörte zur 433 (Porcupine = Stachelschwein) Squadron der Main Force Canadian Squadrons und war zusammen mit elf weiteren Maschinen dieser Einheit von Skipton-on-Swale aus gestartet. Die achtköpfige Crew der HX 272 hatte sich bereits auf den Bombenabwurfüber Nürnberg vorbereitet, als die Ha-

lifax von einem deutschen Nachtjäger angegriffen und abgeschossen wurde. Es steht fest, daß die Halifax von unten beschossen wurde, so daß der deutsche Nachtjäger wahrscheinlich mit 'Schräger Musik' (= nach oben feuernde Kanonen im mittleren Rumpfteil) ausgestattet war.

Der Pilot, der Bordfunker und der Heckschütze überlebten den Absturz und gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die restlichen fünf Mann der Besatzung (D.M. Awrey aus Windsor, Ontario; L. Milward aus Regina, Saskatchewan; C.W Panton aus Old Bolingbroke, Lincolnshire; W F. Rost, aus Montreal; j.S. Thompson aus Belfast) starben in den Trümmern der Maschine. Die Leichen der fünf Flieger, die zunächst auf dem Buttenheimer Friedhofbeigesetzt wurden, sind später offenbar in einen alliierten Soldatenfriedhof umgebettet worden.

Chris N eilson, der Pilot der kanadischen Halifax, war ein Amerikaner dänischer Abstammung und trug den Spitznamen 'the Mad Dane'. Er war nach seinem Sprung aus der brennenden Maschine mit seinem Fallschirm direkt im Friesener Kirchhof gelandet.

Das vorliegende Bild wurde am 24. [anuar 1944 aufgenommen, als Neilson von einem Einsatz über Berlin in seinen Stützpunkt zurückgekehrt war.

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