Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:   Calbe an der Saale
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5172-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Die Bernburger Vorstadt war nicht unbemittelt und konnte für ihre Schulkinder nach Fertigstellung der Schulstraße im Jahre 1882 eine neue, damals noch einstöckige, Schule erbauen. Auf dem Bild die untere Etage des rechten Schulhauses. Nach der Vereinigung der Vorstädte mil der Stadt und entsprechend der wachsenden Bedeutung Calbes als Kreisstadt brauchte Calbe eine höhere Schule. Darum wurde dieses Gebäude 1905 aufgestockt und 1906 durch den Aula-Anbau mit Treppenhaus und Turnhalle zur Realschule ausgebaut. Zwischenzeitlich wurde in den Jahren 1901 bis 1902 die 'Gehobene Bürgerschule für Mädchen' - vorn im Bild - für das gesamte Stadtgebiet gebaut. Um diese Schulbauten hatte sich der Bürgermeister Mittelstaedt verdient gemacht.

6 uss aus Ca be a. S

Oeh bene Bürgersch

für Mädchen und Real chule

.... -

40. Die Laurentiuskirche auf dem Alten Friedhof weist in ihren ältesten Teilen - romanischer Unterbau und runde Apsis - schon ein Alter von 1 000 Jahren auf. Unter den Kirchen im weiteren Umkreis hat die Laurentiuskirche als einzige eine runde Apsis. Sie ist im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgebaut worden. Sie war die Kirche der Bernburger Vorstadt, nach ihr wurde ein Teil davon 'Großer Lorenz' und 'Kleiner Lorenz' genannt.

41. Das Innere der Kirche Sankt Laurentii im Zustand von etwa 1900. Mit ihrer Innenausstattung, der hölzernen Empore, den vielen Holzverkleidungen und der künstlerisch gestalteten Holztäfelung an der Decke war die Kirche für die Gemeindeglieder eine Stätte der Geborgenheit und der Andacht. So war die Ausstattung bis etwa 1960, als man die gesamten seitlich und vorn befindlichen hölzernen Einrichtungen entfernte.

42. Als sich die Stadt weiter nach Süden ausdehnte, erhielt die Ausfallstraße nach Nienburg vom Lindendreieck an den Namen Nienburger Straße. Rechts auf dem Bild die Restauration von G. Scheele wurde später in Gasthof 'Zur Linde' umbenannt. Beide Häuser rechts mußten aus verkehrstechnischen Gründen um 1955 abgerissen werden, das dortige Areal heißt aber immer noch 'Linden-Dreieck.

Hoian i ht

Vorderansich

43. Der fruchtbare Schwarzerdeboden unserer Heimat ermöglichte schon um 1840 den Anbau von Zuckerrüben. Zuerst bewerkstelligten die Domänen die Verarbeitung der Rüben zu Zucker. Später entstanden größere Zuckerfabriken, die aber technisch bald verschlissen waren. Diese Zuckerfabrik in Cal be ist vor dem Ersten Weltkrieg als eine der modernsten in der Provinz Sachsen in Betrieb gegangen. Ihre VorIäuferin war die Zuckerfabrik von Schulze und Buhlers, die wenige Meter weiter südlich gestanden hatte und 1877 abgebrannt war. Dieses Terrain heißt heute noch Buhlers-Platz. In der neuen Calbenser Zuckerfabrik konnten bis zu 50 000 Tonnen Zuckerrüben in einer Kampagne verarbeitet werden. 1945 fielen ihre Maschienen und Einrichtungen als Reparationsleistung für die Sowjetunion der Demontage zum Opfer.

44. Der Wasserturm in Calbe, über Jahrzehnte ein Wahrzeichen der Stadt, wurde im Zuge des Baus der zentralen Wasserleitung im Jahre 1894 errichtet. Hauptauftragnehmer für alle Einrichtungen der neuen Wasserleitung war der Ingenieur Scheven aus Bochum. Das Trinkwasser, das im Wasserwerk im Gleisdreieck hinter dem Gelatinewerk gewonnen wurde, pumpte man durch eine Druckleitung in den großen, sehr stabilen Wasserbehälter des Wasserturms. Von hier lief es durch den eigenen Druck bis zu allen Zapfstellen der Stadt. Wegen Baufälligkeit wurde der Wasserturm, da er schon seit 1960 nicht mehr in Funktion war, im Jahre 1984 gesprengt und abgetragen.

45. Hinter der Magdeburger Straße, dicht an der Eisenbahnlinie, stand die Holländer-Mühle. Außer ihr gab es im Raum Calbe noch eine ganze Reihe anderer Windmühlen. Das waren aber alles Bockwindmühlen, die auf einer Achse drehbar waren und im ganzen mit Muskelkraft in die jeweilige Windrichtung bewegt werden konnten. Bei der HolländerMühle brauchte man nur den oberen Teil zu drehen. Wegen ihrer geringen Mahlkapazität mußten die Windmühlen nach und nach dem Konkurrenzdruck der großen Mühlenbetriebe wie z.B. 'Brückners Mühlenwerke' oder der 'Frohser Dampfmühle' weichen.

MÜHLENWER t'E U. PAPI ER FAB RI r. 1911f-.

46. Bereits seit 800 Jahren gibt es in Calbe eine Wassermühle. Durch den Aufstau der Saale durch ein Wehr, links im Bild, leitete man einen Teil des Wassers zu den Wasserrädern bzw. Turbinen. Über dem Einleitungskanal erkennt man die Brücke, über die der Verkehr von der Stadt zur Fähre bei Gottesgnaden erfolgte. Das Bild zeigt Brückners Mühlenwerke und Papierfabrik nach der Errichtung der neuen Mühlengebäude und des großen Silos im Jahre 1904. Auch die Brückners sind nach 1945 enteignet worden. Die Mühle wurde 'Volkseigener Betrieb' und mit der Mühle Bernburg vereinigt. Sie produzierte noch bis etwa 1989 verschiedene Mehlprodukte.

47. Das Wehr bei Calbe konnte im trockenen Sommer 1904 von den Bewohnern der Stadt genau in Augenschein genommen und sogar betreten werden. Im Vordergrund sieht man die Lachstreppe, über die die Fische auf ihrem Zug zu den Laichgründen das Oberwasser erreichen konnten. Hier unterhalb des Wehres bis nach Rosenburg betrieben Calbenser Fischer noch bis in die dreißiger Jahre Fischfang. Im Bild hinten rechts verlief hier am Sandhof vorbei der Fahrweg zur Fähre nach Gottesgnaden.

48. Im kalten Winter 1928 war die Saale an der Saalemauer so dick zugefroren, daß sich hier ein emsiges Treiben entwickelte. Kinder und Jugendliche übten sich im Schlittschuhfahren, und die Erwachsenen ließen es sich nicht nchmen, auf der Saale spazieren zu gehen. Sonntags, wenn hier viele Menschen versammelt waren, spielte die Kapelle Amelung dazu flotte Weisen. Die Eisfläche im Mittelgrund (hier erst zur Hälfte vom Schnee beräumt) durfte nur nach Zahlung eines Eintrittsgeldes betreten werden!

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek