Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:   Calbe an der Saale
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5172-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1'

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59. Eifrige Sportler waren auch die Männer des 'Männerturnvereins von 1861'. Nach dem Vorbild des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn, der sich seinerzeit 1846 selbst von den Leistungen der Calbenser Turner überzeugte, entwickelte sich in Calbe eine große Sportbewegung. Bei allen möglichen Wettkämpfen wurden sportliche Erfolge erzielt. Im Jahre 1929 gab es in Calbe 21 Sportvereine, in denen neben den Senioren insgesamt 625 Jugendliche aktiv waren. Heute gibt es in der Turn- und Sportgemeinschaft CaibeiSaaie in zwölf Sektionen rund 1 600 Mitglieder.

60. Großes Ansehen genoß die Freiwillige Feuerwehr CaibeiSaaie in Calbe und seiner Umgebung. Sie wurde auf Initiative des Tuchfabrikanten Nicolai aus den Reihen des bürgerlichen Turnvereins und des Gesangvereins im Jahre 1878 mit anfangs 42 Kameraden gegründet. Im Jahre 1903 bewies die Wehr ihren hohen Ausbildungsstand bei einem Vergleichswettkampf anläßlich des 26. Verbandstages der Feuerwehren des Regierungsbezirkes Magdeburg, der zu Ehren des 25jährigen Bestehens der Calbenser Feuerwehr in Calbe durchgeführt wurde. Die Aufnahme wurde nach einer Übung am 17. Januar 1905 auf den Schweinemarkt gemacht.

61. Als der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Magdeburg-Halle nach dem Ersten Weltkrieg spürbar zunahm - zeitweilig hielten in Calbe-Ost auch Schnellzüge! - erweiterte sich auch der Zubringerverkehr mit Omnibussen der Firmen Jusko und Jäger. Hier sehen wir Omnibusse der Firma Walter Jusko vor dem Bahnhof Calbe/Saale-Ost in der Erwartung der mit dem Zug ankommenden Fahrgäste. Urn 1930 lag der Fahrpreis für eine Fahrt zur Stadt bei 40 Pfennigen. Gehalten wurde von Juskos an sicben Haltestellen in der Stadt. Eine zweite Omnibuslinie unterhielt Walter Jusko nach Tornitz, Großrosenburg und Breitenhagen.

62. Auch Wilhelm Jäger kämpfte um die Gunst der Fahrgäste, die nach Calbe-Ost wollten oder dort rnit der Bahn ankamen. Sein Fahrpreis lag bei 30 Pfennigen für eine Fahrt. Dafür bediente er nur eine Haltestelle, nämlich die am Gasthof 'Zum braunen Hirsch', später die gegenüber der Post. Im Konkurrenzkampf war er schließlich der erfolgreichere.

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63. Dieses Phantasiebild eines Unbekannten entstand aus dem Unbehagen darüber, daß der Bahnhof Grizehne (Calbe-Ost) rund 4 Kilometer von der Stadtmitte entfernt liegt. Es sollte auch die Sehnsucht der Calbenser zeigen, daß sie gern von Cal be aus rnit modernen Luftverkehrsmitteln schneller auch weit entfernt liegende Orte erreichen wollten.

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64. Nachdem der Eisenbahnverkehr bei Grizehne schon seit 1840 rollte, entstand 1879 im Westen von Calbe noch eine Eisenbahnstrecke, die seinerzeit aus militärstrategischen Gründen gebaut wurde. Sie verband Ostpreußen mit Metz in Elsaß-Lothringen und wurde alsbald 'Kanonenbahn' genannt. Auch dieser Bahnhof Calbe/Saale-West war wieder zu weit von der Stadt angelegt worden, was wiederum den Unmut der Calbenser hervorrief. Das Bild zeigt alle Bediensteten des Bahnhofs Calbe/Saale-West um 1930 vor ihrem Dienstgebäude.

65. Ein rühriger Verschönerungsverein schuf um 1906 zum Zwecke der Erholung und Erbauung entlang der Saale den 'Verschönerungsweg' mitsamt den Anlagen und den Gedenksteinen für berühmte Deutsche. Auf dem Bild sehen wir den Gedenkstein für die Königin Luise. In Stein gemeißelt steht: 'Zur Erinnerung an die unvergeßliche Königin Luise, unseren guten Engel in schwerer Zeit. Geboren am 10. März 1776. Gestorben am 19. Juli 1818.' Unter dem Bildnis steht der Spruch: 'Wer nie sein Brot mit Tränen aß, der nie die kummervollen Nächte auf seinem Bette weinend saß, der kennt Euch nicht, Ihr himmlischen Mächte.' Als 'Relikte der bürgerlichen Weltanschauung' sind 1945 alle Medaillons von den Gedenksteinen entfernt worden. So auch das der Königin Luise.

66. Eine Augenweide waren die gepflegten Anlagen am 'Blücherstein' mit dem Teich und dem Springbrunnen. Der Gedenkstein soll die Erinnerung an den 'Marschall Vorwärts' der Befreiungskriege wachhalten.

67. An Feiertagen richteten viele Bürger der Stadt ihre Schritte in Richtung der Ausflugsgaststätten 'Bürgergarten', 'Weinberg' und 'Hohendorfer Busch'. Gleich in Höhe der Wilhelmsbrücke befand sich das Lokal 'Bürgergarten', von dem man eine schöne Aussicht über die Saale genießen konnte.

68. Im Sommer saß man im 'Bürgergarten' im Freien; oft intonierte im Musikpavillon eine Kapelle, nach deren Spiel sich auf der Tanzfläche die Paare drehten.

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