Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:   Calbe an der Saale
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5172-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 1'

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69. Wer seinen Spaziergang noch über die Wilhelmsbrücke nach Tippelskirchen verlängerte, konnte im Restaurant 'Zum Brückenkopf' einkehren. Hier fand man an Sonn- und Feiertagen im großen Garten Erholung. Vor allem Familien mit Kindern kamen gern hierher. Im Saal war sonnabends und sonntags Tanz.

70. Die Verlängerung des Verschönerungswegs führte zum 'Weinberg'. Seitlich des Weges befanden sich mehrere Teiche, die von einigen Quellen, die aus dem Steilabhang hervortraten, gespeist wurden. In diesen Teichen mit ihrem klaren Quellwasser zogen die Fischer von Calbe vor dem Ersten Weltkrieg Jungfische heran. Diese wurden später verkauft oder in andere Seen und Teiche in der Gemarkung Calbes ausgesetzt. Das Gebäude auf dem Bild wurde 'Fischbrutanstalt' genannt. Um das Fischereiwesen und die Fischereigenossenschaft 'St. Nicolai' hatte sich in Calbe bis in die zwanziger Jahre der Landwirt und Landtagsabgeordnete David Kegel, Bernburgerstraße 19, besonders verdient gemacht.

71. Links abzweigend ging dann ein langer Spazierweg weiter bis zur Ausflugsgaststätte 'Hohendorfer Busch', die schon seit 1827 existierte. Wem der Weg dorthin zu weit war bzw. wer seinen Kindern den langen Weg nicht zumuten wollte, konnte sonntags auf der Saale mit einem Fahrgastschiff von der Saalemauer bis zur Anlegestelle 'Hohendorfer Busch' fahren und von dort abends auch wieder zurückkommen. Für Kinder war das stets ein besonderes Erlebnis.

72. Vor allem des Sonntags war das Ausflugsziel vieler Familien die Restauration 'Zum Hohendorfer Busch', von der man hier die Eingangsseite sieht. Auf der Freifläche davor standen im Sommer viele Gartentische und -stühle, wo man sich niederlassen und Erfrischungen zu sich nehmen konnte.

73. In diesem großen Saal im 'Hohendorfer Busch' wurden von den zahlreichen Vereinen der Stadt Calbe jahrzehntelang große Feste gefeiert. Unter großer Beteiligung feierte man hier alljährlich auch das Sedanfest in Erinnerung an den Sieg über Napoleon 111 bei Sedan im Jahre 1870. Dieses beliebte Familienausflugslokal auf der großen Halbinsel der Saaleschleife war auch Domizil des Schützenvereins von Calbe, der hier in einiger Entfernung von der Gaststätte seinen Schießstand hatte. Nach der Kanalisierung der Saale im Jahre 1938 war der 'Hohendorfer Busch' sozusagen 'vom Festland abgeschnitten' und mußte seinen Gaststättenbetrieb einige Jahre spätereinsteIlen.

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::!l. c-. .l;!rIJUlIl:R ?? tI.ernll;' ? 74. Der Magistrat der Stadt Calbe im Jahre 1904. Das Bild zeigt die 'Stadtväter', die in den guten Jahren nach 1900 der Stadt Calbe zu wirtschaftlichem und kulturellem Aufschwung verhalfen.

75. Beenden wir unseren Streifzug durch CalbeiSaaie und seine Umgebung zur Zeit unserer Großeltern mit einem Besuch auf dem Wartenberg westlich der Stadt. Hier wurde um die Jahrhundertwende ein von Sandgruben zerfurchtes Gelände in eine Parklandschaft mit Gaststätte, Blockhäusern, einern Pavillon und etlichen Spazierwegen verwandelt. Auf der höchsten Erhebung im weiten Umkreis wurde im Jahre 1904 der Bismarckturm erbaut, von dem man auch heute noch einen herrlichen Bliek über unsere heimatliche Landschaft hat. Heute ist der Park von hohen Bäumen bestanden, und auf dem Gelände bis zum Bismarckturm ist inzwischen ein breites Waldstück herangewachsen.

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76. Eine solche einfallsreiche Postkarte zum Jahreswechsel 1905 ging damals an eine große Anzahl von Adressaten. Die "Totalansicht' - hier vom Ufer bei Gottesgnaden aufgenommen - zeigt in Wirklichkeit nur den an die Saale grenzenden Stadtkern von Calbe und das davor befindliche Saalewehr.

Abschließend seien von der feschen Postbotin tausend Grüße an alle Calbenser geschickt, an alle diejenigen, die in Calbe geblieben sind, sowie diejenigen, die sich andernorts niedergelassen haben.

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