Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6617-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Der nun doch noch möglich gewordene dritte Band von 'Calbe an der Saale in alten Ansichten' bietet wieder eine lange Reihe von Bildern, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten der Calbenser jüngeren Geschichte stammen. Auch sie sollen dem Betrachter manches Interessante und wohl auch oft Vergessene aus dem Leben der Stadt Calbe und seiner Bewohner vor Augen führen.

Da dürfte noch so mancher Großvater oder so manche

Großmutter auf Örtlichkeiten aufmerksam werden, die sie in ihrer Jugend handgreiflich und hautnah kennengelernt hatten.

Möge auch diesem Band viel Interesse und auch eine weite Verbreitung beschieden sein.

Hanns Schwachenwalde

1 Der Marktplatz in Calbe im Iahre 1846.Aufder rechten Seite des Bildes erkennt man das alte Rathaus mit seinem hohen Giebel. Davor, dicht neben den großen Bäumen, ist der dort aufgestellte Calbenser Roland mit seinem Schieferdach zu sehen. Einen Roland als Zeichen der Marktfreiheit besitzt die Stadt Calbe schon mindestens seit 138 1 . Alle Häuser um den Marktplatz herum waren um 1846 Geschäftshäuser. Bemerkenswert ist der im Vordergrund sichtbare städtische Brunnen, an dem zur abendlichen Beleuchtung des Marktplatzes eine 'HydrocarbureLampe' angebracht war.

2 Der Blick vom Turm der Stephanikirche über den Marktplatz und über die Saale nach Gottesgnaden war für die jeweiligen Turmbesteiger immer ein bleibendes Erlebnis. Das beherrschende Objekt bei dieser Aussicht ist nach wie vor der 'Hexenturrn' , der zur alten Stadtbefestigung gehörte. Rechts hinten ist noch der alte Schleusenkanal zu sehen, durch den noch bis 1940 die Saaleschiffe fuhren. Die dazugehörige alte Schleuse befand sich vor dem rechts am Bildrand erkennbaren alten Schleusengebäude.

3 Das Calbenser Rathaus um 1890. Nach dem Neubau dieses Rathauses hatte man den Roland nicht wieder an seinem ange-

stammten Platz vor dem Gebäude aufgestellt, weil er 'den Fassadeneindruck des Rathauses stèren' würde, so die Meinung des

Architekten. Der Roland stand seinerzeit bis 1936 völlig deplaziert am Nordgiebel der Knabenvolksschule. Rechts im Bild sieht

man das Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870/71 mit der Büste von KaiserWilhelm Il.

4 Zum Vergleich: So sieht der Marktplatz nach umfangreichen Renovierungen in den neunziger Iah-

ren heute, zum Beginn des 3. Jahrtausends, aus. Von links: Das Ratswaagehaus mit dem Mühltor, das Rat-

haus mit dem Roland, der Hexenturm und das renovierte Patrizierhaus Markt 16.

5 Das Bürgermeisterzimmer im Rathaus im Iahre 1890. Bemerkenswert ist der verhältnismäßig kleine Bücherschrank, in dem offenbar die Bände mit den gültigen Gesetzen und Verordnungen untergebracht waren. Zum Komfort und zur Repräsentation dienten dem damaligen Bürgermeister das kunstvolle Mobiliar. Damit er keine kalten Füße bekam, hatte er eine dicke Matte unter dem Tisch zu liegen.

6 Hier im Sitzungssaal des Rathauses tagten um 1890 die Mitglieder des 'Magistrates' der Stadt Calbe. Hinten, um den Tisch gruppiert, saßen der Bürgermeister, der stellvertretende Bürgermeister und der Kämmerer. Auf den seitlich angeordneten Stühlen nahmen die vier Ratmänner Platz. Auf den vorn befindlichen Stühlen saßen die gewählten Stadtverordneten, alles Männer, die von Organisation und Ökonomie etwas verstanden.

7 Ein Wahrzeichen der Stadt Calbe war immer schon die Stephanikirche. Um 1860 bestand da, wo heute das Pfarrhaus und das ehemalige Haus des Schulhausmeisters stehen, eine freie Fläche mit Bäumen und Sträuchern. Zu

erkennen ist rechts im Bild die Apotheke und der daneben befindliche Durchgang zum Marktplatz. Links im Bild sieht man die im Iahre 1695 erbaute alte Stadtschule mit dem Glockenturm. Sie reichte bis an ' die 7 Ecken', hatte

ursprünglich sechs Klassenräume und Lehrerwohnungen, die aber im Laufe der Zeit auch in Klassenräume verwandelt worden waren. Um 1860, als die Stadt insgesamt 1 700 Einwohner hatte, unterrichteten fünflehrer rund 160

Schüler. Weil es sich bald als zu klein erwies, wurde dieses Schulhaus 1880 abgerissen, nachdem 1858 ein neues Schulhaus, die spätere Knabenvolksschule, die Schüler aufnahm.

8 Im linken der beiden 57 Meter hohen Kirchtürme von St. Stephani befand sich unter der Uhr die Wohnung des 'Türrners'. Als Bediensteter der Stadt wohnte noch bis etwa 1900 ein Türmer dort oben. Seine Aufgabe war es, Ausschau zu halten, ob irgendwo in der Stadt Feuer ausgebrochen war. In solchem Falle hatte er langanhaltend die Feuerglocke zu läuten. Links an der Seite des Turmes sieht man den Tragbalken für den Aufzug zur Versorgung des Türmers mit Lebensmitteln, Wasser und Heizmaterial, was alles nach bestimmten Absprachen mit einer Seilwinde nach oben gezogen wurde.

9 Diese alte Ansicht von der 'Querstraße' ist um die vorige Jahrhundertwende fotografiert worden. Sie war in Calbe die Hauptein-

kaufsstraße. Wer in die Querstraße zum Einkaufen ging, kommentierte das mit dem Ausdruck 'Ich gehe in die Stadt' . Vorn

Ca/be Cl. Saale. Quers/raße.

rechts mit dem Turm war das Hotel 'Zum schwarzen Adler'. Davor an der Straßenecke erkennt man einen Postmeilenstein, an

dem Richtungspfeile mit Meilen- bzw. Stundenangaben zum nächsten größeren Ort eingemeißelt waren.

10 Über viele Iahre war das Gemüsegeschäft von Otto Friedenreich in der Querstraße Anlaufpunkt der Calbenser Hausfrauen, die hier frisches Obst und Gemüse einkauften. Neben seinem Haus war der 'Schling' , ein überbauter Verbindungsweg zwischen Querstraße und Kirchplatz. Links vom Schling befand sich früher der Schaukasten der 'UT- Lichtspiele', wo mit Bildern und Plakaten für den Besuch des Kinos in der Schloßstraße geworben wurde.

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